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Mit Kaileuna zringsetum

Segelreise von Andi & Priska mit dem Katamaran "Kaileuna" Read more
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    🌊 Atlantischer Ozean

    Feierlaune im Februar

    5 hours ago, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 19 °C

    Salut!

    Ende Januar erreichten wir Guadeloupe (siehe letzter Bericht).
    Unser erster Ankerplatz war bei den Inseln Les Saintes. Der kleine Ort Terre-de-Haut hat sehr viel Charme...- man könnte fast sagen eine kleine Perle.
    Da ich in Point-a-Pitre einen Termin bei einer Chiropraktikerin vereinbart hatte, mussten wir dann aber termingerecht weiter. Wir versuchten uns dort einen Hafenplatz zu sichern - leider ohne Erfolg. Die Lage unseres Ankerplatzes war jedoch überaus spektakulär: Jeden Abend zog mindestens ein Kreuzfahrtschiff (eines grösser als das andere!) direkt vor uns vorbei. Wir haben uns jeweils zugewunken!
    Point-a-Pitre ist die Hauptstadt von Guadeloupe, das ein französisches Departement (= Kanton) ist. Viel zu sehen gibt es allerdings nicht! Abgesehen von einem beeindruckenden Stoff-Geschäft, das ich entdeckte und wo ich einiges an Stoff eingekauft habe. Meine kreative Seite hat sich wunderbar angesprochen gefühlt. Die Ideen haben mich buchstäblich überflutet! Nachdem mein letztes Projekt gut gelungen ist (das kreolische Tischtuch) war ich ganz in Nählaune! Auch Wolle hab ich mir noch gekauft, um an meinem Projekt, dem Plaid, weiter arbeiten zu können. Ich stricke verschiedene quadratische "Blätz", um sie am Schluss zu einem grossen Ganzen zusammen zu fügen...- ein Plaid.
    Nach gut einer Woche zog es uns weiter. Neben hübschen kleinen Ankerbuchten, welche wir noch besuchten, erreichten wir Bouillante an der Westküste. Ein Ort der bekannt ist für seine sehr heissen Quellen, welche ins Meer fliessen: Die Thermes de Bouillante. Diese natürliche Thermalquelle am Meer wird durch die vulkanische Aktivität des Soufrière gespeist und sprudelt mit einer Temperatur von über 70 Grad Celsius hervor, bevor sie sich mit dem Meerwasser vermischt und so ein natürliches Bad mit idealer, fast heisser Temperatur (ca. 35 - 40 Grad) schafft. Es gilt als Naturjuwel von Basse-Terre. Ein wirklich spezielles Erlebnis zum Geniessen.
    Etwas weniger gut ist es mir ergangen beim Anlegen mit dem Dinghy (Beiboot) beim Steg in Bouillante... Der grosse Abstand vom Boot zum Steg, den es zu erklimmen galt, hat mich gepiesakt! Ich kam in Rückenlage und fiel schnurstracks zwischen Boot und Steg mitsamt dem Hut, Sonnenbrille und Kleider ins Wasser! - "Nicht schon wieder", dachte ich als erstes! Was ihr nämlich noch nicht wisst: Bereits in Dominica bin ich ins Wasser gestürzt, als wir uns auf unserer Wanderung durch den Fluss befanden. D.h. im Wasser war ich ja bereits. Dort bin dann über einen Felsen geschlittert und auf meine rechte Hüfte geprallt, was mir ein richtig "schönes" Hämatom verpasst hat! Beim Sturz in Bouillante kam ich zum Glück mit ein paar Schrammen davon!
    Gleich um die Ecke von Bouillante befindet sich eine weitere Perle: Deshaies. Eine anschaulich grosse Bucht vor diesem kleinen Städtchen. Es ist bekannt und entsprechend voll mit Booten, die um die Plätze ringen. So kommt es dann manchmal doch auch zu unschönen verbalen Aussetzern des einen oder anderen Skippers! Einer unserer direkten Nachbarn, ein Franzose, verlor sehr schnell die Nerven, wenn jemand in seiner Nähe ankern wollte! Lauthals schrie er seinen Schiffsnachbarn an und da dieser keinen Grund sah, sich vertreiben zu lassen, ist er völlig ausgetickt, hat seinen Anker neu gesetzt und zu guter letzt noch ein Geschrei mit seiner Frau veranstaltet! - Wir blieben zum Glück verschont!
    Es waren alles in allem aber wunderschöne Tage in Deshaies. Ein Besuch im botanischen Garten hoch auf dem Hügel, mit einem Restaurant, eingebettet in dieser traumhaften üppigen Landschaft war beeindruckend. Das grosse Highlight in Deshaies war definitiv der Besuch eines Delphins in der Bucht! Die Menschen waren bezaubert und einige schwammen zu ihm. Auch Andi hatte das Glück den Delphin noch in nächster Nähe zu erleben. Der krönende Abschluss am letzten Abend war das Dîner délicieux à la "Kaz du Douanier"...- c'était magnifique!
