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  • Day14

    Tag 14 - Dem Ziel entgegen

    September 4, 2019 in Austria ⋅ ☀️ 24 °C

    Tag 14

    Nach einer sehr erfrischend kalten Nacht hieß es für uns heute auf, zur aller letzten Etappe. Das Tagesziel in Salzburg lag nur gute 50km entfernt von unserem Nachtlager in Berchtesgaden. So hatten wir also ausreichend Zeit uns noch einmal die geschichtsträchtigen Bunkerstätten und eine Ausstellung zu Besuchen. Da der Bunkerkomplex erst gegen Ende des 2. Weltkriegs gebaut wurde waren noch nicht alle Verbindungsstollen fertig und viele auch mittlerweile nicht mehr begehbar. Daher mussten wir zwei verschiedene Zugänge nutzen um alles sehen zu können, was für einen normalen Entdecker überhaupt möglich ist. Der erste führte uns durch eine unscheinbare Touristeninformation, über eine Wendeltreppe weit in die Tiefe des Felsgesteins. Die Wände und Decken waren Weiß gekalkt. Von allen Seiten und Öffnungen drang Feuchtigkeit ein, die sich oft auf dem Boden zu größeren Fützen sammelte. Schriften in verschiedenen Sprachen direkt an der Wand oder auf Tafeln beschilderten die Flure, die Räumlichkeiten und ihre Funktion. Leider war darunter kein Altdeutsch zu finden und auch sonst, fehlte es der Anlage an Sharm. Nur leere Räume und Gänge mit weißer Farbe. Einzig das Klettern über Leiterstufen in die MG-Stellung lies etwas darüber hinweg trösten.
    Am Ausgang redeten wir noch eine längere Zeit mit dem älteren Paar welches hinter der Kasse stand. Ausführlich und mit viel Geduld versorgte uns vor allem die einheimische Frau, mit jeder Menge Hintergrundwissen über die Geschichte der Gebäude, Bunker und der US-Besatzungszeit.
    Den zweiten Eingang erreichten wir über eine Ausstellung zum Thema Holocaust und mit einer Zusammenstellung an Biographien von Hitlers engsten Vertrauten. Dieser Bereich schien technisch in besseren Zustand zu sein als der Erste. Auch hier waren Spuren zu erkennen, die auf Kampfhandlungen zurückzuführen sind. Nach dem wir erneut alle zugänglichen Bereiche erforscht haben machten wir uns auf zu unserem letzten Ziel. Wir erreichten das Casino Salzburg als einer der ersten Teams. André zog zu guter letzt noch eigenhändig unser Fenrir mit bloßer Muskelkraft durch den Park über die Ziellinie. Wir ließen uns gebührlich Feiern, bezogen Aufstellung und meldeten uns an. Wir bekamen unsere Siegesurkunde und genossen voller Stolz den Augenblick. Als wir uns mit Sekt und belegten Brötchen vom Kellner verwöhnen ließen, tauschten wir uns noch eine Weile mit den anderen Teams aus, die mittlerweile im Ziel eingetroffen sind. Da auf uns in den nächsten Tagen zuhause, unter anderen wegen der Kanuregatta viel Arbeit wartete, wollten wir auch schon wieder zeitnah abreisen. So verliesen wir mit unserem neugewonnenen Erfahrungsschatz die Veranstaltung, noch ehe die eigentliche Party gestartet hat. Auf der entspannten Autobahnfahrt haben wir die Rallye nochmal Review passieren lassen und auch teilweise sehr harte Kritik ausgetauscht. An einem Burgerking in Bayern ist uns aufgefallen, dass hier ein deutlich höherer Anteil an Frauen verschleiert zu Gast waren, als wir sonst in irgend einer muslimisch geprägten Region auf unserer Tour erlebt haben. Verwundert fuhren wir weiter zu Stefan. Die letzte Straße zu seiner Tür hat sich in den letzten Wochen in eine Baustelle verwandelt. So konnten wir also auch heute nochmal kurz vor 11 eine kleine Runde Off-Road fahren und unsere Tour beenden, wie sie begonnen hat.

