• Mit dem Paddelboot auf der Ardeche

    June 5, 2025 in France ⛅ 19 °C

    Diese Bootstour war der Hauptgrund für unseren Urlaub in Frankreich. Ursprünglich wollten wir die Sache ganz systematisch in zwei Etappen angehen. Durch das heutige Hochwasser war allerdings die erste Etappe mit den Bootsrutschen gesperrt. Also disponierten wir um und entschieden uns für die 28km ab Campingplatz bis zum Ende in Sauze. Wir hatten uns fest vorgenommen die Strecke ohne kentern durchzuziehen. Dieses Ziel konnten wir nach ca 500 m, noch vor der ersten "richtigen" Stromschnelle kurz vorm Pont d'Arc von der Liste streichen. Ein Fels mitten im Fluss, uns dreht es quer und unmittelbar darauf kopfüber.
    Großer Schreck aber nichts passiert, sogar beide Gopros waren noch da. Wir schoben das Boot ans Ufer und stiegen wieder ein.
    Die Stromschnellen vorm Pont d’Arc sahen durch den Meter mehr Wasser komplett anders aus als gestern. Wir hielten uns einfach ganz rechts, wie es und der Mann am Bootsverleih empfohlen hatte, waren nach drei Mal schaukeln drüber und ehe wir uns versahen waren wir auch unterm Felstor durch.
    Dort gingen wir erst einmal für einen kurzen Fotostopp an Land. Aber wir warteten nicht lange, sondern machten gleich weiter. Irgendwann glaubten wir dann , den Bogen raus zu haben: nach dem Motto " Das Boot weiß schon wo es hin will einfach treiben lassen sobald es anfängt etwas wilder zu werden ..Damit kamen wir ganz gut über die nächsten Stromschnellen. Außerdem war es hilfreich genau zu schauen was sie anderen Boote machten. Davon waren heute ein paar, aber nicht zu viele unterwegs.
    Als sich gerade so etwas wie Selbstvertrauen einstellte, erwischte uns eine Welle von der Seite und wir fanden uns noch einmal unter dem Boot wieder....
    Hier war es etwas schwieriger an Land zu kommen also ließen wir uns einfach zum nächsten Biwakplatz treiben wo wir dann aussteigen und wieder zu Atem kommen konnten.
    Den Rest der Strecke schafften wir dann ohne noch einmal zu kentern Aber die Aufregung blieb zumindest bei mir größer als die Begeisterung.
    Den Anlandeplatz fanden wir ohne Probleme, der Transporter kam auch pünktlich. Bis auf zwei Personen waren auch alle da, nun wartetwn wir noch fast zwei Stunden auf die Nachzügler, die ein paar hundert Meter weiter stromauf angekommen waren, sich zwar wunderten, dass es ziemlich anders aussah als auf dem Foto und dass die anderen Boote alle weiterfuhren. Den Anruf ignorierten sie wegen der unbekannten Nummer….
    Der Bus brachte uns dann auf der touristischen aber deutlich längeren Route zurück zum Campingplatz, unterwegs machten wir noch einen Zwischenstopp am schönsten Aussichtspunkt auf die Schlucht.
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