• Mittags im Forum Romanum

    March 8, 2024 in Italy ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach den wundervollen Eindrücken die der Block vom Palatinhügel bot, ging es voller Vorfreude hinunter auf den Marktplatz des antiken Roms.
    Im Osten (also an der Seite des Kolosseums) beginnend, stand ich zunachst vor dem Titusbogen, dem ältesten von drei sehr gut erhaltenen Triumphbögen. Ohne genaues Studium der einzelnen Gebäude (oberflächlich kannte ich mittlerweile durchaus die eindrucksvollsten, wie bspw die Maxentiusbasilika) genoss ich das Flair dieser alten Stätte.
    Gnocci brauchte dann auch seine Pause auf einem alten Stein im Schatten eines Acanthus'.

    Sehr eindrucksvoll ragte auch der ehemalige Tempel des Antoninus und der Faustina vor mir auf, ebenso ließen sich die Ausmaße des Castor&Pollux-Tempels erahnen, von dem nur noch drei einzelne Säulen künden.
    Allein diese "3 Schwestern" flößten immer noch ihre Ehrfurcht ein.
    Den westlichen Abschluss bildet der Severusbogen. Die vielen Reliefs, die von Gefangennahme und Deportation künden, holen bei aller Achtung vor der kulturellen und bauhistorischen Leistung wieder ein Stück in die Realität eines brutal unterjochenden Weltreiches zurück.

    Dessen Unmenschlichkeit; seine Respektlosigkeit anderen Kulturen gegenüber und seine perfide Lust am Leid Unterdrückter wurde ja schon tags zuvor am Kolosseum erschreckend deutlich.

    Aus der 2000jährigen Vergangenheit stieg ich im Westen den nächsten und bedeutendsten Hügel Roms, den Kapitolshügel hinauf und fand mich alsbald im 16.Jh wieder.
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