    Grüße vom Team Leitwölfe Leipzig
    André & Stefan
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  • Day13

    Tag 13 - Aufstieg bei 250.000km

    September 3, 2019 in Germany ⋅ 🌙 10 °C

    Beim Erwachen im unserem Italienischen Hafen mussten wir feststellen, dass viele Sachen im Auto durchnässt wurden. Die letzte Nacht stürmten heftige Schauer über die Bucht herüber und so mussten also diese Wassermassen auch ihren Weg durch das Dachfenster ins Fahrzeuginnere gefunden haben. Wir legten also unsere Sachen zum Trocken vor dem Frühstück auf die Hafenmauer und sprangen im Anschluss hinüber, rein ins Mittelmeer. Da noch immer ein böiger Wind wehte, ließ es sich im Wasser besser aushalten als draußen. Trotz all dem Badespaß hieß es für die Leitwölfe auf zum letzten Land auf ihrer Reise. Hinter der österreichischen Grenze war es dann für Fenrir soweit. Seine erste Viertel-Million. Wir müssen hierbei erwähnen, das wir alles andere als Sicher waren das er uns so lange die Treue hält. Auch der Unfall und die anhaltenden starken Klimatischen-und Offroad-Belastungen haben nicht positiv dazu beigetragen. Trotz aller Widersachen hat er dies mit Bravour gemeistert. Um dies gebührlich festzuhalten sind wir von der Straße abgefahren und auf einem Feld mit reisenden Fluss zum Stehen gekommen. Wir dokumentierten den Tachostand mit einer Landschaftlichen Untermalung in graphischer Form. Im Anschluss entdeckten wir das der anliegende Fluss von einem nahegelegenen Wasserfall gespeist wird. Mit Stiefel und warmer Oberbekleidung bekleidet machten wir uns auf dem Weg. Über 2h lang bestiegen wir den Abhang mit seinen fallenden Wassermassen, die permanent mit einem Tösen uns unterschwellig bewusst machten auf welchen Höhen wir bereits vorgedrungen sind. Als der Pfad immer Anspruchsvoller, die Felsen steiler und der Untergrund weniger tragbar wurden meldete sich erneut Stefans Stimme der Vernunft. So verließen wir den Wasserfall seitlich in den Wald und vollzogen den Abstieg. Mitten durch Kiefer, Dornbüchen, Disteln, Brennnesseln und Ameisenstraßen. Unten angekommen nahmen wir noch ein erfrischendes Bad im eisigen Bergffluss, aßen, Atmenden noch einmal durch und machten uns auf, die letzen Kilometer des Tages zu absolvieren. Angekommen in Berchtesgaden erklommen wir über einen Forstweg den Salzberg. Wir setzten mit dem Unterboden dabei so stark auf, das es plötzlich kein vor und kein zurück mehr gab. Festgefahren auf der letzten Etappe? Nein so durfte es nicht enden. André schaltete die Sperren für das Differenzial zu und Stefan zog mit aller Kraft am Bullenfänger. Eine sicherlich interessante Szenerie zu dieser späten Stunde in diesem Luxus-Urlaubsgebiet. Bereits nach dem 2. Versuch schafften wir es dann den Karren sprichwörtlich aus den Dreck zu ziehen. Direkt danach entdeckten wir eine alte Waldhütte und bezogen Stellung für unser Nachtlager. Zum Schlusswort lässt sich sagen, das die Wasserfall-Aktion fern von jeder Vernunft war. Für André war es Aufgrund des permanenten Adrenalinausstoßes eine pure Freude. Stefan dagegen durchlebte diese als Grenzerfahrung und wird vermutlich aufgrund dessen zukünftige Entscheidungen anders Abwegen als bis dato.

    Grüße vom Team Leitwölfe Leipzig
    André & Stefan
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  • Day12

