• Rincon de la vieja

    April 1 in Costa Rica ⋅ ☁️ 18 °C

    Nationalpark Rincón de la Vieja https://share.google/QgC81ufJBiKTbEebf

    Der Name bezieht sich auf eine alte Hexe, die einst Menschen mit Raubtierzähnen und feurigen Augen erschreckte. Ein Medizinmann verfluchte sie, woraufhin sie im Krater des Vulkans verschwand. Eine andere Version besagt, dass eine junge Frau aus Trauer um ihren Geliebten, der vom Vater in den Kratersee geworfen wurde, dort lebte.

    Und schon wieder hieß es: Tagwache 06:00 – Expedition Rincón de la Vieja!
    Diesmal ohne Stau, dafür mit vorbildlicher Disziplin – man hätte meinen können, wir drehen einen Lehrfilm für die costaricanische Straßenverkehrsbehörde. Nach entspannten 2,5 Stunden rollten wir geschniegelt und geschniegelt (vor allem geschniegelt 😄) am Eingangstor ein.
    Kurzer Kontrollblick: Hat auch wirklich jeder online bezahlt? – man kennt ja die Kandidaten… ✔️
    Und dann ging’s los!
    Die Mehrheit hatte nur ein Ziel vor Augen: Wasser!
    Also auf zum Cangrejo-Wasserfall – nur schlappe 5 costaricanische Kilometer entfernt… was übersetzt ungefähr bedeutet: „nicht weit, aber du wirst es spüren“.
    Der Weg führte uns durch üppige Vegetation, begleitet von einer leicht gereizten Delegation Kapuzineräffchen. Die Kollegen waren heute offenbar mit dem falschen Fuß aufgestanden – sie kläfften aus den Bäumen, beschimpften uns auf Affenspanisch und bewarfen uns mit allem, was der Wald so hergab.
    Doch dann trat unser Oberaffe in Aktion – mit der Aura eines Silberrückens verschaffte er sich Respekt. Ruhe im Karton. Ordnung wiederhergestellt. 😄
    Weiter ging’s – bergab.
    Und während wir äußerlich geschniegelt weiterlächelten wie aus einer Zahnpasta-Werbung, begann innerlich bereits der Aufstand:
    Gesäßmuskeln und Waden meldeten vorsorglich Protest an, allein beim Gedanken an den Rückweg.
    Doch dann… der Wasserfall.
    Ein Traum! Ein Naturpool wie aus dem Bilderbuch.
    Klamotten runter, rein ins kühle Nass – und zack: alle Strapazen einfach weggespült.
    Natürlich versuchte danach jeder noch seinen persönlichen „Joker“ zu ziehen, um den Aufstieg hinauszuzögern:
    „Noch kurz trocknen…“, „Ich beobachte noch die Natur…“, „Hydration ist wichtig!“ 😄
    Aber irgendwann gab’s kein Entkommen – der Rückweg rief.
    Unterwegs genossen wir nochmals die Landschaft, während die Spideraffen uns komplett ignorierten und elegant über uns hinwegturnten – nach dem Motto: „Amateure.“
    Die Fitesten der Truppe – Leni und Runar – zogen davon wie frisch geölt.
    Ich? Nun ja… sagen wir, ich gehörte zur Genießergruppe mit erhöhter Atemfrequenz. 😄
    Oben angekommen: pure Erleichterung.
    Lebendig. Stolz. Und ein kleines bisschen demoliert.
    Doch damit nicht genug:
    Robert, Leni und Runar setzten noch einen drauf und nahmen einen weiteren Pfad unter die Sohlen…
    Ich gebe es zu: ein kleines bisschen Neid war dabei.
    Fazit:
    Der Park kann definitiv mehr als nur Baden – aber was wir erlebt haben, war schon ziemlich nah am perfekten Abenteuer mit einer guten Portion Wahnsinn.
    Read more