Weiterfahrt nach Stintino: Teil 1
May 20, 2025 in Italy ⋅ 🌬 20 °C
Wir haben letzte Nacht am Porto Ferro auf einem gepflegten Campingplatz ( Camping Torre del Porticciolo) übernachtet. In der Nacht wehte ein ziemlich kräftiger Wind die Pinienbäume durchgerüttelt. Bis auf ein paar fallende Äste ist nichts weiter passiert. Da wir am 21.05. am „Parcours Nacionale Dell‘ Arcipelogo di La Maddalena“ sein wollten, haben hier nur eine Nacht verbracht. Hätte auch für mehrere gereicht.
Nach unserer Abfahrt haben als erstes die Stadt Aleghero besucht. Wir hatten keine große Erwartung, wurden aber sehr positiv überrascht.
Als erstes haben wir festgestellt, dass recht viele Touristen , in unzähligen Bussen , der Stadt auch eine Aufwartung machten, inkl. Stadtführung.
Das Alghero – das Sardinien der Katalanen und Korallen war bzw. ist, sieht man beim Stadtrundgang an vielen Beispielen sehr deutlich: zum einen ist der Katalanische Baustil, die sehr gut erhaltenen Befestigungsanlagen, das lebendige Leben in der Altstadt, die unzähligen Schmuckgeschäfte, die eine unglaublich hohe Anzahl von Korallenschmuck anbieten
Die Altstadt befindet sich auf einem Felsvorsprung und geht bis zum traditionsreichen Hafen, an dem sich ein langer Strand anschließt.
Dieser Stadtteil strömt eine besondere Atmosphäre aus.
Dies hat viel mit der Historie von Sardiniens fünftgrößter Stadt zu tun: Alghero war über 400 Jahre lang eine katalanische Enklave. Die sardischen Bewohner wurden durch katalanische ersetzt – und so sprechen noch heute viele meist ältere Einwohner Algheros den katalanischen Dialekt Algherese.
Über dem Rathaus weht neben der sardischen, italienischen und europäischen Flagge auch die katalanische. Ein dynamisches Nebeneinander der Kulturen, das auch die Architektur maßgeblich beeinflusst hat: Die katalanische Gotik findet sich in vielen Bauwerken der Stadt wieder, wie der Kirche San Francesco im Herzen der Altstadt. Kein Wunder also, dass die Einwohner Algheros ihre Stadt auch liebevoll Klein-Barcelona nennen. Hier lebt man übrigens seit Jahrhunderten von der Langustenfischerei. Weltberühmt ist die Nordwestküste Sardiniens allerdings für seine Korallen. Zahlreiche Juweliere verarbeiten die farbenfrohen Meeresgewächse in Alghero noch heute zu besonderem Schmuck.
Auch hier ist uns die Sardische Flagge wieder begegnet, deren Bedeutung uns bis dato nicht bekannt war. Grund genug das zu ändern:
Dazu habe ich die Gelegenheit ergriffen, Schüler vor einem Gymnasium, die gerade eine Pause machten , nach deren Bedeutung zu befragen. Die Kommunikation auf Englisch war kein Problem, aber eine geschichtliche Erklärung über die Herkunft des dunklen Kopfes mit Stirnband, konnte keiner der Schüler abgeben.
Das hat mich ein wenig enttäuscht, Grund genug einmal im Internet danach zu suchen:
Also, ich folgendes gefunden:
Die sardische Flagge Sardiniens, von den Einheimischen als „sa bandéra sarda“ bezeichnet, ist für die sardische Bevölkerung ein wichtiges Symbol. Ihre tausendjährige Geschichte, ihre eigentliche Bedeutung und ihre einzigartigen Merkmale machen sie so faszinierend und geheimnisvoll.
So überrascht es auch nicht, dass sie eines der faszinierendsten und geschichtsträchtigsten Wahrzeichen Italiens ist, sie steht für die besondere Identität dieser schönen Mittelmeerinsel.
Die für die vier verbundenen schwarzen Köpfe bekannte sardische Flagge verkörpert Jahrhunderte von Geschichte, Traditionen und Legenden. In diesem Artikel werden wir die Bedeutung, die Entstehung, die Geschichte und einige Kuriositäten im Zusammenhang mit dieser Flagge näher beleuchten.
Merkmale der sardischen Flagge:
Die sardische Flagge, auch als „die vier Mohren“ oder auf sardisch „sa bandela de sos bator moros“ bezeichnet, ist durch ein rotes Kreuz auf weißem Grund gekennzeichnet, auf dem in den Ecken vier mit verbundenen Augen dargestellte stilisierte schwarze Köpfe zu sehen sind.
Das rote Kreuz, das die sardische Flagge in vier Quadrate teilt, ist ein Symbol des Christentums, während die Köpfe der Mohren – so sagt man – den Sieg der Sarden über die Mohren in verschiedenen Schlachten darstellen sollen.
Die Ursprünge der sardischen Flagge sind ungewiss und umstritten, aber man geht davon aus, dass die Flagge mindestens auf das Mittelalter zurückgeht.
Neben dieser trockenen Geschichtserklärung, hatten wir noch eine amüsante Begegnung:
An einem Befestigungsturm befand sich eine Gedenktafel mit dem Namen „Giuseppe Garibaldi“. als ich den Namen mir laut vorgelesen habe, sagte und ein älterer Herr , der an mir vorbei lief, folgendes:
„ er ist der Erfinder des Küchenherdes“
Wie ihr seht, auch wir haben was zum Lachen!Read more




