    Tag 12 - Bunkertour durch die Airbase

    September 2, 2019 in Italy ⋅ 🌧 23 °C

    Ausgeschlafen und mit einem etwas besseren Gefühl im Bauch sprangen wir aus dem Schlafsack, über die 1m hohe Keimauer direkt ins Hafenbecken. Beim Auftauchen aus diesem Fischreichen Gewässer spürten wir, wie die Lebenskraft unter den ersten Morgenstrahlen der Sonne wieder in unsere Körper einzog. Auch ein ähnliches Gefühl wie Hunger machte sich allmählich breit. Wir aßen mit Vorsicht unser Müsli und machten uns auf den Weg zu unserem ersten Zwischenziel. Unterwegs kauften wir außnahmsweise Wasser und eine Packung Zwieback. Über eine kleine unscheinbare Dorfstraße erreichten wir die Željava Air Base. Direkt am Eingang des Bunkerkomplex der ehemaligen Jugoslawischen Volksarmee entdeckten wir eine ausgeschlachtete C-47 Douglas, mit deutlich erkennbaren Einschusslöchern. Dieses alte Militär-Luftfahrzeug wirkte zwischen all den Bäumen und Sträuchern wie ein Relikt aus einer längst vergessenen Vergangenheit. Selbstverständlich machten wir uns daran, den in die Jahre gekommen Transporter gründlich zu erkunden. Sowohl zum erreichen des Cockpits und Laderaum im Inneren, als auch das Besteigen der Tragflächen und Flugzeugdecke waren Kletterfähigkeiten von Nöten. Wie es sich gehörte befestigen wir auf der bereits stark dekorierten Außenhaut einen Wolfsschutz Aufkleber. Wir waren da!
    Nach getaner Arbeit fuhren wir weiter zum Herzen der Anlage. An dieser Stelle erwähnen wir, das der Gesamte Bereich dafür bekannt ist, stark Minenbelastet zu sein. Auch eindringliche Warnschilder machten darauf immer wieder aufmerksam. Kurz vorm Ziel versperrten uns 3 Offizielle mit einem Krankenwagen den Weg. Sie versuchten uns zu überzeugen 5h später wieder zukommen, da zurzeit angeblich eine Minenräumaktion durchgeführt wird. Auch Bestechungsversuche unsererseits blieben vergebens. Doch so schnell geben wir noch lange nicht auf. Also versuchten wir die Bunkereingänge über eine andere Zufahrt zu erreichen. Ein Polizeistreife versperrte hier zunächst erneut den Weg. Als wir auf sie zukamen, fuhren sie allerdings beiseite und ließen uns passieren. An den linken Bunkereingängen standen mehrere Fahrzeuge und Personen. Ungeachtet dessen fuhren wir also einen der rechten Eingänge an. An der Form der Zufahrtstore konnten wir erkennen das diese für Kampfflugzeuge konzipiert waren. Vorsichtig tasteten wir uns mit unserem Wolf in die Höhle des Löwen, in welcher Problemlos eine Autobahn hätte Platz finden können. Drinnen war es so finster, dass das Licht förmlich geschluckt wurde. Sicht mit Fernlicht gefühlte 5m. Im Inneren hingen eingestürzte Deckenelemente aus Stahlbeton herunter, am Boden fehlten immer wieder Abdeckung der Versorgungsschächte. Beides umfuhren wir mit Sorgfalt. Nach einer ersten Abbiegung war das Tageslicht völlig verschwunden und es wurde schwieriger die Dimension von Entfernungen richtig einzuschätzen. Nach einer weiteren Abbiegung tiefer in den Fels hinein übertönte allmählich Stefan seine Stimme der Vernunft, die der Abenteuerlust. Er bewegte André dazu umzukehren, der ohne mit der Wimper zu zucken bis zum tiefsten Punkt des Bunkers vorgedrungen wäre. Zurück am Tageslicht verließen wir die Anlage über eine ewig lange, mittlerweile begrünten Landebahn. Erfreut über die Eindrücke der letzten Stunden, als auch die zurückgewonnen Lebenskraft machten wir uns weiter auf den Weg nach Slowenien. Hinter der Grenze brachte uns eine alte Burg im Fels zum Staunen. Diese nutzte den nach vorn ragenden drichterartigen Fels als Fundament und die dahinter liegende Höhle als Platz für die mittelalterliche Architektur. Auf dem Parkplatz aßen wir in der Dämmerung zu Abend. Ein kleines Kätzchen mit Glocke um den Hals leistete uns dabei Gesellschaft. Furchtlos sprang unsere Besucherin ins Auto und durchsuchte den Innenraum. Nach kurzer Zeit wurde sie fündig und verließ diesen mit unserer letzten Knacker. Wir schafften es die Diebin aufzuhalten und gaben ihr ein kleines Stück von ihrer Beute ab. Dazu stellten wir noch eine Schale mit Milch. Beides verspeiste sie genüsslich. Im Anschluss forderte sie mit einem lauten „Miaumiau“ nach mehr, doch wir ließen uns nicht weich klopfen.
    Kontrollfrei überquerten wir die Grenze zu Italien. Wir stellten unser Fahrzeug an einem Hafenbecken nördlich von Triest ab. Hier erzeugte der Wind in den metallischen Segelaufhängungen der zahlreichen ankernden Booten eine Art Melodie, welches an ein Triangel Konzert erinnern ließ. Auch die Temperatur ist mittlerweile deutlich gesunken. So gingen wir diesen Abend, bereits wieder völlig genesen zu Bett.

