• Guido Luterbach
  • Guido Luterbach

Lausanne-London VF

A 58-day adventure by Guido Read more
  • Reims Église Saint-Re

    May 18 in France ⋅ ☁️ 15 °C

    Beim Weinbauer (Champagner Francart et Fils) haben wir gut geschlafen und ein gutes Frühstück erhalten. Wir haben einen langen Weg nach Reims vor uns, ca. 32 km.
    Zuerst wandern wir über Rebberge und Waldstück sowie an drei kleinen Campagner-Weinbaudörfern vorbei nach Sillery.
    In den Rebbergen stehen überall weisse Busse und Leute sind gruppenweise am richten oder aufbinden der Triebe.
    In Sillery besuchen wir den Militärfriedhof aus dem 1. Weltkrieg. Hier treffen wir auch wieder auf den Canal de l'Aisne à la Marne.  Die Parkbänke bieten sich an für einen kurzen Verpflegungshalt. Es liegen noch 11 km Weg am Kanal bis Reims vor uns. Schon bald beginnt auf der gegenüber liegenden Kanalseite die Indudtriezone, was etwas Abwechslung bringt, dito ein kurzer Regenschauer. Die Strecke scheint bei Velofahrer und Jogger beliebt zu sein. Man muss aufpassen das die Rennvelofahrer einem nicht über den Haufen fahren.
    Wir sind froh auf die Stadt zu treffen, aber von den Aussenquartieren bis ins Zentrum ist es immer noch eine halbe Stunde zu gehen. In einem Café bei der Basilique Saint-Remi die am Stadtrand liegt, machen wir einen Kaffeehalt. Anschliessend besichtigten wir die monumentale Kirche. Sie ist imposant mit ihrer Grösse, der Höhe und den inneren Steinbögen und Torbauten. 
    Nacher machen wir uns auf ins Stadtzentrum Richtung Cathédrale Notre-Dame und suchen unsere Appartement.
    Wir sind überrascht, es ist eine grosse und helle 3.5 Zimmer-Wohnung. Hier lässt es sich für zwei Nächte gut erholen. 
    Unser Programm läuft ab wie immer. Ruchsack auspacken, duschen, Waschmaschine in Betrieb setzen,  ankommen und einkaufen fürs Frühstück und Zwischendurch.
    Hungrig sind wir auch, also gilt es noch ein Restaurant zu suchen das etwas anderes als Pizza und Hamburger anbietet. Ganz in der Nähe finden wir ein asiatisches Restaurant.
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  • Reims Ruhetag

    May 19 in France ⋅ ☁️ 12 °C
  • Reims Ruhetag

    May 19 in France ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir wollen heute als erstes die

    Cathédrale Notre-Dame besichtigen, da wir am frühen Morgen mit etwas weniger Besucher rechnen. Der Plan geht auf. Die Kathedrale ist imposant, hat aber etwas weniger Flair als die Basilique Saint-Remi.
    Bei der Bibliothèque Carnegie waren wir genau zum richtigen Zeipunkt vor Ort als diese geöffnet wurde. Das Gebäude ist in Art-déco-Stil mit vielen schönen Details. 
    Wir gehen weiter in Richtung Bahnhof um die Markthalle, die römische "Porte de Mars" und den Bahnhof selbst anzuschauen. In gewissen Strassen hat man fast das Gefühl in einem grossen Dorf zu sein, wenn da nicht immer wieder prachtvolle Gebäude auftauchen würden. Die Champagnerproduzenten sind in der Stadt allgegenwärtig. Man merkt, dass sie der Stadt zu einem Reichtum verholfen haben. Beim Champagner G.H. Mumm wollten wir eine Kellerbesichtigung machen, waren aber leider zu spät. Sie müssen riesige unterirdische Stollen oder Kavernen haben.
    Wir sehen viele schöne und spezielle Bauten. Vom vielen Sehen wird man richtig müde, fast noch mehr als vom wandern. Wir nehmen am späten Nachmittag eine Auszeit bei einem Glas Weisswein und faulenzen im Appartement  herum bis es Zeit zum Nachtessen ist.
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  • Berry-au-Bac

    May 20 in France ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir verlassen Reims entlang des Kanals. In der äusseren Industriezone geht der Weg ab aufs Umland. Über Nebenstrassen, Feldwege und matschigen Waldwegen wandern wir an zwei kleinen Dörfer vorbei.
    Wir müssen uns gegen den Wind stemmen, da dieser nahezu immer aus unserer Gehrichtung bläst. Das vorwärtskommen braucht Kraft. Die Rompilger, welche wir immer wieder antreffen, haben es leichter mit Rückenwind.
    In Hermonville essen wir vor dem Hotel du Ville unsere Sandwiche und kaufen anschliessend für das Abendessen Pasta und Tomatensauce ein. Am Zielort Berry-au-Bac ist kein Esslokal offen und bis auf eine Bäckerei ist auch keine Einkaufsmöglichkeit vorhanden. Wir haben zum Glück eine Unterkunft mit Kochgelegenheit.
    Nach dem Dorf Hermonville geht's über einen Hügel und auf einem schönen Waldpfad nach Cormicy. Endlich ein Dorf mit einem Restaurant wo wir ein Kaffee trinken können. 
    Die Regenfronten die uns den ganzen Tag begleiten haben wir auf den letzten km auch wieder im Blick. Aber auch diese trifft uns nicht, wir kommen trocken in die Unterkunft. Später beginnt es zu regnen.
    Da es im Zimmer kalt ist, zieht es uns wieder nach draussen, auch um noch Brot für das Frühstück einzukaufen. Wir sehen uns noch den Militärfriedhof an und besuchen noch die Bar im Dorf um ein Glas Weisswein zu trinken. Die Bar deckt alles ab, Treffpunkt, Tabakverkauf, Losverkauf und Wettbüro.
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  • Chamouille