    Wir verlassen Deshaies am 6. Februar und erreichen nach rund 6 Stunden die schöne Bucht Freemans Bay bei English Harbour in Antigua. Zahlreiche Segelschiffe buhlen auch in dieser Bucht um die wenigen Plätze und es gilt gut aufzupassen, wie der Anker ideal gesetzt werden kann. Manchmal kommt man sich verdächtig nahe, obschon es nicht passieren sollte (genug Abstand)! Laut Andi herrscht in dieser Bucht eine spezielle Situation bezüglich der Windverhältnisse, welche jeweils alle Schiffe in eine andere Richtung stellen. Normalerweise bewegen sich die Schiffe simultan.
    English Harbor ist bekannt für die karibische Party hoch auf dem Hügel, im "Shirley Heights" mit phänomenaler Sicht über die Bucht. Andi war vor 37 Jahren schon mal dort - ich wollte diesen Ort unbedingt auch besuchen...- Das schöne Wetter an diesem Sonntagabend war einladend, die Musik und Stimmung echt toll! Es gab eine Steelband, Reggaeband und einen riesigen Grillplatz, wo sich Andi beim Anstehen für das Essen fast eine Rauchvergiftung einfing! Obwohl es ein touristischer Anlass ist, kann ich einen Besuch in „Shirley Hights" nur empfehlen.
    Am 9. Februar erlebten wir hautnah mit, wie ein vierköpfiges Frauenteam nach 57 Tagen in ihrem Ruderboot im Hafen von English Harbour ankam! " The world's toughest row" wird die Atlantiküberquerung mit dem Ruderboot genannt. Auf engstem Raum Tag und Nacht rudern, Schlafen alle zwei Stunden für zwei Stunden. Der Körper ist permanent gefordert. Salzwasser, Sonne, Wind und hohe Wellen gehören zum Alltag. Am 14. Februar kam die letzte Equipe im Ruderboot an: Ingrid und Walter Glässer aus Deutschland erreichten nach 59 Tagen über den Atlantik Nelsons Dockyard und schreiben Ozean-Ruder-Geschichte: Altersrekord in der Kategorie Mixed Pair! Die Bilder der Ankunft sprechen für sich: Erschöpft, aber strahlend stehen sie auf ihrem Boot, rote Signallichter in den Händen, hinter ihnen der Atlantik. Ein Moment der Wochen von Entbehrung bündelt und zeigt, was möglich ist, wenn Wille und Teamgeist zusammen kommen! Sehr emotional, was auch uns die Tränen in die Augen trieb!
    Wir haben in English Harbour für zwei Nächte ein wunderschönes historisches Hotel im Hafen gebucht. Dies zum Anlass meines runden Geburtstages, den ich am 18. Februar feiern durfte. Vorher wollten wir aber noch für 2 -3 Tage ostwärts fahren nach Green Island. Ein unglaublich idyllischer Ort. Auf dieser kleinen Insel gibt es bis auf Strand und ein tolles Beach-Restaurant nichts! Natürlich wollten wir uns das Beach-Restaurant genauer ansehen und entschlossen uns nach einem Schnorchel-Tauchgang mit dem Dinghy dorthin zu fahren...- schliesslich hatten wir ein "Hüngerli" beieinander! Wir staunten nicht schlecht über den erstklassigen Service und das Essen, das uns im "Reef" geboten wurde! Das haben wir definitiv nicht erwartet...- den Preis allerdings auch nicht!!
    Pünktlich auf meinen Geburtstag waren wir zurück in English Harbour. Es galt ein paar Sache zu packen und uns mit dem Wasser-Taxi abholen zu lassen, um im "Admiral's Inn" einzuchecken. Zwei Tage Verwöhnprogramm - inklusive Massage durfte ich mir zugute kommen lassen! Einen schöneren 60. Geburtstag hätte ich mir nicht vorstellen können! - Von Herzen ein grosses Danke meinem Liebsten!
    Am 20. Februar segelten wir an die Westküste nach Jolly Harbour, wo wir einen Liegeplatz in der Marina reserviert hatten. Endlich: Strom und Wasser zur unbeschränkten Verfügung! Haare waschen ist angesagt - Momente der Ruhe und Re-Organisation. Wir mieten ein Auto mit mir als alleinigem Driver, da der Linksverkehr mehr meine Sache ist. In St. John - der Hauptstadt von Antigua - besuche ich erneut eine Chiropraktikerin, welche sehr humorvoll viele gute Inputs vermittelte... - wir haben viel zusammen gelacht!
    Am 3. März segeln wir weiter nach Barbuda an die „Princess-Diana-Beach“. Karibischer Sandstrand vom Feinsten! In den drei Tagen in Barbuda hat uns der Wind jeweils kräftig um die Ohren gepfiffen. Wir nutzen diese Windverhältnisse und segeln in einer 14-stündigen Überfahrt nach St. Martin. Kurz vor Mitternacht erreichen wir Philipsburg im holländischen Teil der Insel. Vorgestern kamen wir in Marigot an - im französischen Teil von St. Martin.
    Gestern Abend haben wir einen Tisch im "Le Marocain" reserviert (ein sehr hübsches Restaurant) und heute Abend nehmen wir den Anker auf...- es geht weiter bis zu den britischen Jungferninseln, welche wir voraussichtlich morgen Vormittag erreichen werden. - Es bleibt spannend!