    Grüße vom Team Leitwölfe Leipzig
    André & Stefan
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  • Day11

    Tag 11 - Vergiftete Wölfe in Kroatien

    September 1, 2019 in Croatia ⋅ 🌙 25 °C

    So Leute, was sollen wir euch erzählen, uns hat es schwer erwischt. Stefan, hatte schon den letzten Abend mit Übelkeit zu kämpfen. Heute hat es auch noch André schwer erwischt. Wir hatten beide, trotz einen tollen Strand an der Adria direkt vor der Autotür, ernste Probleme einigermaßen in den Tag zu starten. An eine Weiterfahrt war erstmal nicht zu denken. André entschied sich noch ein paar Stunden im Auto zu schlafen, vergebens. Stefan dagegen ging seiner Lieblingsbeschäftigung nach, Sonnen im Liegestuhl und zur Abkühlung ins klare Nass. Für das Mittagessen haben wir an diesem Tag beschlossen nach langer, Zeit mal wieder was vernünftiges zu verspeisen. Wir nahmen im benachbarten Strandcafé Platz, doch abgesehen von den Getränken haben wir die restliche Bestellung stehen gelassen. Auch das Flirten der attraktiven kroatischen Bardame schaffte es nicht unsere Stimmung zu heben. Ab diesem Moment mussten wir uns eingestehen, das mit uns wirklich etwas nicht stimmen konnte. Wir grübelten über die möglichen Ursachen nach und machten schnell das abgefüllte Serbische Straßenwasser für unseren Zustand verantwortlich. Im Unterschied zu unseren vorherigen Zapfstationen kam das Wasser nicht aus einer permanent fließenden Quelle, sondern einem Hahn. Diesen haben wir nur kurz durchlaufen lassen. Auch auf eine Kostprobe verzichteten wir diesesmal. Die ersten Flaschen die wir zu uns nahmen haben wir nach dem gestrigen Box-Training mit Eiweißpulver vermischt. Daher ist uns da auch nicht gleich der seltsame Geschmack und Geruch aufgefallen. 2,5 Liter später bekamen wir also die verdiente Quittung. Ohne zu wissen wie der heutige Tag weitergehen sollte nahmen wir am Wasser Platz, die Luft war einfach raus. Stefan schaffte es nur noch mit ach und Krach auf eine Betonkonstruktion im Meer. Von hier aus wagte er sich den Sprung vom „traditionellen kroatischen 5er“ 17:00 war es dann endlich so weit. Wir beschlossen noch 300km die Küstenstraße nach Norden entlang zu Fahren, um einen besseren Ausgangspunkt für den nächsten Tag zu erreichen. Gegen 22:30 erreichten wir mit letzten Kräften diesen vorgelagerten Aufbauplatz. Ähnlich wie der letzte lag dieser, etwas unterhalb der Straße an einem kleinen Hafenbecken mit kleinen Booten. Ohne zu Essen, dafür mit Hoffnung auf Besserung gingen wir zu Bett.

    Grüße vom Team Leitwölfe Leipzig
    André & Stefan
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  • Day11

