• Chateau de Chambord

    June 16, 2025 in France ☀️ 17 °C

    Dieses gewaltige Schloss haben wir uns nicht ohne Grund für den Abschluss unserer Schlössertour aufgehoben. Es wird in der Literatur ja mit allerlei Superlativen beschrieben, Ich würde es schlicht als die Mutter aller Märchenschlösser bezeichnen. Was die Architekten und Baumeister, zumindest einige Entwürfe, wie der der zentralen Doppel-Helix-Treppe, sollen ja von Meister Da Vinci persönlich stammen, hier auf die Wiese gestellt haben, sucht seinesgleichen.
    Hauptaufgabe des Schlosses war, zu protzen und das tut es, im besten Sinne. Die zahlreichen Türme und Türmchen.... herrlich.
    Gigantische Innenräume, teils historisch oder nach historischem Vorbild eingerichtet, teils leer, teils mit moderner Kunst bestückt, laden zum Umherstromern und Entdecken ein. Hier noch eine Wendeltreppe, da noch ein Gang. So macht ein Museumsbesuch Spaß. Wenn man dann noch früh beizeiten da ist, bevor die Busreisegruppen die Hotelbuffets verlassen und die Schulklassen sich am Bus versammelt haben, hat man das Schloss gemeinsam mit ein paar anderen "Frühaufstehern" fast für sich allein. Natürlich gibt es auch iPads zum Ausleihen, die in der Lage sind, einem die Geschichte jedes Raumes und jedes Stuhls nahezubringen. Für uns, als an der Geschichte eher anekdotisch Interessierte, ist das natürlich Overkill, wir freuen uns an der Ästhetik oder wenn wir ein Gesicht von einer Büste oder einem Gemälde aus einem anderen Schloss wiedererkennen.
    Die Ländereien des Schlosses umfassen eine Fläche, die nahezu identisch mit der Fläche von Paris ist. Innerhalb dieser größtenteils ummauerten Ländereien lebt einiges an Wild, dass heute natürlich nach neuesten Gesichtspunkten gehegt wird. Früher war es einfach dafür da, dass auch dem größten Trottel bei der Jagd etwas vor die Flinte läuft.
    Gartenanlagen gibt es selbstverständlich auch, aber die treten hier doch eher in den Hintergrund und sind längst nicht so durchgestylt wie in manch anderem, kleineren Schloss.
    Ein großer Teil des öffentlich zugänglichen äußeren Teils der Schloßanlage wurde zum Zeitpunkt unseres Besuchs von Arbeitern und schwerer Technik bevölkert. Hier entstand gerade der Bühnenaufbau für ein Konzert der Black Eyed Peas am kommenden Wochenende. Schade, erstens sind wir dann nicht mehr hier und zweitens sind die 30000 Tickets alle schon längst weg....
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