Strasse von Gibraltar nach Porto Santo
August 26, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 24 °C
Ola (portugiesisch "Hallo")
Oh, was quälte uns das Gedärm nach unserem Marokko-Abenteuer! ;-)
Die ruhigen Tage in Gibraltar nutzten wir, um unsere Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Der berühmte Affenfels - the Rock of Gibraltar - gilt als einer der bekanntesten Felsen der Welt und ist eine Touristenattraktion. Der grösste Teil des Felsens ist Naturschutzgebiet und Lebensraum von über 250 Berberaffen. Nach altertümlichem Weltbild wurde der Felsen von Gibraltar im Süden der Iberischen Halbinsel als eine der zwei Säulen des Herakles bezeichnet. Die 2. Säule ist der Dschebel Musa in Marokko. Eben auf diesen beiden Säulen ruhe das Himmelszelt. Es wurde als das Ende der Welt markiert: "non plus ultra" (nicht mehr weiter)! Nach der Entdeckung Amerikas wurde der Spruch in "plus ultra" abgeändert und fand so Eingang in das Wappen Spaniens.
Nach den hitzigen und schweisstreibenden Tagen zuvor genossen wir die moderaten Temperaturen in Gibraltar. So war auch die Wanderung vom Affenfels zurück in die Stadt erträglich. Was uns sicher in Erinnerung bleiben wird, sind die täglichen Velofahrten über das Rollfeld des Flughafens bei der Grenze von Spanien nach England (siehe Video im Anhang!).
Am Freitag, 22. August brachen wir auf in unsere erste grössere Etappe: Die Strasse von Gibraltar mit Wechsel vom Mittelmeer in den Atlantik nach Porto Santo / Madeira (Portugal). Dafür sollten wir 3 - 4 Tage und Nächte auf dem offenen Ozean unterwegs sein, bis wir wieder Land zu sehen bekämen. Zusammenfassend kann gesagt werden: Es verlief gut, wenn auch mit einem Schreckmoment in der 1. Nacht! Es war während meiner Wache um ca. 23 h. Ich hatte eine Frage an Andi betreffend Wegstrecke... Durch ein antippen auf dem elektronischen Kartenplotter hat es mir die eingegebene Route gelöscht. Er war noch wach und kam zu mir in den Steuerstand. - "Was sind auch das für viele rote Lichter?" fragte Andi. Durch das Malheur der fehlenden Wegstrecke habe ich mich offenbar zu wenig geachtet was da direkt vor uns an roten und auch grünen Lichtern auftauchte. Nun zündete auch noch ein grosser Scheinwerfer in unsere Richtung! In diesem Moment ertönte eine aufgeregte Stimme durch das eingeschaltete Funkgerät! Wir sollen südwärts fahren, südwärts schrie er... - Die schnelle Reaktion von Andi liess uns gerade noch glimpflich davon kommen! Wir waren nur noch wenige Meter von einem riesigen Thunfischnetz entfernt! - Fischer an der Arbeit. Die Stimme aus dem Funkgerät beruhigte sich als er sah, dass wir schnelle Reaktion zeigten und das ausgelegte Netz grossräumig umfahren konnten. Auh weia, das war knapp!! Der Kapitän des Fischerboots bedankte sich höflich bei uns. Die kommenden Nächte verliefen ruhiger. Es war Leermond und dadurch waren die Nächte dunkel mit vielen Sternen. Die Tage blieben unspektakulär bis auf die Aufregung als Andi einen Fisch an seiner Angel hatte! - Eine Makrele, welche sogleich zerlegt und pfannenfertig gebraten wurde. Die Freude war gross!
Nach vier Tagen und Nächten hatten wir am Dienstag Vormittag, 26. August Land in Sicht: Die Insel Porto Santo. Dankbar und glücklich konnten wir um 14.30 Uhr den Anker fallen lassen. Für mich war es die erste Erfahrung eine längere Wegstrecke (1100 km) unter Segeln zu bewältigen - ein spezieller Moment dieses losgelöst sein und wieder ankommen...
Bis bald!
Herzliche Grüsse
Priska & Andi
und die KaileunaRead more




