    Tag 10 - Höhlen- und Minensuche Bosnien

    September 1, 2019 in Croatia ⋅ ⛅ 21 °C

    Am neuen Morgen haben wir beschlossen, nach dem Frühstück mit der Bratze zu trainieren, welche wir bereits seit über 9 Tagen ungenutzt durch halb Europa schoffiert haben. Nach dem Auspowern, welches auch zugleich eine gefühlte Erholung für uns darstellte sprangen wir nochmals in den See und nahmen eine ausgiebige Abkühlung. Auf dem Weg nach Sarajevo überquerten wir die Grenze zu Bosnien. Bereits von Beginn an waren wir von der Landschaft sehr begeistert. Stefan führte Aufgrund der steilen und tropisch anmutenden begrünten Felsen links und rechts vom Fluss einen Vergleich mit dem Golf von Thailand an. Auf dem Weg zur Hauptstadt nahmen wir eine Straße die auf der Karte scheinbar der kürzere Weg sei, aber nicht beschildert war. Bereits zu Beginn überquerten wir eine Stahlbrücke, welche wir im ersten Moment für eine hielten, die für Fußgänger vorgesehen war. Wir fuhren durch eine Schlucht die bis jetzt alle anderen auf der Tour wortwörtlich in den Schatten stellt. Die Piste verlief entlang eines Flusses welcher beidseits von riesigen Felswänden eingeschlossen war. Immerwieder fuhren wir durch unbeleuchtete Tunnel. Aufgrund der Wandstruktur gehen wir davon aus das diese ohne Tunnelbohrer geschlagen wurden sein mussten. Um dieser einsamen abenteuerlichen Route noch die Krone aufzusetzen, endete unser Weg vorerst an einer Brücke, die in der Mitte eingeknickt war. Die eingestürzte Brücke lag also im Fluss, welchen wir glücklicherweise auf einen kleinen weg seitlich überqueren konnten. In Sarajevo angekommen hielten wir Ausschau nach einem geeigneten Parkplatz. Auf der Suche danach fuhr uns eine Frau mit ihrem Weißen Audi gegen die hintere Stoßstange und drängte und dabei ab . Die einheimische tobte und hupte wie verrückt in ihrem Auto. Im Anschluss begann sie Fahrerflucht und wir konnten im Augenwinkel noch erkennen das ihre Front stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Unser Fenrir dagegen hat an seiner Stahlstoßstange nur einen Kratzer davon getragen. Wir fanden ein Café mit ausreichend großen Parkplätzen vor der Tür und Wifi. So konnten wir uns kurz entspannen und unseren Blog aktualisieren. Wir Verliesen die Hauptstadt Richtung Kroatien. Dabei überquerten wir eine Gebirgskette um Lukomir, welche uns den Atem verschlug, auch Fenrir, da wir Mittlerweile eine beachtliche Höhe erreichten und die Luft dünner wurde. Pisten die nur noch mit Allrad bewältigt werden konnten und die wir förmlich geklettert sind, führten uns entlang dieser Karken Landschaft immer wieder durch Bergdörfer, bei welchen der Islam scheinbar sehr traditionell ausgelebt wird. Abseits der Routen vollzogen wir eine kleine „EOD“-Ausbildung, Sicher ist Sicher!
    Überwältigt von den Strecken des Tages überquerten wir die Grenze nach Kroatien. Völlig erschöpft fuhren wir noch ein gutes Stück an der Küste entlang auf der Suche nach einem geeigneten Nachtlager. In einer Bucht mit Kiesstrand wurden wir fündig und gingen zu Bett.

    Grüße vom Team Leitwölfe Leipzig
    André & Stefan
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  • Day9

