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  • Day19

    17. Tag: Terradillos - Reliegos

    August 20 in Spain ⋅ ☀️ 15 °C

    Ich mag die beiden Franzosen wirklich gerne, aber ich bin bereits kurz nach 6:00 Uhr wieder wach und es zieht mich auf den Weg, was so gar nicht zum Rhythmus der beiden passt, da sie immer erst gegen 8:00/9:00 Uhr starten und lieber in die Nachmittage/Abende hinein laufen. So gehe ich heute auch mal wieder alleine. Irgendwie spüre ich aber, dass ich diese beiden nicht zum letzten Mal gesehen habe...

    Die Strecke ist wieder mal recht flach und ih komme gut voran, so dass ich bis zum Frühstück in Sahagun schon etwas mehr als 15 km zurückgelegt habe. Ich unterhalte mich nett mit dem Wirt, einem Holländer, der inzwischen seit mehreren Jahren auf den Jakobswegen lebt und arbeitet. Da taucht dann auch Joachim der Veganer aus Tardajos wieder auf. Oh man ich dachte wirklich ich hätte ihn abgeschüttelt. Er verschwindet kurz darauf auch schon wieder da im das Angebot an Speisen nicht vegan genug ist. Dafür tauchen dann Eve und Mike (Mutter und Sohn) auf, die ich ebenfalls flüchtig aus Tardajos kennen. Wir plaudern noch ein wenig und dann geht es für mich auch schon wieder weiter.

    Als ich nach 36 km an meinem heutigen Etappenziel ankomme entschließe ich mich erst noch mal eine Kleinigkeit essen und trinken zu gehen bevor ich mich auf die Suche nach einer Unterkunft mache. Und wem laufe ich in die Arme? Dem Rest meiner italienischen Gruppe die gerade dabei ist sich zu stärken bevor sie die letzten 12 km bis Reliegos zurücklegen. Die Freude ist riesig und da ich mich noch Dir fühle entscheide ich mich spontan ebenfalls noch bis Reliegos weiterzugehen. Andrew erweitert die Buchung in der Herberge telefonisch um ein weiters Zimmer und schickt mir die Adresse, da ich noch etwas länger Pause machen möchte während die anderen schon aufbrechen. Sergio werde ich dann später sowieso wieder einholen, da er Schmerzen hat und heute eher langsam geht.

    So kommt es dann auch und ich gehe die letzten 1,5 Stunden mit Sergio gemeinsam. Sehr schön, da ich mit ihm bislang relativ wenig Zeit alleine verbracht habe, obwohl er unheimlich sympathisch ist. Hatte sich vorher einfach nicht ergeben.

    Die Strecke ist ganz angenehm zu gehen, aber die letzten 3 km werden dann muskulär doch ein wenig schmerzhaft. Knapp 50 km sind dann eben doch zu viel für meinen Körper. Auch gut, so kenn ich wenigstens meine Grenze 😂.
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