Vom Grauen ins Grüne
May 18, 2024 in Portugal ⋅ ☁️ 15 °C
Ein Tag in der Großstadt hat uns gereicht, jetzt ist Natur angesagt. Nachdem wir immer wieder hin- und her geschwankt sind, entscheiden wir uns letztendlich doch dafür noch einen Abstecher in den Nationalpark Peneda-Gerês zu machen, bevor wir von Portugal nach Spanien weiterziehen. Auf dem Weg dorthin legen wir noch einen kleinen Umweg ein und fahren nach Viana do Castelo. Die dortige Basilika soll super schön sein und liegt imposant auf einem Hügel über der Stadt mit blauem Meer im Hintergrund. So imposant, dass sie es aufs Titelbild unseres Reiseführers geschafft hat. Und diesen Anblick würde vor allem Nina sehr gerne genießen.
Am Morgen machen wir also erstmal gemütlich, um dann Tildas erstes Schläfchen für die Fahrt und das vorhergesagte Gutwetter-Fenster am Mittag für die Besichtigung zu nutzen.
Nur ist von gutem Wetter leider nichts zu sehen als wir in Viana ankommen. Statt grandioser Aussicht sehen wir also vor allem tiefhängende Wolken und die angebliche Besucherterrasse, von der aus man "eine der schönsten Ausblicke Portugals" genießen kann ist leider auch nirgendwo zu finden. Naja, immerhin sind wir mit der längsten und steilsten Standseilbahn Portugals gefahren (mittelmäßig spannend). Wir laufen noch kurz durch die Altstadt, dann kehren wir zum Auto zurück und stellen dabei fest, dass das in unseren fast fünf Wochen Reise der erste Ausflug ist, der sich wirklich nicht gelohnt hat. Vielleicht gehört das auch mal dazu.
Nun fahren wir weiter zum Campingplatz "Lima Escape" am Rande des Nationalparks. Dort warten auch bereits Isi, Viktor und Zoe auf uns, denen wir dieses Mal gefolgt sind (und die allerdings gerade leider krank sind, so dass wir blöderweise auf Abstand gehen müssen).
Und größer könnte der Kontrast zum Morgen kaum sein. Statt Betonmauer und Wohnblöcke gibt's hier jede Menge Grün und einen wunderschönen Ausblick auf den See.
Nur ruhig ist es hier leider auch nicht. Als wir ankommen tönt laute Beschallung über den gesamten Platz und sorgt bei uns für leichte Verwirrung. Dann erfahren wir, dass die Ursache dafür ein Fest ist, das im Ort oberhalb des Campingplatzes stattfindet. Was genau die da treiben wissen wir nicht so genau. Erst läuft stundenlang die gleiche unfassbar laute Musik vom Band, dann spielt eine Band, was nahtlos in einen Gottesdienst und Kirchenchöre übergeht (bis 11 Uhr nachts). Und dazwischen gibt's immer wieder Kanonenschüsse und um halb 1 dann noch ein Feuerwerk, das das gesamte Tal zum Beben bringt. Leicht skurilles Setting so gefühlt mitten in der Wildnis...Read more







