• Buonconvento

    June 6, 2025 in Italy ⋅ ☀️ 28 °C

    Uns erwartet eine lange Etappe, da wir in Ponte d’Arbia keine akzeptable Unterkunft gefunden haben. Es ist auch nur ein kleines „Nest“. Aus diesem Grund haben wir entschieden, bis Buonconvento weiterzugehen, was eine Wegstrecke von 31 km bedeutet.
    Um 6.00 Uhr haben wir Siena bei bedecktem Himmel, aber bereits schwüler Wärme verlassen. Zu Beginn laufen wir über asphaltierte Nebenstrassen mit wenig Verkehr und später vor allem über Kiesstrassen. Teilweise gibt es Verkehr, da die Höfe und Kleinstsiedlungen nur über Kiesstrassen erschlossen sind. Jedes Auto zieht meist eine lange Staubwolke hinter sich her. Leider drosseln nicht alle Autofahrer das Tempo, was die Staubwolke deutlich verringern würde. Wenn man Glück hat, steht man auf der Windseite und kriegt nicht so viel ab.
    Die Wegführung verläuft viel auf den Hügelkämmen im stetigen Auf und Ab. Ab 09.00 Uhr klart der Himmel auf und es wird richtig warm. Schattenbereiche gibt es heute praktisch keine, ausser wenn Wolken sich erbarmen und uns für wenige Meter Schatten spenden. Zeitweise gibt es zu unserem Glück doch noch etwas Wind.

    Dörfer haben wir, mit Ausnahme von Isola d’Arbia und Ponte d’Arbia, keine durchlaufen, dafür zwei Industriezonen. Für einen Halt im ersten Dorf ist es noch zu früh, daher gibt es auf 26 km nichts Kühles zu trinken, lediglich einen kurzen Sandwichhalt mit warmem Wasser aus unseren Trinkflaschen.
    Vor Isola d’Arbia sieht man diverse Brückenpfeiler mit Grasbewuchs auf den Kronen und Unterführungsbauwerke in einer Linie stehen. Die Brückenplatte wurde jedoch nicht gebaut. Neben der Wegstrecke liegen noch, völlig verwachsen, fertig gebundene Bewehrungskörbe für Brückenpfeiler. Weiter stehen ein Silo- und ein Skelettrohbau mit den Erschliessungstreppen im Gelände. War das eine Fehlplanung oder ging das Geld aus?
    Mit Ausnahme einer Kirche, die auf einem Privatgrundstück eingezäunt war, haben wir bis zum Zielort keine weiteren Kirchen gesehen, was uns erstaunt.
    In Buonconvento angekommen, haben wir unser erstes „Gelati“ auf dieser Reise genossen und anschliessend das Appartement bezogen. Das übliche Prozedere wie Rucksäcke auspacken, Duschen, Kleiderwaschen, Füsse hochlegen, Bericht schreiben, Unterkunft für den nächsten Tag suchen und buchen, Dorferkundigung und Einkaufen lief ab. Wir sind schon ein gut eingespieltes Team.
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