• Sieseby, Kappeln

    Jun 14–16, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 28 °C

    Eckernförde habe ich heute Vormittag verlassen, nachdem ich den Flohmarkt am Hafen besucht habe. Oh, welche Freude , auch ein Fischstand kreuzte meinen Weg. Damit dürfte ich mich mit geräucherten Fisch plus Matjes Heringe für die nächsten paar Tage eingedeckt haben.
    Als nächsten Punkt habe ich Sieseby an der Schleich angefahren.
    Man hat mir gesagt, das sei einer der schönsten Orte auf der Halbinsel „Schwansen“.
    Der Name Sieseby hat plattdänischen Ursprung und bedeutet „ Dorf des Siese“.
    Ab 1839 kaufte der Hamburger Kaufmann Gustav Anton Schäffer Gut Bienebek und restaurierte viele Arbeiterhäuser in Sieseby, die bis heute sichtbar an seinen Initialen „G.A.S.“ zu erkennen sind.

    1887 ging das Dorf samt Gut an die Herzogsfamilie Schleswig‑Holstein‑Sonderburg‑Glücksburg über, und diese Eigentümerstruktur prägt den Ort bis heute. 

    Das Dorf ist bekannt für seine restaurierten reetgedeckten Fachwerkhäuser, die für das maritime Ambiente und den historischen Charakter stehen. 
    Im Jahr 2000 wurde Sieseby als erstes Flächendenkmal Schleswig-Holsteins anerkannt, was den gesamten Dorfkern unter Denkmalschutz stellt. 
    Wie mir die Töpferin im Kunstladen erzählte, werden die wunderschönen Häuser aus dem 18. Jh. vorwiegend als Sommerhäuser genutzt.

    Ich bin dann weiter nach Kappeln gefahren. Auch diese Stadt liegt an der Schlei.

    Die Schlei, Deutschlands längster Meeresarm, reicht 42km weit ins Land. Sie verdankt höchstwahrscheinlich ihrer Entstehung den Gletschern der letzten Eiszeit, deren Schmelzwasser eine Rinne in den sandigen Untergrund frästen.

    Kappeln (dänisch Kappel) ist eine Kleinstadt an der Schlei im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein (Deutschland), die sich über die beiden schleswigschen Landschaften Angeln und Schwansen erstreckt.

    Kappeln wurde erstmals 1357 urkundlich erwähnt.
    Seit dieser Zeit hat sich Kappeln zu einem wohlhabenden Handelsplatz entwickelt.

    Im Jahre 1406 kam der Ort zum Domkapitel der Stadt Schleswig und 1533 zum Adelsgut Roest. Kappeln war damit, anders als die freien Bauern im übrigen Angeln, einem Gutsherren unterworfen, wogegen sich das Fischerdorf Jahrhundertelang mühsam erwehrte.
    Im Jahr 1666 versuchte der damalige Gutsherr Detlef von Rumohr, die Einwohner des inzwischen zu einem wohlhabenden Handelsplatz herangewachsenen Ortes zu Leibeigenen zu machen. Daraufhin verließen im folgenden Jahr 64 Familien, und damit ein Großteil der Einwohner, den Ort und gründeten weiter südlich auf einer Insel in der Schlei den Flecken Arnis.

    Arnis, die kleinste Stadt Deutschlands, war auch mein nächstes Ziel.
    Heute leben ca. 280 Einwohner in dieser Stadt am Nordufer der Schlei. Hat nur eine Straße , aber einen Jachthafen, drei kleine Werften, eine kleine Schifferkirche und mehrere Gaststätten. Das beliebteste Café „ Zur Schleiperle“ habe ich natürlich auch besucht.
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