• Etosha Tag 3

    April 9, 2021 in Namibia ⋅ ☀️ 27 °C

    Ausgeschlafen und Munter machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zurück in Richtung Osten.
    Da wir am ersten Tag nur die Fishers Pan erkundet haben wollen wir heute noch diverse andere Straßen im Nordosten des Parks abfahren. Zuvor haben wir hier schon viele Tiere gesehen und hoffen jetzt natürlich, an den Erfolg von unser gestrigen Löwensichtung anzuknöpfen.
    Wir lassen den Tag Revue passieren und beschließen, auf direktem Weg nach Namutoni zu fahren und die dazwischenliegenden Seitenwege auf dem Rückweg abzuarbeiten als wir mit lockeren 90 km/h von einem Touri-Bus überholte werden. Maximale Geschwindigkeit im Park sind 60 km/h und das wird auch regelmäßig von Rangern geprüft, die hier unterwegs sind. Ich ärgere mich noch über die waghalsige Fahrweise als uns auffällt, dass der Bus zu einer Ansammlung weiterer Autos fährt. Da muss was sein.
    Die Oberste Regel: Wo viele Autos sind, da gibt‘s was zu sehen - Also nichts wie hinterher!
    Wir reihen uns in die Schlange an wartenden Autos ein, Der Weg ist gerade einmal so breit, dass ein Auto an einem Tier vorbei passt. Entsprechend interessant wird es, als uns auch noch der erste Geländewagen entgegen kommt. Ich weiche aus, der Geländewagen ebenfalls. Er hält aber auf unserer Höhe und lässt das Fenster runter. Ein offensichtlich ortskundiger Einheimischer erklärt uns, dass ein Löwenrudel in der Nacht gejagt hat und sich am frühen Morgen zum naheliegenden Wasserloch begeben hat. Dort liegen die Löwinnen unter einem Strauch, der ca. 100 Meter von der Straße entfernt ist. Der Löwe liegt direkt unter einem Baum am Straßenrand und döst.
    Unfassbar, was wir für ein Glück haben.
    Noch sind wir nicht auf Höhe des Löwen aber wir nähren uns. Als schließlich einige Autos und der Bus gewendet haben können auch wir uns dem Prachtexemplar nähren.
    Desinteressiert liegt er da, der König des Tierreichs, und hebt seine Nase in den Wind. Er schaut uns müde an, gähnt, dann dreht er den Kopf wieder auf die Seite und döst weiter.
    Wir können ausgiebig Bilder aus allen wünschenswerten Winkeln schießen. Der Löwe scheint die Aufmerksamkeit der Autos und ihrer Insassen regelrecht zu genießen und dreht und wendet sich im Liegen und bietet uns eine Pose nach der Anderen, bis wir schließlich weiter fahren um die Löwinnen zu bestaunen.
    Sie liegen unter einem schattigen Busch nahe eines Wasserlochs und dösen ebenfalls.
    Erst später fällt uns auf, dass eine verängstigte Zebraherde versucht, sich dem Wasserloch zu nähren. Aufgeregt tribbeln sie hin und her und starren die Löwinnen an. Ein mutiges Zebra geht voraus und nährt sich einige Meter dem Dümpel an, um die Laune der schläfrigen Katzen auszukundschaften. Doch diese verteidigen ihr Wasser. Eine Löwin richtet sich auf, faucht und das Zebra trabt zurück in seine Herde. Verrichteter Dinge legt sie sich zurück in den Schatten.

    Auch wir haben genügend Bildmaterial gesammelt und treten die weitere Reise an.
    Wir finden im Laufe des Tages noch einige Herden unterschiedlichster Tiere und sogar drei Elefanten. Einen erwischen wir gerade rechtzeitig zu seinem Schlammbad.
    Da sich der Tag schon wieder dem Ende zuneigt begeben wir uns auf die Rückfahrt.
    Noch ein typisches Touristen-Bild vom Etosha Aussichtspunkt, bei dem man mehrere hundert Meter in die Salzpfanne fahren kann und dann geht es auch schon wieder zum Gate.

    Wir lassen den Tag mit einer Flasche Rotwein am hauseigenen Wasserloch ausklingen. Passend zum Sonnenuntergang kommt eine Herde Impalas an die Tränke und verschönert unsere Aussicht.
    Ein erfolgreicher Tag neigt sich dem Ende zu
    Read more