Ostello Contessa Ava dei Lambardi
3. juni 2025, Italien ⋅ ☀️ 28 °C
Da es immer wärmer wird, stehen wir auch immer früher auf – heute bereits um 05.15 Uhr. Da Einkaufen in San Gimignano praktisch ein Ding der Unmöglichkeit ist, geht es nach dem Verzehr unseres Frühstücks – einem trockenen, nahezu salzlosen Brot mit etwas Käse – direkt los. Alle Bars hatten um diese Zeit leider noch geschlossen. Dafür gehört uns so früh am Morgen die Stadt: Plätze und Sehenswürdigkeiten von San Gimignano ganz ohne Touristen – ein seltener Anblick. Kurz nach dem Stadttor lohnt sich ein Blick zurück: Die berühmten Türme kommen in der Morgensonne besonders gut zur Geltung.
Der Weg führt bald weg von der Strasse auf Wald- und Feldwege, noch angenehm im Schatten des tief stehenden Sonnenlichts. Wir durchqueren drei Wasserfurten – das heisst, hinunter zum Bach und wieder hinauf – bevor wir in Colle di Val d’Elsa ankommen. In der alten Oberstadt gönnen wir uns ein spätes Frühstück. Die Oberstadt wirkt mit ihren schmalen Gassen und den aneinandergereihten Häusern eher verschlafen. Unten in der Stadt ist mehr Leben zu spüren.
Von dort aus geht der Weg hinunter zum Fluss Elsa und verläuft dann für eine ganze Weile an seinem Lauf entlang – ein richtiger Bilderbuchweg. Alles ist grün und schattig, fast wie ein Waldgürtel am Wasser. Der Weg ist sehr gut unterhalten. Mehrmals überqueren wir den Fluss und seine Zuflüsse über grosse Trittsteine, die mit Seilen zur Sicherung versehen sind.
Ab Gracciano dell’Elsa geht es über Feldwege, dann über eine sehr staubige Kiesstrasse und schliesslich auf einem Waldpfad mit grossen Steinen und Felsbrocken weiter bis zu unserer Unterkunft. Sie liegt in Abbadia a Isola, kurz vor Monteriggioni. Es handelt sich um ein Ostello mit einem kleinen, angeschlossenen archäologischen Museum, das wir später noch besuchen.
Pünktlich zur Bezugszeit um 14.00 Uhr treffen wir im Ostello Contessa Ava dei Lombardi ein.
Wir stellen immer wieder fest:
Dass der eigentliche Pilgerweg an manchen Stellen gesperrt wird – meist wegen grosszügigerer "Touristenanlagen". Die Pilger werden dann stattdessen über Strassen oder Umwege geführt.
Und dass man sich auf dem Land kaum verirren kann. Denn verlässt man den offiziellen Weg, steht man meist sehr bald vor einem Zauntor mit der Aufschrift „Attenti al cane“ (Achtung Hund) – oder mindestens vor einem Schild mit dem deutlichen Hinweis: „Privato“.Læs mere