    Tag 9 - Gastfreundschaft im Kosovo

    August 30, 2019 in Serbia ⋅ ⛅ 19 °C

    Da wir unser gewähltes Nachtlager für Frühstück als ungeeignet einstuften, machten wir uns auf dem Weg nach Prizren und hielten unterwegs nach einer besseren Stelle Ausschau. Nach wenigen Kilometern wurden wir breites fündig. Ein Fluss abseits der Straße mit sauberen Wasser und befestigten Platz für Stühle und Fahrzeug. Nach dem einnehmen unserer Mahlzeit, prüften wir unsere Vorräte und beschlossen einen Einkauf einzuplanen. Leider mussten wir feststellen, das die Wasserqualität mittlerweile deutlich nachgelassen hat, auch allerhand Müll bahnte sich Flussabwärts seinen Weg. Da zusätzlich die Fliesgeschwindigkeit merklich zugenommen hat, vermuteten wir weiter oben eine Schleusenöffnung. Trotz leichten wiederwillen wollten wir aufs Bad nicht verzichten. Wir führten also unsere Hygiene in einem kleinen Nebenbecken durch. In Prizren angekommen, zeigte André sein ehemaliges Einsatzgebiet Stefan. Er zeigte dabei auf die unzähligen neugebauten Gebäude und erklärte das dies alles hier vor 10 Jahren noch ganz anders ausgesehen habe. Auch die Orientierung zum NATO-Camp verlief dadurch schwieriger als erwartet. Schließlich haben wir es doch entdeckt und bezogen auf dem Bergrücken des Lagers Stellung. Wie wir erfahren haben, sind hier keine Bundeswehrsoldaten mehr Stationiert. André erklärte auch hier, die unübersehbaren Veränderungen und berichtete von seinen Leben und Dienst während seines Einsatzes. Wir machten uns über eine lange Staubpiste auf Richtung Airfield und weiter nach Montenegro. Unterwegs kamen wir einer Tankstelle vorbei, die Super für 1,13€ anbot. Wir tankten also voll und kamen mit dem Tankwart, einen um die 20 Jahre alten Kosovo-Albaner ins Gespräch. Nach begleichen der Rechnung lud er uns auf Getränke freier Wahl ein. Wir nahmen im Café-Ausensitz Platz. Auch 3 weiter Angestellte gesselten sich zu uns. Den Großteil des über 2h Gesprächs kommunizierten wir auf englisch, meist auch Zielführende. Einer der männlichen Angestellten sprach auch etwas deutsch, da er einen Kurs belegt hat. Die weibliche Verkäuferin sogar fließend, da sie in Deutschland gelebt hat, bis sie im Alter von 8 Jahren mit ihrer Familie das Land verlassen musste. Wir redeten über das Leben in Kosovo, die Sicherheitslage und liesen uns ihre Sicht auf den Krieg und Serbien ausführlich erklären. Gesprächsaufklärung mit der einheimischen Bevölkerung wie damals. Der Tankwart bekleidete uns zum benachbarten Supermarkt. Im Anschluss bat uns unser neuer Freund noch an, uns zu einem nahen gelegen Ort mit Wasserfall nach seiner Schicht begleiten zu wollen. Inzwischen war es kurz vor 1800, etliche Kilometer und noch 2 Grenzüberquerungen lagen noch vor uns.
    Nach kritischem Blick auf die Uhr und herzlicher Verabschiedung machten wir uns mit einem guten Gefühl weiter. Wir durchquerten ohne besonderes Erlebnis Montenegro und erreichten einen großen abgelegen Waldsee in Serbien. Die Stelle am Ufer war inmitten der Natur und perfekt für uns geeignet. Bereits beim Aufbau des Lagers bemerkten wir immer wieder ein Rascheln im Gebüsch. Nach Einnahme unserer Konservenmahlzeit gingen wir zu Bett.
    Wir sind sehr dankbar darüber, dass die viele Mühen in den letzten Jahren dieses Land Frieden zu bringen Früchte tragen. Die Sicherheitslage lässt es Heute zu, die Gastfreundlichkeit der Einheimischen und die Landschaft bei einer Reise kennenzulernen, was am Anfang dieses Jahrzehnts noch alles andere als für selbstverständlich galt.

    Grüße vom Team Leitwölfe Leipzig
    André & Stefan
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  • Day9

    Wolfsschutz 3 - Merkmale und Wesen

    August 30, 2019 in Montenegro ⋅ ⛅ 19 °C

    Da der Hund vom Wolf abstammt weisen beide ähnliche Merkmale auf. Erkennen kann man den europäischen Wolf an seinem grauen Fell mit farblichen Einschlag auf dem Rücken und ein meist abgesetzten Sattelfleck. Im Vergleich mit dem besten Freund des Menschens, weist er ein sehr breiten Kopf auf, welcher hell um die Schnauze abgesetzt ist. Weitere besondere Merkmale sind seine schwarze Schwanzspitze und seine Gangart, das Schnüren. Hierbei treten Markant die Hinterpfoten (7-9cm) in die Fußstapfen der Vorderpfoten (8-10cm). Wölfe sind wie die meisten Jäger nachtaktiv. Auf der Suche nach einem Beutetier sind sie bis zu 50km unterwegs. Menschen stehen nicht auf ihrer Speisekarte, da diese eine zu große Bedrohung darstellen. Sollte man doch einmal einem Wolf begegnen ist folgendes zu beachten: Abstand halten, ruhig verhalten, nicht weg rennen. Wölfe fliehen nicht panisch, sie verschaffen sich einen Überblick über die Situation und ziehen sich dann meist langsam zurück. Sollte er wiedererwarten aus Neugier folgen sollte man ihm den nötigen Respekt entgegen bringen. Bestimmendes Auftreten, sich groß aufbauen, laute Geräusche, Stimmen und ein Wurf in seine Richtung werden als Einschüchterung empfohlen um den Wolf zum Abdrehen zu bewegen.
    Falls der Wolf sich am Riss befindet ist er dabei unter keinen Umständen zu stören. Wie die Leitwölfe an der bulgarischen Grenze kann er dabei sehr empfindlich reagieren, wenn sich etwas seiner erlegten Beute in den Weg stellt.
    Der wohl erzogene Wolf ist kein Lamm. Mit Respekt, Verstand und kühlem Kopf ist ein zusammen Leben von Mensch und Tier möglich.

