Die Ardeche nördlich von Ruoms
June 7, 2025 in France
☁️ 21 °C
Für heute hatte ich aus dem Reiseführer eine 5 km Runde am Ufer der ruhigen Ardeche herausgesucht. Sozusagen ein kleiner Spaziergang. Den angegebenen Parkplatz fanden wir ohne Probleme und spazierten guten Mutes los. Auch wenn das Dickicht langsam dichter wurde und an unseren vom Sonnenbrand gezeichneten Beinen kratzte.
Dann ging es, wie angekündigt, steil hinab an den Fluss. Kurz bevor wir unten ankamen, passierten wir eine Höhle, in der allerdings jemand nächtigte. Dann kamen uns noch zwei Wanderer entgegen und als wir am Ufer waren, schreckten wir ein nacktbadendes Pärchen auf. Dabei wollten wir eigentlich auch nur baden. Das taten wir auch. Ausgiebig! Allerdings nicht nackt, da wir zu recht erwarteten, an diesem herrlichen Fleckchen nicht lange allein zu sein.
Obwohl immer wieder Wandergruppen unterschiedlichster Größe vorbeikamen, hielten wir das herrliche Fleckchen eine Weile besetzt, bevor wir am Flussufer weiterwanderten. Der Weg begann ganz gemütlich, führte dann über ein paar Steine, aus denen bald richtige Felsbrocken wurden, die irgendwann ohne leichte Kletterei nicht mehr zu bezwingen waren. Immer wieder boten sich schöne Blicke auf den Fluss, der immer noch leichtes Hochwasser führte und somit ein Umgehen der schwierigeren Stellen am Ufer verhinderte. Irgendwann mussten wir durch ein Loch kriechen, das so eng war, dass uns in diesem Moment klar war, hier führt kein Weg zurück. Ab hier geht es nur noch vorwärts. Es folgten schöne Kalksteinterassen, die eigentlich auch noch einmal zum Baden einluden, aber wir hatten den Punkt, wo es Spaß machte, schon überschritten und wollten eigentlich nur noch zurück zum Auto. Dabei lag das Highlight noch vor uns. Schon am Stau am hinteren Ende der Terrassen zu erahnen. Hier reichte das Hochwasser der Ardeche bis an die Felswand heran und der einzige Weg führte durchs Wasser. Das stellte für einige der inzwischen sehr zahlreichen Wanderer und vor allem deren Hunde ein mehr oder weniger großes Problem dar. Ein Mann fischte ziemlich verzweifelt am Rande im Wasser herum, offensichtlich war ihm etwas Wichtiges ins Wasser gefallen. Irgendwann kamen wir auch an die Reihe und passierten die Passage mit 1A Haltungsnoten, sicher auch dank der Schwimmschuhe, die wir vorsorglich im Gepäck hatten und die uns sicheren Halt auf den glibberigen Steinen gaben.
Dann ging es bald aufwärts. Es folgte noch ein relativ schmaler Weg über ein Felsband in halber Höhe, bevor sich der Weg landeinwärts wandte und schon bald ein Wohngebiet erreichte. Der Rückweg zum Auto zog sich nun noch ein ganzes, nerviges Stück. Irgendwie waren aus den angegebenen 5 km 7 geworden, obwohl wir wohl am Ende sogar noch ein Stück abgekürzt hatten. Wir waren jedenfalls fix und fertig. Elke hatte sich die verbrannten Beine zerschrammt und meine Hose war zwischen den Beinen komplett aufgerissen.
Auf der Rückfahrt legten wir trotzdem gleich noch einen Einkaufsstopp beim riesigen Super U in Ruoms ein, bevor wir zurück zum Zeltplatz fuhren.Read more






















