Tiraspol Tag 3: Kalt, windig und regnerisch
August 27 in Moldova
🌧 18 °C
Herrlich wenn der Nieselregen beim Frühstücken auf das Dach prasselt. Es hört dann auf und ich zieh mich warm an. Um 09:00 startet die Guru Walking Tour mit Alexander. Er ist erst 16 und geht noch zur Schule. Und dann geht es schon los mit all den Infos. Offiziell werden 3 Sprachen hier gesprochen, nämlich Russisch, Ukrainisch und Rumänisch. Alexander erzählt auch, dass viele 3 Reisepässe haben. Neben den aus Pridnestrovie auch einen aus der Ukraine und einen aus Moldawien. Mit dem aus Pridnestrovie kann man ja nix anfangen, denn wenn ein Land nicht anerkannt ist, sind ja alle Dokumente nicht gültig. Außer im eigenen Land. Ähnlich mit dem Schulsystem. Nach Abschluss der Schule gehen die Kids nach Moldawien für 1 Jahr, um sich die Ausbildung anrechnen zu lassen. Schon heftig diese Einschränkung. Sie besitzen auch alle mehrere Kreditkarten, denn mit dem abgeschottet Zahlungssystem in Pridnestrovie funktioniert halt Visa oder Mastercard nicht.
Danach geht es in ein Museum. Alexander kennt sich echt gut aus mit seinem Alter.
Pridnestrovie entstand im Zerfall der Sowjetunion, als sich der Konflikt zwischen der Zentralregierung in Chișinău und der mehrheitlich russisch- und ukrainisch-sprachigen Bevölkerung östlich des Dnister verschärfte. 1989 lösten Sprach- und Nationalitätsfragen Proteste aus, weil in Moldawien Moldauische bzw. Rumänische politisch aufgewertet wurde und sich viele Menschen in der Region nicht ausreichend vertreten fühlten. 1992 kam es zu einem kurzen Krieg zwischen Moldawien und Transnistrien. Der Konflikt endete mit einem Waffenstillstand, der am 21. Juli 1992 in Moskau vereinbart wurde; die Feuerpause stoppte die militärischen Kämpfe und schuf eine Sicherheitszone. Moldawien erkannte die Abspaltung nicht als rechtmäßig an, akzeptierte aber faktisch, dass der Konflikt eingefroren blieb.
Nach dem Museumsbesuch regnet es schon wieder. Wir gehen zum Markt und fahren dann mit einem der uralten Busse zu einem Park. Leider ist ein Teil abgesperrt, und so sehe ich das Riesenrad nur von der Ferne. Der Spielplatz sieht aus wie jener in Tschernobyl. Bevor wir wieder zurück fahren, gönnen wir uns noch ein sowjetisches Eis.
Nach einem Nickerchen, denn es regnet ja, gönn ich mir mal mein obligatorischen Reise-Hipp. Lecker, Lecker. Viel bringt der Tag dann nicht mehr, außer dem Regen zu zu sehen.
Achja, heute müsste ich eigentlich ausreisen. Ich vertraue mal Dimitrie und reise dann morgen aus. Ob die 24 h Regel wirklich stimmt?!?!Read more




