    May 21 in France ⋅ ⛅ 22 °C

    Als wir heute morgen loslaufen ist es sehr neblig und alles ist feucht. Kurz nach dem Dorf geht die Strasse in einen Feldweg über. Der Weizen hat feine und das Gras grosse Wasserperlen. Unsere Schuhe und Hosenstösse sind bald nass. Wir umrunden zu dreiviertel einen kleinen Militärflugplatz. In Juvincourt-et-Damary angekommen sind wir froh, dass die Schuhe innen immer noch trocken sind. Auf der langen asphaltierten Nebenstrasse nach Corbeny können sie wieder abtrocknen. Dort trinken wir in einem kleinen Hotel, im Restaurant/Bar ein Kaffee. Wir staunen immer über die Einrichtungen. Die Lokale sind multifunktional. Restaurant, Bar, Rezeption, Kiosk, Papeterie, für alle Bedürfnisse gibt es was. Und was da alles gehortet wird an Kleinkram, Dekomaterial, Papier, Schreibstifte, Reklameschilder, und und und.
    Es geht Richtung Lac de l'Ailette weiter. Auf halbem Weg unseres Restmarsches erreichen wir die ehemalige Abbaye de Vauclair. Die Anlage, die heute nur noch als Ruine existiert, zeugt eindrücklich von den Zerstörungen des Ersten Weltkriegs. Dennoch bietet sie einen faszinierenden Anblick, da die Überreste von Archäologen behutsam freigelegt und gesichert werden. Für uns war dieser Ort eine besondere Abwechslung auf dem Marsch, ein stiller Punkt, der uns für einen Moment innehalten liess und die Geschichte der Region greifbar machte.
    Zu unserem Zielort Chamouille geht's zuerst durch den Wald, dann über die vorgelagerte Auenlandschaft des Lac de l'Ailette. An diesem See ist eine schöne und grosse Feriensiedlung mit verschiedenen farbigen Cottages. Wir haben ein Zimmer im Hôtel du Golf de L'Ailette reserviert. Nach der Ankunft und unserem Prozedere setzen wir uns auf die Sonnenterassee und geniessen ein Glas Weisswein bei angenehmer Sonnenwärme. Wir haben Halbpension und müssen also nicht mehr irgendwohin. 
    Das Nachtessen war vorzüglich, ein Dreigänger mit Wein mit schöner Aussicht auf den See.
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  • Cathédrale Notre-Dame

    May 22 in France ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einem reichhaltigen Frühstück und begleitet von der Morgensonne brechen wir auf Richtung Laon. Es liegt eine kurze Strecke vor uns. Wir haben sie so eingeplant, damit uns genügend Zeit für die Stadtbesichtigung bleibt. Heute ist es schon recht warm und wir sind erstmals kurzärmlig und mit kurzen Hosen unterwegs. Wir sehen die Cathédrale Notre-Dame schon von weitem auf dem Stadthügel thronen. 
    Aber bis wir dann in der Stadt ankommen  dauert es doch noch. Die VF führt uns um den halben Hügel herum. Wir betreten die Stadt von hinten und sehen als erstes die Église und Abbaye Saint-Martin. 
    Auf einer Parkbank essen wir die Sandwiche und checken die Mails wegen der Unterkunft für Morgen. Nichts als absagen. Guido sitzt wieder Stunden am Handy und sucht auf allen Kanälen weitere  Gelegenheiten auf oder im Nahbereich der Route. Es ist zum verzweifeln. Es stresst gewaltig und verdirbt etwas den Aufenthalt in Laon. 
    Noch eine Option ist offen. Aber das Hotel reagiert nicht. Der morgige Routenverlauf muss wegen der Wegstrecke von 38 km entsprechend geändert werden. Hier kann man nicht einfach loslaufen. Alles muss überdenkt werden, auch die Ess- oder Einkaufsmöglichkeiten.
    Beim Nachtessen hat nun das Hotel im Bereich der Seen bei La Fère zugesagt. Wir sind mehr als erleichtert. Nun können wir das Nachtessen ruhig geniessen. Die Entspannung lässt einem müde werden. 
    Morgen geht's wegen der Wärme und der Wegstrecke früher raus. Wir wollen zur Ladenöffnung der Bäckerei um 07.00 Uhr bereit sein und da ein kleines Frühstück einnehmen.
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