• Bolsena

    June 10, 2025 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach einem salzlosen Brot mit Butter, ohne Honig, einem faden Joghurt und einem etwas bitteren Espresso haben wir uns von Aquapendente verabschiedet. Sobald wir aus dem Städtchen waren, mussten wir wieder auf einer Hauptstrasse laufen – glücklicherweise um 06:15 Uhr noch mit wenig Verkehr. Nach etwa 2 km wechselten wir auf eine Feldstrasse. In dieser Gegend wird dem Ackerbau, vor allem dem Kartoffelanbau, viel Bedeutung beigemessen. Der Weg führte zudem an einer Haselnussplantage sowie an verschiedenen Solarparks vorbei. Bei Etappenhälfte kamen wir in San Lorenzo Nuovo an und steuerten das erstbeste Restaurant für ein Zweitfrühstück an. Sobald man das Dorf verlässt, sieht man den grossen Vulkansee Bolsena (grösster Vulkansee Europas). Es war schon recht warm und die Sonne brannte. Daher waren wir froh, bald auf einen längeren Waldweg zu kommen. Im Buschwald war es kühler, allerdings gab es dort viele Mücken. Wir mussten zügig laufen, um nicht gestochen zu werden. Vor Erreichen des Zielortes Bolsena wurde die Landschaft wieder etwas offener, doch eine frische Brise milderte die Hitze. Der breitere Kiesweg war gesäumt von hohem Gras und vielen schönen Blumen. Wir sahen mehrere grosse Olivenholzlager und fragten uns, ob eine Krankheit die Ursache für die Abholzung war.
    Bereits am Mittag erreichten wir Bolsena und genossen in der alten Oberstadt den ersten Mozzarella Caprese (bisher stand er nie auf der Speisekarte).
    Bolsena besteht aus einer alten Oberstadt und einer neuen Unterstadt.
    Die Besichtigung der Basilica di Santa Cristina sowie der Katakomben hat uns sehr beeindruckt. Die Katakomben stammen aus der Römerzeit. Die Christen wurden in den Felsnischen der Katakomben beigesetzt. Mit zunehmendem Bedarf wurden diese erweitert, in die Tiefe getrieben und bis etwa ins 5. Jahrhundert genutzt.
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