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna

    Anmerkung: Übrigens die Sieger-Equipe im "the world's toughest row" war ein vierköpfiges Schweizer Männerteam, die 44-West (31 Tage, 8 h und 8 Min. für 4800 Kilometer). Dies entspricht ungefähr 1/8 des Erdumfangs. Jedes Teammitglied leistete 375'000 Ruderschläge!!
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  • Karibik-Inseln

    January 28 in Guadeloupe ⋅ ⛅ 26 °C

    Salut!

    Lange ist es her, seit meinem letzten Bericht! Wir konnten bereits einige wunderschöne Inseln der Karibik besuchen und hatten ja auch noch drei Gäste bei uns an Bord. Während drei Wochen konnten wir gemeinsam auf Entdeckungstour gehen! Lasst mich euch davon erzählen:
    Ausgangspunkt war Pointe du Bout in Martinique. Von dort reisten wir am 18. Dezember ab nach Le Marin (im Süden von Martinique), um uns dort noch mit einem Grosseinkauf einzudecken. Am Freitag, 19. Dezember starten wir frühmorgens nach St. Lucia, wo wir pünktlich zur Friday-Night-Party in Gros Islet ankamen. Diesen Anlass wollten wir uns nicht nehmen lassen. Zumal Andi uns bereits die wildesten Geschichten über diese legendäre Party in Gros Islet erzählt hat. Schnell befanden wir uns mittendrin im karibischen Street-Food Feeling. Der Duft von Grilliertem in allen Variationen, inklusive dem betörenden Duft des "Dschungelkrautes" der in der Luft schwebte, gab diesem einzigartigen Ort eine besondere Atmosphäre... Von allen Seiten wurde man mit ohrenbetäubend lautem Sound beschallt. Überall wurden Drinks an improvisierten Bars angeboten, Zigarren in jeglicher Ausführung zu kaufen. Wir befanden uns in "good Vibration" umgeben von Rastafaris und anderen "Paradiesvögeln". Es war als schwankte die Erde...- oder war das noch der "Seegang", den wir an Land spürten!? ;-)
    Unsere Reise führte uns weiter südlich bis zu den Pitons. Zwei von tropischem Gewächs überwucherten "Zuckerhüte" - DAS Wahrzeichen der Karibik. Bei unserer Ankunft bot sich uns dort ein Anblick, als wäre das Paradies direkt vor uns! Beim obligaten Gang zu den Zollbehörden (fast jede karibische Insel ist ein eigenes Land, wo immer wieder aufs Neue Pass- und Zollkontrolle verlangt werden!) landeten wir im Städtchen La Soufriere an. Was uns verwunderte: Obwohl das Städtchen direkt neben dem bekanntesten Wahrzeichen der Karibik liegt, präsentierte es sich armselig, verlottert und schmuddelig. Hier wäre definitiv mehr möglich gewesen!
    Bis zu unserem nächsten Ziel nach Bequia, Port Elisabeth war es eine Tagesreise von St. Lucia. Bequia hat uns sehr gut gefallen. Ganz anders als La Soufriere spürte man hier eine angenehme Leichtigkeit. Das Städtchen sehr hübsch im karibischen Style. Beim Frühstück an Bord fuhr ein Fischer mit seinem Boot vorbei und bot uns frisch gefangenen Lobster an! - Wie gut sich das trifft: Wir hatten den Plan an Weihnachten Lobster zu servieren. Es war eine schnelle Entscheidung und die vier lebenden Lobster im Sack waren gekauft! Allerdings vom zappelnden Lobster bis zum zarten Lobsterfleisch zum Verzehr gibt es einige Hürden zu überwinden! Darauf möchte ich gar nicht erst im Detail eingehen! - Das Endergebnis war fantastisch und wir haben das zarte Fleisch am Abend des 24. Dezember auf der kleinen Insel Mustique in Ehren genossen. Danke Andi für das feine Mahl.
    Mustique gehört zu Saint Vincent und den Grenadinen und ist in Privatbesitz. Abgeschieden und mit luxuriösen Villen von etlichen Berühmtheiten wie Mick Jagger, Ed Sheeran, Justin Bieber und einigen Royals, welche sehr diskret "versteckt" sind. Es gibt ein kleines Dorf mit ein paar wenigen Einwohnern. Von unserem idyllischen Ankerplatz war es nur wenige Meter bis zum Korallenriff, wo wir beim Schnorcheln Wasserschildkröten und viele Fische beobachten konnten.
    Nach den Weihnachtstagen besuchten wir eine weitere sehr kleine Insel: Petit Bateau. "Captain Kojak" in seinem schmucken Böötli hat uns freundlich begrüsst und war uns behilflich einen Ankerplatz zu finden (es hat doch das eine oder andere Boot noch dort!). Ausserdem hat er auch gleich noch unsere Bestellung entgegen genommen, um uns gegen Abend in seinem BBQ zu begrüssen. Seine Spezialität: Lobster. Sie waren göttlich.
    Die letzte Insel der Grenadinen welche wir noch ansteuerten, war Union Island, Clifton Harbor. Ein Ort, der 2024 starke Verwüstung durch den Hurrikan Beryl erlebte. Der Wiederaufbau scheint nicht ganz einfach zu sein. So versucht wohl die Bevölkerung auf jegliche Art und Weise von den besuchenden Touristen etwas Geld abzuknöpfen. Auch wir erfahren dies bei einem Einkauf auf einem sehr kleinen herzigen Markt im Ort. Wir wollten Früchte einkaufen. Nachdem die ältere Dame uns den Preis für die ausgesuchte Ware nannte, waren wir doch etwas konsterniert. Sie verlangte umgerechnet rund Fr. 50.- für ein paar Früchte, was wir nicht bereit waren zu bezahlen. - Ob sie sich wohl verrechnet hat?
    Da unser Besuch am 4. Januar ihren Retour-Flug gebucht hatte, hiess es bereits wieder die Rückfahrt Richtung Martinique anzugehen. Am 31. Dezember konnten wir uns noch einen Hafenplatz für zwei Nächte in Rodney Bay auf St. Lucia buchen. So haben wir den Jahreswechsel nach einem feinen Sushi-Essen im Ort und zum Anstossen auf dem Schiff verbracht: "Prosit Neujahr"! Das Feuerwerk hat die ganze Stimmung ehrenvoll abgerundet!
    Die Zeit ist wie im Flug vergangen und hat uns am Abreisetag der Drei auch wehmütig gestimmt! Wir hatten eine tolle Zeit zusammen. So schnell werden wir uns wohl nicht wieder sehen...! Vorerst werden wir unsere Abenteuer wieder zu zweit fortsetzten und freuen uns jeden Tag aufs Neue den Wind im Gesicht zu spüren, die grosse Weite des Meeres wahrzunehmen, den Sternenhimmel zu bestaunen, neuen Kulturen und Menschen zu begegnen, sich einzulassen auf den Moment, Zeit haben...- was sind wir doch für Glückspilze!

