Santuario de Ródanas
May 4, 2025 in Spain
Wir bleiben in Spanisch-Lappland, vorbei an Kirschenplantagen und halbfertigen Windrädern erreichen wir nach 59, ab der Hälfte ziemlich rumpeligen Kilometern unser Tagesziel. Es hat hier keinen Telefonempfang, aber freies WLAN 🛜 und Klostercharme mit einem von den Locals zum Brückenwochenende gut genutzten Picknickplatz. Die V+E ist ziemlich neu und sauber. Ein aus der Zeit gefallenes Restaurant soll uns bekochen! Man sei ausreserviert, erklärt der Kellner, aber wenn wir im Freien sitzen möchten?
Passt, wir nehmen auch gerne im Hinterhof Platz.
Als wir Bacalau Valenciana bestellen, rumpeln ein paar Donner. Ich gehe kurz zum Bus 🚌 und schließe die Dachluken, aber es kommt erstmal nix. Die Gasthaushündin rührt sowieso kein Ohrwaschel.
Wir sind hier auf knapp 600m Seehöhe bei 20 Grad. Rundum duften Thymian und Kamille. Der Röhrige Affodill kann nix für seinen Namen, aber legt weiße Teppiche in die Landschaft.
Gegen Abend flüchten schon vor einem kurzen Regenschauer die letzten Ausflügler und hinterlassen Berge von Müll, auch abseits der Behälter.
Es kühlt ab, wir heizen.
Am Montag sind wir die einzigen hier. Die restlich Müllverteilung haben die Katzen erledigt, der Grillplatz ist ein einziger Saustall.
Es ist heiter und etwas windig, aber wir haben gedreht und die Schiebetür kann offen bleiben. Egal, was die Wetterapp sagt, die im Schatten gemessenen 21 Grad 😎 sind im gebuchten Soll.
Eine Wiedehopfsichtung 🤩 bleibt ohne Foto, da ich gerade am Staubsaugen bin, während Petra mit Elli durch Wald 🌳 und Wiesen tobt.
Der Bus duftet herrlich nach dem frisch geerntetem Thymian💚. Ab Montag Abend ist das Gasthausjunghundemädel bei Spaziergängen mit von der Partie.
Nach einer eisigen und windigen Nacht verbringe ich den Dienstagnachmittag im Klostergarten. Hier ist es windgeschützt, menschenleer und die Sonne hat ordentlich Kraft. Die Seele baumelt.
Elli 🐕 stanzt das Ohr eines anstürmenden Staffordshire Bullterrier Mädels, das meint, dem Bus rasant und laut zu nahe kommen zu müssen. Ihr spanischer Besitzer entschuldigt sich für das Tier, schlägt es erstmal und begutachtet dann das blutige Ohr 🙄. Elli humpelt leicht links vorne, hat aber keine Schramme und Puls wie im Tiefschlaf.
Nach einer weiteren klirrend kalten Nacht zeigt sich der Platz von seiner besten Seite: sonnig, warm und windstill. Wir beschließen, noch einen Tag dranzuhängen.
Heute ist rundherum Putztag. Im Bus die Petra und die Gemeindearbeiter am Picknickplatz sind auch fleißig, aber tatsächlich putzen die Laubbläserbewehrten nur „bis an die Grenzen vom Dreck“ - um meine Oma mal allgemein verständlich zu zitieren 🙄.
Petra marschiert zum Tagesausklang noch zu einer aufgelassenen Mine. Lost Place per Definition. Das Feierabendbier nehmen wir dann gemeinsam im Klostergarten ein.Read more






















































