    Grüße vom Team Leitwölfe Leipzig
    André & Stefan
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  • Day8

    Tag 8 - Freunde & Marsch Richtung Kosovo

    August 29, 2019 in Kosovo ⋅ ⛅ 21 °C

    Nach einer kurzen Nacht am Strand, aßen wir gemeinsam mit Sasha & Jule zu Frühstück und genossen das kühle Nass der Adria. André führte Sasha noch unseren Fenrir in einer kleinen Geländerunde vor.
    Dieser schien hellauf begeistert. Noch vor der Abfahrt versorgten unsere Freunde uns mit Bananen und Melone. Vielen Dank dafür und die schöne Zeit mit euch.
    Auf dem Weg zurück nach Nord-Mazedonien beschlossen wir dieses Mal, die Grenze weiter nördlich zu passieren. Die Strecke dorthin führte, zu unserer großen Freude über eine lange Schotterpiste entlang einer Gebirgskette durch abgelegene Bergdörfer. Die Landschaft schien, genau wie der Spaß auf dieser Off-Road Strecke endlos zu scheinen. Wie bereits in den letzten Tagen stießen wir auch hier auf Bergquellen und Tierherden. Unser Weg führte uns weiter über eine Autobahn, die sich noch im Bau befand doch bereits von der einheimischen Bevölkerung genutzt wurde. Abgesehen von Auf- und Abfahrten, Leitplanke und Asphalt war alles vorhanden was wir für diese Abkürzung benötigten. Da dies wahrscheinlich bereits unser 10. Grenzübergang war, gingen wir die Sache mittlerweile ziemlich locker an. Bekleidet nur mit Schuhen, kurzer Hose und Sonnbrille machten wir mit unserem Sandigen Gefährt vermutlich einen etwas speziellen Eindruck auf die Diensthabenden Grenzbeamten. So erklärten wir uns zumindest die Frage, ob wir Marijuana konsumieren. Was für eine Frechheit, wir sind Rallyefahrer. Wir beneinten die Frage und durften passieren. Na also, geht doch. Von Nord-Mazedonien aus überquerten wir die Grenze zu Kosovo, um André einen großen Lebenswunsch zu erfüllen. Als er vor 10 Jahren mehrfach als Bundeswehrsoldat hier im Einsatz war und die Sicherheitslage noch alles andere als sicher war, schwur André sich eines Tages zurück zukommen. Bereits an der Grenze wurden wir erstaunlich freundlich behandelt. Da Kosovo nicht in unserer KFZ-Versicherung eingeschlossen ist, kauften wir eine vor Ort. Auch ein Aufkleber für unser Auto war als Begrüßungsgeschenk dabei. Da später noch Serbien auf dem Plan steht, haben wir beschlossen diesen erst später anzubringen, um so Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. Auf der Suche nach einem Nachtlager blieben wir diesmal, aufgrund der Minenlage, ausnahmsweise in der Nähe fester Wege und wurden auch bald fündig. Stark erschöpft von den letzten kurzen Nächten, gingen wir diesen Abend bereits 23Uhr ohne Essen zu Bett.