    Andi und ich haben danach noch ein paar Tage in Martinique verbracht. Unter anderem in Fort-de-France, in zwei schönen Ankerbuchten und in Saint Pierre. Eine Tagesreise weiter erreichten wir nach einer etwas ruppigen Fahrt Dominica, welche weniger touristisch ist. Diese Insel besticht durch authentisches karibisches Leben mit beeindruckender Natur! Wir besuchten einen grossen Wasserfall, zu dem uns ein einheimischer Führer (Sea Cat) geführt hat. Es war eine Wanderung durch den Regenwald und den Fluss bis wir das schöne Naturschauspiel des Wassers bestaunen konnten. Weiter nördlich ein weiteres Highlight: Bootsfahrt im Indian River durch den Regenwald ( z.T. Drehort für den Film "Pirates of the Caribbean").
    Wir haben auch Dominica hinter uns gelassen und sind nun seit einigen Tagen in Guadeloupe.

    Wir wünschen Euch allen an dieser Stelle ein WUNDERbares neues Jahr 2026!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Ankunft in Barbados und Martinique

    December 17, 2025 in Martinique ⋅ ☀️ 28 °C

    Salut!

    Nun sind es bereits zehn Tage her, seit wir am 7. Dezember, um 20.30 Uhr an unserem Ankerplatz in Port Saint Charles auf Barbados angekommen sind und das erste Mal nach drei Wochen wieder festen Boden unter den Füßen hatten!
    Unsere zwei Mitsegler aus der Schweiz sind ihrer Wege gegangen. Wir hatten eine wirklich gute Zeit zusammen. Nicht selbstverständlich, Wenn man bedenkt, dass wir uns kaum kannten und sogleich während drei Wochen unter Extrem-Bedingungen zusammen verbracht haben. Es bedingt ein offenes Herz, Flexibilität und Courage. Wir begegneten uns auch unausweichlich wenn wir drei bis vier Tage nicht mehr unter die Dusche konnten und ich meine Haare erst nach zwei Wochen wieder einmal waschen konnte! -Alles nicht so wichtig! Die Ressourcen mussten gut eingeteilt werden! D.h. Strom wurde uns über die Sonnenkollektoren geliefert, wenn die Sonne nicht hinter den Wolken war! Außerdem hatten wir glücklicherweise einen Hydro-Generator, der uns gut versorgte (ein Propeller im Wasser, welcher durch die Fahrt Strom produziert)! Strom wurde vor allem in grossen Mengen für die Kühlschränke und den Wassermacher gebraucht. Der Wassermacher liefert uns durch Reinigung und Filtration des Meerwassers frisches Süsswasser, was sparsam verbraucht werden muss!
    Auf Barbados verbrachten wir noch ein paar Tage, welche uns auch in die Hauptstadt nach Bridgetown führte. Ein erster Ausflug in diese fremde Stadt hat mir einen leichten Kulturschock versetzt! Dunkle Gassen, viel Abfall in Hinterhöfen, viele Menschen und wir die einzigen Weissen! - Fühlte sich komisch an…! Vergeblich suchten wir ein Restaurant! Am Schluss landeten wir im Burger King bei einer „netten“, unvergesslichen Bedienung. Vielleicht war sie etwas übermüdet…- zumindest ist sie während des Sprechens beinahe eingeschlafen!
    Am 12.12. haben wir uns nochmals mit Jürg zu einem gemeinsamen Nachtessen am Strand von Bridgetown verabredet. Jürg hat sich noch ein paar Tage in einem Hotel gegönnt und auch die Insel noch etwas erkundet. Wir wollten uns in Bridgetown treffen und zusammen zum Strand laufen. Just als ich ihn anrufen wollte, wo er denn nun seinen Mietwagen parkiert habe, sind wir uns in die Arme gelaufen! Es war ein sehr schöner Abend mit einem köstlichen Essen. Wer weiss, vielleicht besucht er uns wieder mal….- im Südpazifik?
    Jürg ist am 13. Dezember auch wieder nach Hause zu seinen Liebsten und wir begaben uns am 14.12. auf eine Nachtreise nach Martinique, welches wir in den frühen Morgenstunden des 15. Dezember erreichten. Es blieben uns gerade mal zwei Tage für eine grosse Wäsche, die Betten frisch zu beziehen, zu putzen und einen Einkauf zu erledigen! Am Abend des 16. Dezember empfingen wir unseren nächsten Besuch: Andis Sohn Tim mit Freundin Julia und Denis, ein Freund von ihm.
    Zusammen ziehen wir weiter südwärts nach St. Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen. Wir freuen uns auf die gemeinsamen Erlebnisse…

