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  • Day11

    Safari Time

    July 15 in Tanzania ⋅ ☁️ 9 °C

    Da Reisen ausserhalb Schengen bisschen umständlich geworden ist, sind wir gezwungen worden noch zwei Tage Safari einzulegen. Einer eher im Busch der andere im legendären Ngorogoro Krater südlich der Serengeti.

    Zum Tierli schauen ein absoluter Hotspot. Bei der 3 stündigen Fahrt von Moshi nach Karatu erleben wir einmal mehr das Treiben in den Afrikanischen Käffer, waghalsige Überholmanöver, mit Maisstroh vollgepackte Töffs sowie qualmende und leicht lodernfe Müllhaufen neben den Blechhütten. Auch das ist Mama Afrika, nicht nur Viecher und Berge.

    Am ersten Tag tauft uns unser Guide Michael "Lucky Team". Immerhin erblicken wir nach langem herumkurven ein Leopard dösend elegant auf ein Baum wie im Bilderbuch.

    Nach einigen räubergeschichten von unserem Guide über "Jumping Lions" starten wir nach einer Nacht in der Karatu Simba Lodge in Richtung Ngorogoro Krater. 250km2 Fläche wo die Tiere mit einem 600m hohen natürlichen Kraterrand in Schach gehalten werden. Ein Zebra hier ein Wasserbüffel da und schon bei der Einfahrt zum Kraterboden ein Dreiergespann schläfriger Löwen. "Lucky Team" eben. Nach etwa einer Stunde fehlt nur noch einer der Big Five. Das Nashorn. 36 Stück soll es im Ngorogoro Krater geben, zeigen wollte sich wegen dem kühlen Wind keines. Mit 4 von 5 BigFives und gefühlten 2000 Zebras und Gnus fahren wir zurück nach Arusha um am nächsten Tag via Addis Abeba und Frankfurt nach Hause zu fliegen. Dem Kili winken wir zum Schluss noch vom Flugi aus zu - Herrlicher Abschluss.

    Lets go Home...
    Liebe Grüsse aus Addis Abeba!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day9

    Horombo Camp, Marangu Gate & Porter

    July 13 in Tanzania ⋅ ⛅ 18 °C

    Ohne lange zu trödeln oder ein Power Nap einzulegen, geht es gleich nochmals 1000hm zu Fuss runter. Wir durchqueren wieder die Alpine Wüste zwischen Kibo und Mawenzi.

    Alex der Support Porter welcher uns auf den Gipfel begleitet hat, überholt uns Jambo grüssend mit 15kg auf dem Kopf und paar weiteren am Rücken im Eiltempo.
    Er trägt eine zu lange violette Ziener Regenhose, Turnschuhe ohne Profil und kommt eher schlaksig daher. Gruss an alle Outdoor Berater die für Tragsysteme und andere HighTech Gadges predigen.

    Sein Pensum rund um den Gipfeltag:
    Abbau des Mawenzi Camp
    Transport von Material zum Kibo Camp
    Aufbau Kibo Camp
    Aufstieg zum Gipfel
    Abstieg zum Kibo Camp
    Abbau Kibo Camp
    Transport von Material zum Horombo Camp
    Aufbau Horombo Camp

    Die Porter welche am Gipfeltag mit auf den Gipfel steigen melden sich freiwillig. Der Lohn bleibt gleich.
    Sowieso kriegen alle Porter den selben Lohn für ihre Arbeit. Lediglich wir als Kunden können mit zusätzlichem Trinkgeld oder nützlichen Geschenken etwas für deren extra Dienste beisteuern.

    Die Arbeit der Dschaggas, so heisst das Volk der Porter welches rund um den Kilimanjaro lebt, ist hart. Umso mehr spürt man ihren Stolz und der Wert ihrer Arbeit wird unter allen Einheimischen und Gästen hoch anerkannt.

    Für die Guides und Porter war dies vorerst die letzte Tour. Wann und wie es weiter geht wissen sie nicht. Jedenfalls war ihr Engagement und ihre Wertschätzung gegenüber uns sehr hoch und man spürte trotz der unsicheren Situation ihre Freude an der Arbeit und ihre Leidenschaft für die Berge.

    Wir selber legen uns nach einem langen Weg abwärts via CocaCola Route über ausgewaschene Pfade die eher an ein Flussbett erinnern, für einen tiefen Power Nap im Hormbo Camp nieder und träumen von der Besteigung eines "Seven Summit".

