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  • Day67

    A Dog named Louis

    November 8, 2018 in Malaysia ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach 2 Tagen Pause entschlossen wir uns heute doch wieder einmal was zu unternehmen.
    In den Highlands ist die Auswahl dabei doch eher begrenzt: Erdbeeren pflücken wie zuhause, (gemäss Bewertungen) eine eher lieblose Führungen durch eine Teefabrik oder in den malerischen Hügeln zwischen Teesträuchern und Erdbeerfeldern wandern gehen und dabei die Beine mal wieder bewegen und frische Luft schnappen - natürlich entschieden wir uns für die Teefabrik...

    Quatsch, logisch gehen wir wandern. Dafür muss aber erstmal ein ordentliches Frühstück her. Nach dem wir uns mit Pancakes, Scouns und Cappucino verköstigt haben laufen wir los. Zu Beginn sind wir mässig begeistert, die Route führt durch dichten Wald wie wir ihn schon von Sumatra kennen.

    Als wir gerade zum 3mal über einen Stamm klettern der über dem Weg liegt, ruft Annatina aus und zeigt auf ein Tier hinter Stephan. Leicht panisch dreht er sich um, erschreckt und beruhigt sich zusammen mit Annatina einen Atemzug später wieder. Es ist nur ein Hund der fröhlich auf uns zutrabt. Das fehlende Gebell, das gepflegte Aussehen, das Halsband und die süsse neugierige Art erzählen uns, dass sich dieser Hund Menschen gewohnt ist und uns auch nichts böses will. Wir gehen davon aus, dass er zu einer Gruppe hinter uns gehört und gehen weiter. Doch der Hund folgt uns, geht mal 10m vor uns, dann wieder neben oder hinter uns. Dabei bleibt er aber stets friedlich schaut zu uns zurück und macht mit uns auch hier und da eine Verschnauffpause. Da wir nichts dagegen tun wollen oder können, lassen wir ihn mitlaufen. Annatina benennt in kurzerhand - Louis ist jetzt unser Wanderhund.

    Nach dem Aufstieg wird der Weg abenteuerlich. Er führt über lehmige Abhänge (unsere Wanderhosen haben nun einen schönen Fleck am Hintern) die mit Gummiseilen gesichert sind und durch teils schulterhohes Gebüsch. Wäre der Pfad nicht deutlich ausgetrampelt gewesen, wir hätten gezweifelt, dass wir auf der richtigen Route sind. Aber alles läuft wie geplant und wir landen auf einem schönem Weg der an Gemüsefelder vorbeiführt. Endlich landen wir mitten im Cameron Valley, wo wir von sanften, über und über mit Teesträuchern bepflanzt Hügeln umgeben sind. Ein wunderschöner Anblick.

    Ach ja unsere Wanderbegleitung findet nach einem kleinen Umweg unsererseits, seinen Freund wieder. Einen zweiten Hund der gleichen Rasse, der sich einer 4er Gruppe von Wanderer angeschlossen hat und diese auf ihrem Weg durch die Felder begleitete. Als wir am Cameron Valley Tea House #1 ankommen, erklärt uns ein Wachmann dort, dass diese zwei Hunde jeden Tag mit einer Touristengruppe zu ihnen kommen und danach wieder nach Hause laufen. Das beruhigt uns schon etwas, da wir uns schon ausmalten, wer wohl da seinen Hund vermisst, wenn wir den nicht zurück bringen.

    Im Teehause, eine Cafe mit Laden, gönnen wir uns einen Tee von den lokalen Feldern und etwas Kuchen, bevor wir entlang der Hauptstrasse, die letzte Stunde zum Hostel zurück trekken.

    Als wir nach insgesamt ca. 5 Stunden wandern hier ankommen, schleppen wir unsere müden Beine unter die Dusche und leisten uns eine Pause bis zum Abendessen. Stephan holt in der Zwischenzeit noch seinem eReader am Busbahnhof ab, der freundlicherweise von einem Fahrgast mitgenommen wurde.

    Das Abendessen wir nach zwei kleinen Entäuschungen (die beiden empfohlenen Lokale haben heute geschlossen - Diwali) doch noch etwas. Beim vorbereiten des Müslis für morgen, wird Annatina noch von einer riesigen Zirkade belästigt, die nach Absprache mit dem Hostelpersonal, die Küche behalten darf bis sich einer der Bewohner oder der Typ von der Rezeption morgen darum kümmern kann 😂
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