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  • Day7

    Tag 7 - Fenrir im Grenzbereich Albaniens

    August 28, 2019 in Albania ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach einer mückensummend begleiteten Nacht vollziehten wir unsere übliche Morgenroutine: Baden, Frühstück, Abbau, erneutes Baden. Beim verlassen unseres Südlichen Wendepunktes dieser Tour machten wir uns auf nach Albanien. Auf Suche einer historischen Ausgrabungsstätte in Griechenland wurden wir am Straßenrand von einem Jogger gewarnt. Er versuchte uns klar zu machen, das wir auf Bären treffen könnten. Falls wir einem begegnen, sollten wir wegspringen sonst frisst er uns. Ok, auf ins Auto, dem Bergpfad entlang und auf zur Bärensuche. Nach über 1h Offroad ohne Sichtung stellten wir fest, Bären haben Angst vor Leitwölfen.
    Nach einem spontanen Treffen mit einem weiteren Team an der Grenze zu Albanien, tauschten wir kurz die Ereignisse der letzten Tage aus. Doch schon an der nächsten Offroad-Piste trennten sich die Wege erneut. Unsere Strecke führte über ein ewig langen, nur minimal befestigten Weg zu einem kleinen Dorf am Prespasee, welcher mit seinem unglaublichen Erscheinung mehr als einmal uns die Sprache verschlug. Im Ort selbst angekommen erinnerte uns der Anblick an die typische Filmszenen über den Krieg in Jugoslawien. Auch das Bewerfen unseres Autos mit Dreck durch einen Jungen und das aggressiv wahrgenommene Verhalten der Einwohner verstärkten diese Szenarie noch weiterhin. Wir wollten das Dorf entlang der Küste Verlassen. Doch auch der volle Einsatz von Stefan beim Räumen von Felsblöcken verzögerten das unausweichliche Ende der Straße nur weiter hinaus. Wir wendeten Fenrir über den Berghang und durchquerten unser Lieblingsort erneut. Eine für Mensch und Maschine Anspruchsvolle Bergserpentine hinter dem Grenzübergang zu Nordmazedonien führte uns durch den „Galicicia-Nationalpark“. Von hier aus fuhren wir entlang der Ostküste des Ohridsees, welcher den größten in Südosteuropa darstellt. Erneuten überquerten wir die Grenze zu Albanien. In der Stadt Durres gerieten wir in unsere erste Polizeikontrolle. Wir erklärten wer wir sind, woher wir kommen und was wir wollen. Bei der Antwort: „I don‘t unterstand camping“ gerieten wir, leicht ermüdet ins Schlingern. Denn inzwischen war es bereits kurz nach 2Uhr. Sie ließen uns passieren doch bereits 500m weiter würden wir erneut durch 2 Beamte am Kreisverkehr angehalten. Doch diesmal wurden wir gefragt, ob wir ihnen an einen abgelegenen Strand folgen können um ein Polizeiauto aus dem Sand zu ziehen. Da die beiden Polizisten in einem landestypischem alten Benz einstiegen und wir bereits zuvor angehalten wurden, vermuteten wir einen möglichen Hinterhalt. Trotz dessen folgten wir mit mulmigen Gefühlen. Am Strand angekommen entdeckten wir das Fahrzeug. Es war bis zur Stoßstange im Sand eingefahren. Wir montierten das Abschleppseil und schalteten Allrad mit Differentialsperre zu. Obwohl auch unser Fenrir im Sand stand, war es für ihm ein Kinderspiel. Die Beamten bedankten und erkundigten sich, ob wir etwas benötigen. Wir fuhren zum nächsten Markt und erhielten zu unseren gewünschten 14L Wasser zusätzlich 2 Bier als Gegenleistung. Am Strand angetroffen fanden wir das Fahrzeug unserer Freunde Jule & Sascha mit denen uns wir bereits zuvor verabredet haben. Da es bereits 0300Uhr war, überlegten wir uns einen kleinen Spaß für die beiden. Wir klopften und wiederholten mehrfach das Wort „Policia“ Nach dieser freundlichen Begrüßung und einem kurzen Wortwechsel, schlugen wir unser Lager auf, aßen zu Abend und gingen zu Bett.

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  • Day7

    Wolfsschutz 2 - Das Rudelleben

    August 28, 2019 in Macedonia ⋅ ⛅ 21 °C

    Ähnlich wie unsre am Vortag angetroffenen „Wildhundegangs“ in Rumänien besteht das Wolfsrudel, aus einem Elternpaar und Welpen des aktuellen und Vorjahres. Das Elternpaar setzt sich hierbei konservativ aus einem männlichen und weiblichen Part zusammen.
    Je nach Nahrungsangebot des zugehörigen Reviers, welche gegen Eindringen fremder Wölfe verteidigt wird, leben im Rudel 5 bis 10 Wölfe.
    Die Jungtiere wandern mit Erreichen der Geschlechtsreife im 2. Lebensjahr ab. Auf der Suche nach einem geeigneten Partner und neuem Revier streifen diese oft über mehrere 100km. Dieses Revier hat eine Größe von bis zu 300qkm und wird mit Duftmarken, Kot und dem typischen Rudelheulen abgegrenzt.
    Ahuuuuuuuu
    Welches auch zum stärken der Familiärenbindung führt.
    Sämtliche Aktivitäten werden stets zusammen verbracht. Dazu zählen Spielen, Ruhen, Jagen und Fressen. Für letzteres stehen Rotwild, Schweine, Klein-Feldtiere, Huftiere und Vögel auf der Speisekarte. Im Herbst manchmal auch ganz im aktuellen Trend Vegetarische Nahrung. Im Gegensatz der allgemeinen Meinung kommt es innerhalb eines Wolfsrudels in freier Wildbahn nicht zu Machtkämpfen.
    Hierbei unterscheiden sie sich deutlich vom menschlichen Wolfsrudel.

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