    Der letzte Tag. Wir verabschieden uns von der Crew, schiessen paar Fotos und das Trinkgeld wird von den Guides in schon fast zeremonieller Weise fair an alle verteilt. Am Weg durch den Regenwald und weiteren tausend Höhenmeter abwärts werden wir wieder von Familie Colobus und anderen Viechern gegrüsst. Etwas mehr als 24h ist es her als wir auf dem mit Schnee bedecktem Gipfel standen, jetzt sind wir im Regenwald - Das macht den Kili aus.

    Schlussendlich stellt der Park Ranger nach etwas Bürokratie am Marangu Gate ein Zertifikat über unsere erfolgreiche Kili Besteigung aus. Stolz übergibt uns Jonas die Bescheinigung wärend der Verabschiedung bei der Lodge in Moshi.

    Wir feiern mit Wein und Bier aus Tansania! Schön und einzigartig einsam war es.
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  • Day8

    Uhuru Peak

    July 12 in Tanzania ⋅ ⛅ 4 °C

    23 Uhr, der Schlafrythmus ist etwas durcheinander geraten. Wir packen uns ein und den Rücksack mit Tee und Verpflegung voll.

    Im Essenzelt stehen Popcorn und Ingwertee bereit. Ingwertee.... Naja, gut gegen Höhenkrankheit und eine Tasse wird nicht schaden, der Rest versickert im Boden und wird mit Früchtetee ersetzt. Mit Strinlampe montiert stellen wir uns hinter Jonas gemäss Befehl in Lemmingmanier auf. Sophie, Nicole, Andre, Thomas, Joshua und Alex der Porter der für "alle Fälle" die Guides unterstützt, sind bereit für die letzten 1100hm.

    Zuerst flach über ein Kiesweg steigen wir zirka 100m/30minuten in langen Kurven auf. Es ist tatsächlich arschkalt und wir, die Schweizer die sich Schnee und Eis gewohnt sind, merken das Jonas recht hatte. Daunenjacke und Daunenfäustlinge sind/wären bei diesem Tempo das A und O. Wegen der Kälte möchte man zwar schneller gehen, wegen der Höhe ist aber immer noch Pole Pole angesagt. Niemand von uns schwitzt oder kommt ausser Atem. Jedoch aber haben alle kalt. Sei es an den Händen, Füssen oder gar am Körper. Unser Guide hat ein gutes Gespür für die Pausen und langsam aber stetig nähern wir uns der 5000m Marke.

    Ab zirka 5200m steigen wir in engen, rutschigen und endlosen zickzack Serpentinen dem Gilmans Point entgegen. Wer in guter konditioneller Verfassung ist, muss sich eher in Geduld und Meditation, als Husten und Keuchen üben. Unterdessen sind sogar Neopren geschützte Camelbag Schläuche gefroren und sämtliche Riegel steinhart.

    Über paar einfache Steinblöcke und Stufen erreichen wir um 05:00 Uhr nach der Zickzack Passage den Gilmans Point am Kraterrand. Wer hier landet, schafft es auf den Gipfel. Und noch besser: wir stellen fest, dass wir immer noch alleine! sind.
    Vom Gilmans Point folgt man dem Kraterrand oder eher Grat, in etwa einer Stunde dem Gipfel entgegen. Normalerweise einfach zu finden, ohne Spuren und mit Schnee wird die Spürnase unseres Guides noch etwas gefordert. Wüsste man nicht wo man ist, könnte man meinen auf einer Hochtour zwischen vergletscherten Gipfeln zu sein. Aber nein, es ist "nur" ein Berg und ein Krater in Afrika, jefoch mit extrem eindrücklichen Dimensionen.

    Auf den letzten Metern zeigt sich die Sonne und ein Schotte der mit seinem Guide bereits im Abstieg ist. Uns soll es recht sein. Wir alle erreichen pünktlich und in blendender Verfassung zum Sonnenaufgang den Uhuru Peak und können das Dach Afrikas in vollen Zügen auf 5895m geniessen. Bei solchen Momenten in den Bergen kann sich keiner eine Träne verkneifen. Normalerweise steht hier eine Kolone wie am Skilift, wo man für das berühmte Gipfelfoto 20 Minuten anstehen muss.

    Bei diesen Postkarten Sujets wird jeder zum Starfotograf. Es werden solange Fotos geschossen und geposed bis die Apparate glühen und Jonas zum Abstieg mahnt. Leicht geflasht steigen wir zum Stella Point ab, wo wir feststellen, dass wir vergessen haben mit Gipfel Schnaps anzustossen. Wir holen dies mit Guides und Porter nach, bis der Flachmann leer ist.

