• San Miniato

    31. maj 2025, Italien ⋅ ☀️ 30 °C

    Vor uns liegt mit 29 km und der erwarteten Wärme eine lange Etappe. Also gilt: je früher raus, umso besser. Am Morgen geht es im Halbstundentakt – 06.00 Uhr aufstehen, 06.30 Uhr Frühstück, 07.00 Uhr Abmarsch. Die erste Hälfte der Etappe lässt sich bei den noch kühlen Temperaturen und den schattigen Waldwegen gut angehen.
    Heute wandern wir vor Galleno wieder einmal auf einem sehr alten, gepflasterten Handelsweg. Er ist sehr breit, mehrere hundert Meter lang und gut erhalten. In Galleno machen wir einen kurzen Kaffeehalt, dann geht es weiter in Richtung Ponte a Cappiano.
    Ab dort wird es richtig warm. Wir wandern über einen Bachdamm in der prallen Sonne bis Fucecchio, wo wir uns im ersten Restaurant eine kühle Cola und ein Sandwich genehmigen – und unsere Füsse etwas auskühlen.
    Der restliche Weg nach San Miniato – noch 10 km – zieht sich weiter durch die Sonne, teilweise durch hüfthohes Gras und auf asphaltierten Wegen.
    Der krönende Abschluss der heutigen Etappe ist der letzte steile Anstieg hoch zum Städtchen San Miniato. Wir sind froh, endlich angekommen zu sein und uns im Appartement frisch machen zu können.
    Bald zieht es uns aber wieder raus – es gibt im Dorf noch einiges zu sehen. Die Kathedrale ist sehr pompös ausgestattet. Auffällig sind die golden gestrichenen Deckenfriese. Auch die anderen, von aussen unscheinbaren Kirchen sind reich verziert und mit mächtigen Bildern ausgestattet.
    Laut Infotafeln waren hier einst deutsche Kaiser zugegen, und San Miniato war ihre Finanzhauptstadt. Hier wurden die Steuereinnahmen der Toscana verwaltet.
    Den Turm „Rocca di Federico II“ haben wir ebenfalls bestiegen und oben die Aussicht genossen. Abschliessend haben wir auf unsere Leistung mit einem Glas Weisswein angestossen und uns auf die Suche nach einem Laden für Wasser und Frühstück gemacht – weit gefehlt: Einen Lebensmittelladen gibt es hier oben nicht, die befinden sich nur unten im Tal.
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