• Munga Taranaki und Egmont NP

    November 7, 2024 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Gipfel des Munga Taranaki hat sich in den letzten zwei Tagen nicht gezeigt, war in Wolken verhüllt. Heute morgen ist der Himmel wolkenfrei und der Berggipfel zu sehen. Wir nutzen die Gunst des Tages zu einer Wanderung im Egmont Nationalpark. Nach einer 20minütigen Fahrt erreichen wir den Einstieg zum Mangorei Track. Der Trail führt zunächst drei Kilometer durch Regenwald mit zahlreichen Farnen, Rimu-und Kamahibäumen, Orchideen und andere Epiphyten, der ab circa 750 Meter Meereshöhe übergeht in einen typischen Bergwald, der bis zur Baumgrenze von 1100 Meter reicht, wo dann alpine Sträucher und Gebüsch dominieren. Die Rimu-Harzeibe ist ein Baum aus der Familie der Steineibengewächse, die nur in Neuseeland heimisch ist. Die Kamahi-Bäume, auch Weinmannia genannt, sind ebenfalls endemische Pflanzen und die häufigsten Bäume des Landes.

    In circa 1200 Meter Höhe steht die Pouakai Hut. Ein kurzer Anstieg führt bis zur Pouakai Range. Hier überrascht uns ein grandioser Blick auf den Taranaki, den Tatangi (1336) und die gesamte Umgebung. Nur eine knappe halbe Stunde auf dem Pouakai Trail ist es bis zu den Pouakai Tarns, zwei kleine Karseen. Ruahumoko, so der Māori-Name dieser beiden Gewässer, waren bei den einheimischenStämmen „tapu“, also heilige Gewässer, vielleicht auch deshalb, weil sich in ihnen der Gipfel des Munga Taranaki spiegelt.

    Der Taranaki (früher Mount Egmont) ist ein schlafender Vulkan, der letzte Ausbruch war 1775. Der 2518 Meter hohe Berg dominiert die nach ihm benannte Halbinsel und liegt im Zentrum des Egmont Nationalparks. Er wird wegen seiner perfekten Kegelform oft mit dem Fuji verglichen. James Cook war der erste europäische Seefahrer der den Berg sichtete und taufte ihn nach einem Lord der britischen Admiralität Mount Egmont.

    Am Ende unserer heutigen Tour haben wir knapp 14 Kilometer zurückgelegt und etwa 750 Höhenmeter bewältigt.
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