    Das steile Kiesbett wo wir im Zickzack hoch sind, surfen wir in grossen Schritten runter: "Kilimanjaro Skiing". In nur anderthalb Stunden laufen wir im Kibo Hut Camp zum Brunch ein.
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  • Day7

    Kibo Hut Camp

    July 11 in Tanzania ⋅ ⛅ 5 °C

    Nach einem Zwischenhalt im Mawenzi Camp, welches im toten Krater des gleichnamigen Vulkans auf 4300m liegt, machen wir uns auf den Weg zum Kibo Hut Camp. Zuvor legen wir vor dem Nachtessen zur Akklimatisation und Globotrek- Fotosession einen kurzen Hike auf 4444m hin.

    Bei mir selber machen sich trotzdem leichte Übelkeit und Kopfschmerzen nach dem Essen bemerkbar. Alles halb so wild, nach langem traumfreien Schlaf und kitschigem Sonnenaufgang ist alles verflogen und wir brechen in Richtung Kibo Hut Camp auf. Eigentlich sollte unser Aufstieg via das weiter entfernte und etwas einsamere School Hut Camp erfolgen. Da auch andere Routen (z.B. CocaCola) für die letzte Etappe via Kibo Camp verlaufen, ist es hier normalerweise eher voll und ungemütlich. Glücklicherweise sind wir immer noch alleine untwerwegs und können uns den Umweg zur School Hut sparen.

    Höhenmeter mässig haben wir es mit flach ausgelegten 600hm über 9km zu tun. Der eindrückliche, jedoch monotone Weg durchs "Alpine Desert" zwischen Mt. Mawenzi und Kibo Camp, zieht sich unendlich "langsam" dahin - Pole Pole.

    Im Camp stehen unsere Zelte zwischen den Hütten des teilweise komplett erneuerten Kibo Camps bereit. Lunchtime ist angesagt und da ab Mitternacht die Schlussetappe ansteht, verschreibt uns Jonas nach dem Lunch Bettruhe bis um 17 Uhr.

    Nach dem Pasta Dinner und zig Liter Wasser besprechen wir den Schlussanstieg mit Jonas und Assistant Guide Joshua. Es folgen paar Tipps zum Aufsteig auf 5985m. Immer wieder betonen die beiden, dass wir zwei paar Socken und Handschuhe anziehen sollen. Kopfweh und Erbrechen seien auf dieser Höhe absolut normal.
    Zudem sind beide auch ohne Pulsmessung sehr optimistisch, dass wir es pünktlich in etwa 6h auf den Gipfel schaffen. Unser Traum vom Dach Afrikas soll wahr werden, dass sei ihre Motivation. Auch unser "Hostess" Elisha (trägt eine Team Canada Mütze) ist zuversichtlich. Wer in den beiden letzten Camps noch soviel isst wie wir, schafft es auf den Gipfel.

    Wir selber fühlen uns alle pudelwohl und gesund. Sind weder Höhenkrank noch haben wir Blatere an den Füssen.
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  • Day5

    Kikelewa

    July 9 in Tanzania ⋅ ⛅ 8 °C

    Im Simba Camp gestern Abend nach dem Update: Unser Guide überlässt nichts dem Zufall. In wissenschaftlicher Manier zückt Jonas ein Biox und Formulare um den Sauerstoffgehalt und Puls unserer Truppe zu messen. Wir wären zwar eher in Bierstimming und auch erst auf 2700müm, finden die Messung aber unterhaltsam und Bier gibt es sowieso keins. Nicole gewinnt den Puls Contest locker mit schläfrigen 54 😴.

    Der Koch, Namens Pantaleon - ein lustiger, leidenschaftlicher Kärli. Trägt jeden Tag ein anderes Kochtenu. Das Abendessen ist schlichtweg grossartig und lässt keine Wünsche offen. Alles frisch vom Markt in Moshi, viel Gemüse, Pasta, Gurkensuppe, Fleisch. Zum Frühstück Porridge, Omelette, Eier, frische Papayas. Bei unserem Hike zum Kikelewa Camp gab es nicht wie für uns Schweizer gewohnt Sandwich und Riegel zum z'Mittag, sondern Chicken mit Häpere, Gemüse und Wassermelone zum Dessert - alles mit gedecktem Tisch.

    Der Kili selber zeigte sich zuerst von seiner schönsten Seite und verschwand anschliessend scheu wieder in den Wolken. Der Weg hinauf entspricht einem von Zivilschützler hergerichteten "gelbenWanderweg" worauf sich die 12km und 1000hm Pole Pole mässig locker bewältigen lassen. Anstatt Kufladen trifft man hie und da auf Büffelfladen und obschon sich unser Camp auf 3600m befindet, ist weit und breit kein Schnee zu sehen.