    Wir wünschen euch wunderschöne Weihnachtstage - bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    Und die Kaileuna
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  • Atlantiküberfahrt nach Barbados

    December 6, 2025 in Barbados ⋅ 🌬 28 °C

    "Yessi" (Hallo auf Bajan, Barbados-Kreol)

    Vor fast drei Wochen haben wir in Lanzarote die Leinen gelöst und sind immer noch unterwegs! Von den gesamthaft über 2800 Seemeilen verbleiben nun noch rund 150 Seemeilen.
    "Wie habt ihr die Zeit erlebt? Wie habt ihr es untereinander? Was macht ihr so den ganzen Tag? Reichen die Vorräte? Was kocht ihr? Habt ihr genug Wasser? Wie ist es mit der Seekrankheit? Ist es euch nie langweilig? Wie hoch sind die Wellen? Welche Windstärke?" - Die Fragen waren vielfältig und das Interesse gross an unserem Befinden und unseren Eindrücken. Dank Starlink konnten wir uns tagtäglich mit unseren Liebsten zu Hause austauschen und konnten die vielen Fragen auch immer wieder beantworten.
    Wie ihr seht, selbst auf dem Atlantik gibts "Handy-Zeit"...! Und so sind wir "verbunden" mit der grossen weiten Welt! Wie gross diese weite Welt aber tatsächlich ist, erfährt man, wenn einem wochenlang nichts anderes begegnet als die Weite des Ozeans... - Himmel und Wasser. Die Natur in ihrer Rohheit, karg und unberechenbar. Dank modernster Technologie waren wir aber stets informiert über den Stand des Wetters und den Verlauf unserer Route! Wir erinnern uns an die Helden der Seefahrt aus früheren Zeiten!
    Gelangweilt fühlten wir uns nie! Wir haben gelacht und geplaudert, gekocht und gut gegessen. Waren mit unseren Wach-Schichten beschäftigt (alle drei Stunden eine neue Schicht, d.h. bei vier Personen jeweils 9 Stunden Pause). Wir konnten uns in Lesestoff vertiefen und waren kreativ. Es wurde komponiert (durch Martin ist der Kaileuna-Song entstanden!), gestrickt genäht (Segel flicken), gesungen, geschrieben, gezeichnet, gefischt und eine lange Weile das Auf und Ab der Wellen beobachtet. - Wie gut das tut, in Demut zu sein vor der Vergänglichkeit des Lebens!

    "Wenn du am Morgen aufstehst, dann sage Danke
    für das Morgenlicht, für dein Leben und die Kraft, die
    du besitzt. Sage Danke für deine Nahrung und die Freude,
    am Leben zu sein. Wenn du keinen Grund siehst, Danke zu
    sagen, liegt der Fehler bei dir."

    Tecumseh - Häuptling der Shawnee-Indianer

    Wir fühlen uns reich beschenkt, sind dankbar und stolz...

    Bis Bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Besuch der Schweiz - Atlantiküberquerung

    November 19, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Hola!

    Seit unserem letzten Eintrag sind fast zwei Monate vergangen, welche wir an Land verbracht haben!
    Einerseits war das Schiff in der Marina Rubicon auf Lanzarote in der Werft und wir ein paar Tage im Airbnb (siehe letzter Eintrag). Andererseits haben wir die Schweiz besucht. Es war kurios, ins Flugzeug zu steigen und nach vier Stunden in Zürich zu landen, nachdem wir sechs Monate mit dem Schiff unterwegs waren bis zu den kanarischen Inseln!
    Wir haben die wunderschönen Herbsttage, die tollen Begegnungen mit der Familie und Freunden sehr genossen (an dieser Stelle soll gesagt sein, dass wir leider nicht ganz alle gesehen haben - es waren doch einige Termine!).
    Nun sind wir zurück auf dem Schiff. Mit an Bord haben wir Jürg und Martin, zwei Segler vom Hallwilersee, welche uns auf unserer Atlantiküberquerung begleiten.
    Die letzten Tage waren geprägt von einkaufen, Platz frei machen zum einlagern, Netze aufhängen für Lebensmittel. Für den grossen Einkauf wurde extra ein Auto gemietet! Der grosse Moment: Am Montag, 17. November 2025, um 12.30 Uhr wurden die Leinen gelöst! Nun sind wir seit etwas mehr als 48 Stunden unterwegs...- viele Stunden werden noch folgen! Das Wetter ist gut, der Wind ideal aus Nord. In ca. vier Tagen werden wir die vulkanische Inselgruppe Kap Verde erreichen. Wenn alles gut läuft "zischen" wir dort vorbei, drehen westwärts und sollten nach weiteren ca. 12 Tagen Barbados in der Karibik sichten.
    Auf unserer Reise über den Atlantik werden wir vier Zeitzonen durchqueren. In ca. zwei Tagen passieren wir den Wendekreis des Krebses, d.h. wir befinden uns dann in den Tropen...- wo die Kokosnüsse wachsen!
    Vorerst nehmen wir Tag für Tag! Gestern erfreuten wir uns an dem Fang eines Mahi mahi (Goldmakrele), den wir zum Z'nacht als Fischcurry auf unserem Teller hatten.
    Wir werden weiter berichten von unterwegs...

