Hidden Lakes
March 18 in Portugal ⋅ 🌬 15 °C
Das Wetter ist wie vorhergesagt unbeständig. Optimisten die wir sind, begeben wir uns dennoch auf eine kleine Rundwanderung.
Diesmal sogar mit Vorgeschmack auf Ostern 🐰🐣. In der Nähe vom kleinen Dorf Bordeira, welches sich hübsch an einen Hang schmiegt, sollen allerlei Sachen versteckt sein.
Abgeschiedene Wanderwege zum Beispiel. Kleine Höfe, die aus bunten Blumenwiesen hervor ragen. Und vor allem mehrere Stauseen, die sich in dieser lieblich-hügeligen Landschaft gut verborgen halten.
Wir begeben uns also auf die Suche. Zum Start begleitet uns noch ein wenig die Sonne. Auf einer breiten Erdstraße geht es vorbei an vielen Korkeichen und Erdbeerbäumen. Portugal ist einer der größten Korkproduzenten weltweit. Alle 9-10 Jahre werden die Bäume geerntet, ohne sie zu fällen. Wie die Eichen diese doch sehr großflächigen Abschälungen überstehen, bleibt mir trotzdem ein Rätsel.
Kurz bevor wir nach ein paar Kilometern den ersten Stausee passieren, taucht die Sonne hinter einer großen, grauen Wolkenfront ab. Menno...das "Versteck"-Thema wird hier sehr konsequent umgesetzt.😕
Und natürlich fängt es ein paar Momente später an ergiebig zu regnen. Während dicke Tropfen von unseren Nasenspitzen herab kullern, planen wir schnell um. Weitere 12 km bei diesen Bedingungen erscheinen uns doch eine Spur zuuu feucht-fröhlich.
Wir kürzen die Runde also ab. Dadurch sehen wir leider nur den ersten kleinen See. Die Sicht ist aber so eingeschränkt, dass wir vermutlich nicht viel verpassen.
Angesichts der überfluteten Wiesen und Wege muss ich direkt an...Eukalyptus denken.
Wie ich gerade darauf komme?
Eukalyptus wurde in Portugal für die Papierindustrie angepflanzt und ist so lukrativ, dass er inzwischen schon 26% (!) der Waldflächen ausmacht. Er ist zudem ein sehr durstiger Baum, der für schnell ausgetrocknete Böden sorgt und leicht entzündlich ist. Gut für Waldbrände. Gar nicht gut fürs Klima.
Jetzt gerade wäre so ein Wasser saugender Eukalyptus also echt nicht schlecht. Zumindest punktuell, auf den überschwemmten Wegen. Wo ist er eigentlich, wenn man ihn mal braucht? Mit nassen Füßen und matschigen Schuhen suchen wir uns hopsend und Pfützen furtend den Weg zurück nach Bordeira.
Kurz bevor wir zurück am Auto sind, hört es plötzlich auf zu regnen - ist klar.🤷🏼♀️
Durch die verkürzte Runde bleibt noch einiges vom Tag übrig. Wir fahren daher nochmal an meinen Lieblingsstrand und lassen die Schuhe ein wenig durchlüften - es ist weiterhin äußerst windig. Die Wellen am Praia de Bordeira rollen hoch und eindrucksvoll auf das Ufer zu. Was für ein Anblick. Da ins Wasser zu gehen wäre lebensgefährlich.
Zum Schluss besuchen wir noch das kleine Touristendorf Salema. Viel gibt es nicht zu sehen. Es fängt aber auch schon wieder an zu regnen...
Und damit fahren wir lieber zurück in unsere Unterkunft und lassen den Tag ruhig ausklingen.Read more


