    Hakuna Matata

    Wir freuen uns auf's z'Nacht.
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  • Day4

    Simba Camp

    July 8 in Tanzania ⋅ ⛅ 14 °C

    Endlich geht es los mit dem Kili Trekking. Nach einer 3-stündigen Fahrt durch afrikanische Käffer, treffen wir unsere Crew beim Rongai Gate wo wir eine Kili-Attrappe Probebesteigen und Gipfel Fotos üben:
    17! Porter
    1 Koch
    2 Guides

    Bei einem Zeltlager mit Schlafzelten, Ess- und Partyzelt, Küche und WC kommt so einiges zum Schleppen zusammen. Hier fliegt kein Heli wie bei einer SAC Hütte, die ohne Heli für den gleichen Komfort auch auf eine Karawane von Trägern angewiesen wäre.

    Beim kurzen Trip durch den Regenwald lernen wir die Familie Colobus kennen. Eine geschützte Art 4-Finger Affen.

    Das Tempo ist wirklich seeehr gemütlich - Pole Pole und nicht volle Polle. Der Rollator taugliche Weg würde ein rascher Aufstieg zwar erlauben, wir gehorchen brav, machen Pause und Trinken auf Befehl literweise Wasser.

    Nach 1h45 Minuten ist der Spuk von den ersten 400hm Höhenmetern am Kili vorbei und wir werden mit Karibu, Welcome und Popcorn im Simba Camp begrüsst.

    Wie schon in Moshi vermutet sind wir momentan tatsächlich die Einzigen am Berg oder zumindest an dieser Route.

    Asante
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  • Day3

    Ruhe vor dem Berg

    July 7 in Tanzania ⋅ ⛅ 22 °C

    Pole Pole ist heute das Motto. Ausschlafen, Zmörgele Relaxen und Moshi erkunden.

    Also ab ins Taxi zum "Main Market" wo es alles zu kaufen gibt was das Herz begehrt. Auf der Suche nach Kili tauglichen Handschuhen finden wir im bunten lebendigen Markt eine Ovomaltine Mütze, ein TV für 1.5mioTsh, Gewürze und viele frische Früchte schön präsentiert. Afrika wie es leibt und lebt. Man würde niemals vermuten, dass nebenan ein 5895m hoher, mit Eis bedeckter Vulkan steht.

    Das schönste am Ganzen: Wir sind weit und breit die einzigen Touris und Kili Anwärter. Immer wieder hören wir ein freundliches Jambo.

    Bei der Suche nach warmen Handschuhen erhalten wir tatkräftige Unterstützung eines ehemaligen Porters der angeblich 40x auf oder zumindest am Kili war. Skeptisch folgen wir und schlussendlich landen wir tatsächlich in einem 12 m2 grossen "Kompakttransa" mit allem was ein Bergsteiger braucht. Sogar die neusten Petzl Steigeisen für 60$ zaubert der Ladenbesitzer aus einer Ecke hervor.

    Morgen starten wir die Tour am Rongai Gate. Für ein tägliches Update könnte es Mobilfunktechnisch jedoch knapp werden.

    Hakuna matata
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  • Day2

    Moshi

    July 6 in Tanzania ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach der letzten Flugetappe von Zansibar nach Kilimanjaro Airport, paar zusätzlichen Formularen und Fiebermessungen, sind wir von Mohammed am Flughafen in Empfang genommen worden. Schon beim Einsteigen in den Minibus lautet das allgemein übliche Kilimanjaro Motto: Pole Pole.

    Während einer stündigen Autofahrt entlang von zig typischen afrikanischen Secondhandständen, Ziegen und Maisfeldern, führt uns Mohammed durch ein Wirrwar von hupenden Autos, bunt blinkenden Tuktuks, prall gefüllten und geladen Taxibussen zur Chanya Lodge. Dort werden wir freundlich mit Fiebermesser in der Hand in der Lodge empfangen. 32,8 °C - wir sind sauber oder die Fieberknarre ist kaputt. Alles gut!

    Ohne lange zu fakeln geht es weiter zum Briefing der bevorstehenden Kili Besteigung wo unser Guide Jonas vorgestellt wird. Für den durchschnitts Wanderschweizer nichts besonderes, bis auf die Höhenkrankheit, wiederum paar Formulare und die doch eher üppige Anzahl Porter und deren Trinkgeld.

    Zum Abschluss vor dem verdienten Feierabend noch eine Armee ähnliche Inspektion ob genügend warme Socken eingepackt wurden.
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