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Porto Santo - Madeira - Lanzarote

    September 24, 2025 in Spain ⋅ 🌙 22 °C

    Hola!

    Am 22. August haben wir Spanien verlassen und brachen auf nach Porto Santo (heiliger Hafen) im Atlantik. Die kleine Insel gehört zum Madeira Archipel (Portugal). Sie hat uns verweilen lassen bis zum 5. September. Rund zehn Tage blieben wir vor Anker und genossen die ganz andere Welt…- die Ruhe und Bescheidenheit dieser Insel. Viel gibt es dort tatsächlich nicht! Den ca. 3 km entfernten einzigen Ort, haben wir fast täglich zu Fuss besucht. Es war wirklich ein Kontrastprogramm zu den vergangenen Wochen. Auch das Klima veränderte sich stark: Das Wetter wechselte oft mehrmals täglich. Von Sonne zu Wolken und Regengüssen - warm und kühl.
    Porto Santo ist etwa 11 km lang und nicht mehr als 6 km breit - es reicht gerade für eine Flugzeug-Rollpiste! ;-) Von Anfang an hatten die ersten Siedler (ca. 1420) Probleme mit dem Wassermangel, was den Ackerbau erschwerte. Die Viehzucht gelang besser und ist auch heute z.T. noch Fleischlieferant für die grössere Nachbarinsel. 1479 heiratete Christoph Kolumbus auf Porto Santo die Tochter des damaligen Gouverneurs der Insel. Er lebte einige Jahre mit seiner Frau auf Porto Santo. Am 5. September liessen auch wir Porto Santo hinter uns und segelten 6 h bis wir Madeira erreichten.
    Die Geschichte Madeiras ist vielfältig...- ebenso die Bevölkerung der ersten Siedler (ca. 1420) und die aller späteren Bewohner. Für die Segler in die Neue Welt, nach Amerika oder Indien war Madeira eine wichtige Station. Madeira war auch ein Umschlagplatz für aus Westafrika kommende Sklavenhändler.
    Madeira, was auf portugiesisch so viel wie "Holz" heisst, ist die Hauptinsel. Sie beeindruckt über eine grüne Landschaft und ist sehr üppig im Gegensatz zu Porto Santo. Sie ist heute bekannt für schöne Wandertouren. Tatsächlich gibt es viel zu bewandern, doch das möchten noch ganz viele andere Touristen auch! Mit einer doch eher bescheidenen Grösse sind die empfohlenen Wanderwege auf der Insel schnell überfüllt. Bei den Imbiss-Restaurants steht man oft bis zu 20 Minuten in einer Warteschlange für Kaffee & Kuchen!
    In Madeira erhalten wir erneut Besuch. Die Schwestern von Andi, Christine und Daniela verweilen eine Woche bei uns auf dem Schiff in der Marina da Quinta do Lorde im Südosten der Insel. Mit dem von Christine gemieteten Auto konnten wir die Insel erkunden und ein paar schöne Orte besuchen. Die vielen exotischen Früchte vom Markt haben es uns angetan! Nach ihrer Abreise hatte Andi unerwartet noch Arbeiten am Schiff zu erledigen... Am 22. September waren wir parat für den letzten Wegabschnitt unserer 1. Etappe: Die Überfahrt zu den kanarischen Inseln. Der vor Monaten gebuchte Hafenplatz im Süden von Lanzarote (Marina Rubicon) sollte in 1.5 - 2 Tagen zu erreichen sein. Es war wichtig den Zeitplan gut zu managen, denn am 24. September um. 15.30 Uhr hatten wir einen Termin in der Werft der Marina. Das Schiff kommt aus dem Wasser für ein neues Antifouling und diverse kleinere Arbeiten. - Pünktlich, wie man es von Schweizern gewohnt ist, waren wir zur Stelle!
    Wow!! Der erste Abschnitt unserer Reise mit Kaileuna zringsetum ist geschafft!! Wir haben uns "belohnt" mit ein paar Tagen in einem Airbnb mit einem kleinen Pool und fühlen uns bereits reich beschenkt von vielen wunderschönen Momenten.
    Bevor die Leinen wieder gelöst werden für die grosse Atlantik-Überfahrt, geht es nun noch eine kurze Zeit in die Schweiz! Wir freuen uns auf ein gutes Fondue oder Raclette mit unseren Liebsten, auf das Beisammensein und die Schweiz mit ihrer Vielfältigkeit!

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Strasse von Gibraltar nach Porto Santo

    August 26, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 24 °C

    Ola (portugiesisch "Hallo")

