• Bagno Vignoni

    June 7, 2025 in Italy ⋅ ☀️ 30 °C

    Gegenüber gestern hat sich bezüglich Aufsteh- und Startzeit, Wetter, Schatten und Wegen nicht viel geändert. Da wir gestern die Strecke um 6 km verlängert haben, haben wir die heutige Strecke ebenfalls wieder um 6 km verlängert. Dies vereinfacht die morgige Etappe, die effektiv 33 km mit ca. 500 m Steigung betragen würde, sodass wir sie nun auf 28 km verkürzen können. Die Steigung zum Etappenziel Radicofani bleibt jedoch.
    Am frühen Morgen ist es richtig neblig und schwülwarm. Auf den Trampelpfaden entlang der Strassen bekommen wir bald von den feuchten, in die Wege hängenden Gräsern nasse Schuhe, Beine und Hosen. Auf dem Weg zum Dorf Tonnerieri wandern wir an diversen Weingütern vorbei. Die Zufahrtsstrassen sind meistens mit Zypressen gesäumt.
    In Tonnerieri, auf halber Strecke, trinken wir vor der ersten Passüberquerung einen Espresso. Nachdem wir den Pass überschritten haben, geht es wieder hoch zum Dorf San Quirico d’Orcia. Dort essen wir vor dem Dorfpark unsere Sandwiches und trinken im nahegelegenen Restaurant eine Cola (unser 5-Jahresbedarf an Cola ist bald gedeckt).
    Noch sind wir nicht am Höchstpunkt: Über eine staubige Kiesstrasse mit einigem Verkehr geht es über 4 km nochmals hoch zum kleinen Burgdorf Vignoni, um nachfolgend wieder alles abzusteigen ins Dorf Bagno Vignoni.
    Was auffällt: Hier sind nur die wichtigen Verkehrsachsen asphaltiert. Sobald man aus dem Dorf raus ist, werden die Dorfverbindungsstrassen zu Kiesstrassen. Jedes Auto in dieser Gegend ist am Heck mit Staub gepudert.
    Heute nächtigen wir wieder einmal im Hotel, das fast doppelt so teuer ist wie die meist gebuchten Appartements, die mehr Komfort und Platz bieten. Naja, wenn es nichts anderes gibt, nimmt man das, was man haben kann.
    Die Dorfbesichtigung ist kurz: Neben der Therme gibt es ein sehr kleines Zentrum um die Hotels. Dazu kann man noch ein altes Bassin aus der Zeit der Römer besichtigen. Bei einem Apéro an einem schattigen Platz und mit guter Musik lassen wir den Nachmittag ausklingen.
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