• On the way to Rotorua

    September 16, 2025 in New Zealand ⋅ 🌬 18 °C

    Der Nachbar, der mich bis nach Auckland mitnimmt, erzählt mir, dass der Verkehr hier recht streng überwacht wird.
    Er fährt oft zwischen Auckland und Whangarei hin und her und meistens gibt es nicht nur eine Polizei Kontrolle.
    Einmal hätte es auf der nur 165km langen Strecke 13 Kontrollen gegeben. Kameras gibt es sowieso schon überall. Auch solche, die extra auf Handynutzung am Steuer achten. Ein wenig übertrieben, wenn man mich fragt. Das läge daran, dass viele fahren wie besengte Säue und zahlreiche Unfälle passieren. Uiuiui,haben die hier keine Fahrschulen?

    Auf der Fahrt nach Rotorua zieht die schöne neuseeländische Landschaft am Busfenster vorbei.
    Zwischen Hamilton und Rotorua liegt das "Auenland", also die Heimat der Hobbits aus dem Herr der Ringe. Saftige Wiesen auf runden Hügeln wurden für die Filme in Szene gesetzt...
    Schafe überall, aber auch viele Kühe. Da denkt man gleich, "die Tiere haben es hier bestimmt ganz gut, denn hier gibt es soviel Platz".

    Heute ist übrigens auch mein erster Nichtrauchertag, denn ab jetzt werde ich dem Glimmstengel entsagen. Jawohl. Das muss jetzt mal klappen.
    Bei Bruce und Nick hatte ich noch Tabak aus Australien und habe bereits drastisch die Menge reduziert. Der ist jetzt alle - genau passend zum Ortswechsel.
    Abgesehen davon, dass es gesund ist wenn man aufhört (was ja jeder Raucher weiß, aber leider oft nicht als Motivation reicht), ist dieses Laster einfach viel zu teuer in Neuseeland.
    Eine Schachtel Zigaretten kostet 75NZ$ und ein 30gr Päckchen Tabak 120NZ$.
    In Euro ist das die Hälfte und ich kann es mir einfach nicht leisten über 35€ für ein paar Kippen auszugeben. Das ist scheinbar die ausschlaggebende Motivation bei mir, denn es jetzt klappt ganz gut.

    In Rotorua holt mich Candice, meine neue Gastgeberin, ab und fährt mit mir direkt auf eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt, die am Rotorua See liegt.
    Berühmt ist Rotorua für die heißen Quellen vulkanischen Ursprungs. Überall steigt Qualm auf und es stinkt sehr nach faulen Eiern.
    Candice erklärt mir ein paar Dinge, die wir sehen, zur Maorikultur. Dabei ist das Dreieck, das nach oben (zum Himmel) und nach unten (zur Erde) zeigt, ein wichtiges Symbol, das man überall wieder trifft.
    Im Park gibt es einen Brunnen mit der englischen Königin als zentrale Statue, umgeben von Maorifiguren. Sie sagt, dass dies die enge Beziehung der Maoris und dem englischen Königshaus unterstreicht.
    Durch den Einfluss der europäischen Siedler, sind die meisten Maoris Christen geworden. Christentum gemischt mit altem Glauben herrscht vor.
    Die Maoris sind nicht ein homogenes Volk, sondern verschiedene "Stämme", die früher oft auch gegeneinander gekämpft hatten.
    Eine gewisse Einigkeit wurde erreicht, als sie sich für ihre Rechte einsetzen mussten, nachdem sie die aus Europa stammenden neuen Siedler - die Pakeas - zunächst recht freundlich willkommen geheißen hatten. Allerdings - wie bei den meisten anderen indigenen Völkern (Mayas in Mexico, Aborigines in Australien, Indianer in Nordamerika...) - hat der weiße Mann schnell damit begonnen sich als Machthaber aufzuspielen. Allerdings anders als bei den meisten anderen Völkern, haben sich die Maoris - als geübtes Kriegervolk - relativ erfolgreiche zur Wehr gesetzt, sich nicht unterdrücken lassen und haben einige Rechte erlangt. Trotzdem, hat der Europäische Eindringling wieder soviel wie möglich genommen, von dem, was ihm nicht gehörte.
    Auf der Südinsel gibt es so gut wie keine Maoris mehr.
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