    Oh, was quälte uns das Gedärm nach unserem Marokko-Abenteuer! ;-)
    Die ruhigen Tage in Gibraltar nutzten wir, um unsere Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
    Der berühmte Affenfels - the Rock of Gibraltar - gilt als einer der bekanntesten Felsen der Welt und ist eine Touristenattraktion. Der grösste Teil des Felsens ist Naturschutzgebiet und Lebensraum von über 250 Berberaffen. Nach altertümlichem Weltbild wurde der Felsen von Gibraltar im Süden der Iberischen Halbinsel als eine der zwei Säulen des Herakles bezeichnet. Die 2. Säule ist der Dschebel Musa in Marokko. Eben auf diesen beiden Säulen ruhe das Himmelszelt. Es wurde als das Ende der Welt markiert: "non plus ultra" (nicht mehr weiter)! Nach der Entdeckung Amerikas wurde der Spruch in "plus ultra" abgeändert und fand so Eingang in das Wappen Spaniens.
    Nach den hitzigen und schweisstreibenden Tagen zuvor genossen wir die moderaten Temperaturen in Gibraltar. So war auch die Wanderung vom Affenfels zurück in die Stadt erträglich. Was uns sicher in Erinnerung bleiben wird, sind die täglichen Velofahrten über das Rollfeld des Flughafens bei der Grenze von Spanien nach England (siehe Video im Anhang!).
    Am Freitag, 22. August brachen wir auf in unsere erste grössere Etappe: Die Strasse von Gibraltar mit Wechsel vom Mittelmeer in den Atlantik nach Porto Santo / Madeira (Portugal). Dafür sollten wir 3 - 4 Tage und Nächte auf dem offenen Ozean unterwegs sein, bis wir wieder Land zu sehen bekämen. Zusammenfassend kann gesagt werden: Es verlief gut, wenn auch mit einem Schreckmoment in der 1. Nacht! Es war während meiner Wache um ca. 23 h. Ich hatte eine Frage an Andi betreffend Wegstrecke... Durch ein antippen auf dem elektronischen Kartenplotter hat es mir die eingegebene Route gelöscht. Er war noch wach und kam zu mir in den Steuerstand. - "Was sind auch das für viele rote Lichter?" fragte Andi. Durch das Malheur der fehlenden Wegstrecke habe ich mich offenbar zu wenig geachtet was da direkt vor uns an roten und auch grünen Lichtern auftauchte. Nun zündete auch noch ein grosser Scheinwerfer in unsere Richtung! In diesem Moment ertönte eine aufgeregte Stimme durch das eingeschaltete Funkgerät! Wir sollen südwärts fahren, südwärts schrie er... - Die schnelle Reaktion von Andi liess uns gerade noch glimpflich davon kommen! Wir waren nur noch wenige Meter von einem riesigen Thunfischnetz entfernt! - Fischer an der Arbeit. Die Stimme aus dem Funkgerät beruhigte sich als er sah, dass wir schnelle Reaktion zeigten und das ausgelegte Netz grossräumig umfahren konnten. Auh weia, das war knapp!! Der Kapitän des Fischerboots bedankte sich höflich bei uns. Die kommenden Nächte verliefen ruhiger. Es war Leermond und dadurch waren die Nächte dunkel mit vielen Sternen. Die Tage blieben unspektakulär bis auf die Aufregung als Andi einen Fisch an seiner Angel hatte! - Eine Makrele, welche sogleich zerlegt und pfannenfertig gebraten wurde. Die Freude war gross!
    Nach vier Tagen und Nächten hatten wir am Dienstag Vormittag, 26. August Land in Sicht: Die Insel Porto Santo. Dankbar und glücklich konnten wir um 14.30 Uhr den Anker fallen lassen. Für mich war es die erste Erfahrung eine längere Wegstrecke (1100 km) unter Segeln zu bewältigen - ein spezieller Moment dieses losgelöst sein und wieder ankommen...

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Vom Besuch in der blauen Stadt

    August 13, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 32 °C

    Marhaba (arabisch: Hallo)!

    Unser letzter Eintrag endete im Hafen von Motril. Ein unbekannter Ort und dennoch: Dieser Hafen verdient es, erwähnt zu werden. Nirgendwo sonst wurden wir so herzlich und zuvorkommend empfangen! Umfangreich und ohne Stress über alles informiert. Selbst der Hafen-Manager kam persönlich beim Schiff vorbei, um nachzufragen, ob alles o.k. sei. Ein paar nette Worte und es sei ihm wichtig, dass wir uns wohl fühlen. - Ein grosses Lob, das wir auch auf der Internet-Plattform "Navily" deponiert haben.
    Ich habe versprochen, noch ein paar Worte zu unserem Ausflug nach Almeria zu machen: Das Wahrzeichen der Stadt ist definitiv die beeindruckende Burg Alcazaba (Festung) hoch oberhalb der Stadt...- absolut sehenswert! Es ist eine maurische Festung aus dem 10. Jahrhundert unter dem Kalifen Abd ar-Rahman III. erbaut. Sie ist die grösste von Mauren gebaute Zitadelle in Spanien. Die Alcazaba wurde bis ins 15. Jahrhundert von muslimischen Statthaltern genutzt. 1522 wurde die Palastanlage durch ein Erdbeben zerstört und nur teilweise durch Neubauten ersetzt. Bei der Rekonstruktion wurden Teile der Alcazaba durch christliche Architektur geprägt und die Moschee in eine Kapelle umgewandelt. Ausserdem diente die Festung immer wieder als Drehort für bekannte Filme wie "Game of Thrones". Es war ein rundum gelungener Ausflug.
    In Motril erhielten wir dann Besuch von unseren Freunden Manu & Michi. Am 7. August konnten wir uns einen Ankerplatz in Herradura sichern, wo wir eine Nacht verweilten. Am Abend des 8. August stachen wir bei herrlichem Vollmond in See, um frühmorgens Marbella zu erreichen. Es gab dann noch etwas Verwirrung, als wir feststellten, dass der Hafen in Marbella so klein ist und wir einen Platz im Hafen nebenan von Puerto Banus bräuchten! Ganz spontan schauten wir dort mal vorbei...- notabene ohne Voranmeldung, was heutzutage unüblich ist! Manu und ich wurden von unseren Männern ins Hafenbüro geschickt, um mit dem weiblichen Charme nett um ein Plätzchen zu bitten. Die "netten" Damen mit ihren aufgespritzten Lippen am Empfang konnten uns einen Platz verschaffen und gaben uns einen ersten Eindruck, was in diesem Hafen zählt! Marbella war einst ein Ort des Jetsets und gilt bis heute als gehobener Ort. Es erstaunt nicht, dass dementsprechend eine Klientel vor Ort anzutreffen war, welche in den vielen Designer-Geschäften von Gucci bis Prada und Versace ihre Trophäen abends ausführten. Ebenso die Parade an Luxuskarrossen, welche im Schritttempo den Hafen entlang defilierten: Rolls-Royce, Bentley, Lamborghini, Ferrari...- crazy!
    Unsere Gäste haben wir am Montag, 11. August verabschiedet. Wie vorgesehen konnten wir am 12. August unsere Überfahrt nach Afrika antreten. Allerdings entschieden wir uns kurzfristig nicht nach Marina Smir zu reisen, sondern nach Ceuta, eine spanische Exklave an der nordafrikanischen Küste. Ceuta gehört zur Europäischen Union und verfügt über einige Sonderrechte. Wir wollten uns von dort das erste Mal auf einen Landausflug mit Übernachtung begeben - nach Chefchaouen in Marokko. Das Hotel erreichten wir nach fast 2 h Taxifahrt. Wir genossen die zweieinhalb Tage im schönen Dar Jasmine und in der orientalischen blauen Stadt - in einer ganz anderen Welt. Chefchaouen liegt auf einer Höhe von 565 m im Landesinnern. Das Jahr 1471 gilt als Stadtgründungsjahr. Zu der Zeit lebte dort eine kleine, hauptsächlich berberische Bevölkerung. Einen grossen Einwohnerzustrom erlebte die Stadt im Jahr 1492 von den aus Spanien ausgewiesenen Muslimen und Juden. Chefchaouen galt über Jahrhunderte als heilige Stadt, deren Betreten Ausländern unter Androhung der Todesstrafe verboten war. Die Geschichte der Stadt ist so umfangreich wie die Erklärungen über die blaue Farbe (z.B. sei das Blau gegen den "bösen Blick"). Die Bemalung wurde jedoch in den 1970-er Jahren forciert, um den Tourismus zu fördern. Blau, blau, blau...- wohin das Auge blickt, es ist überwältigend. Die Medina (Altstadt) mit ihren engen Gassen und unzähligen Treppen...- ein einziges Labyrinth! Von der Hitze erschlagen, mit müden Beinen, erreichten wir das Eingangstor des Hotels, wo uns nochmals 163 Treppenstufen bevorstanden! Bei einem verwegenen Berber mit Turban und guten Deutschkenntnissen fanden wir einen Teppich für unser Schiff. Nach langwierigen Verhandlungen packte er uns den Teppich sorgfältig ein - ein kompaktes Paket.
    Am 15. August holte uns der Taxichauffeur wieder ab und brachte uns sicher an die marokkanische Grenze, wo wir nach 1 h Anstehen in der brütenden Sonne von zwei aufmerksamen Zollbeamten freundlich begrüsst wurden. Natürlich richtete sich ihre Aufmerksamkeit sogleich auf den kunstvoll verpackten Teppich!! Mit einem gezackten Schlüssel machte sich der Zollbeamte ans Werk. Erst schnüffelte er am Teppich, dann schob er seine Hand mehrfach hinein, nur um zur Überzeugung zu gelangen, das Paket vollständig zu öffnen. Siehe da: es war ein Teppich und wir durften passieren.
    Bereits am nächsten Tag überquerten wir ohne Probleme die Passage von Ceuta nach Gibraltar (Gebiet der iberischen Orkas).

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse aus der spanischen Seite La Linea de la Concepcion (Grenze zu Gibraltar, britisches Überseegebiet)

    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Dénia-Alicante-Cartagena-Almerimar

    Jul 13–Aug 5, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 28 °C

    Hola!

    Während in der Schweiz der Sommer Pause machte, kamen wir vom sehr heissen Valencia nach Dénia, wo uns ebenfalls viel Hitze erwartete!
    Dénia war für uns eine Überraschung...- ein Städtchen mit liebevollem Ambiente. Wir verweilten drei Tage und setzten die Segel am 16. Juli Richtung Alicante.
    Alicante ist eine charmante Hafenstadt an der spanischen Costa Blanca, die mit einer perfekten Mischung aus Kultur, Geschichte und mediterraner Leichtigkeit begeistert. Die von Palmen gesäumte Explanada de Espana lädt zum Flanieren ein, während das imposante Castillo de Santa Barbara auf dem Berg Benacantil auf 166 m (aus dem 9. Jahrhundert) einen spektakulären Blick auf das Meer bietet. In der Altstadt erwarten einem enge Gassen, bunte Häuser und lebhafte Tapas-Bars, die das echte spanische Lebensgefühl vermitteln.
    Am Sonntag, 20. Juli ging es weiter nach Torrevieja. Ein Ort, der sich anbot, weil wir in Alicante den Aufenthalt nicht verlängern konnten. Der Spaziergang abends in Torrevieja - auf der Suche nach einem hübschen Restaurant - war ernüchternd! Da zeigte sich Tourismus von seiner herben Seite! Es ist zwar alles recht preisgünstig, jedoch lieblos und ohne den Wunsch zum verweilen. Einen Besuch im Swimmingpool der Marina nahmen wir aber mit Vergnügen.
    Am 22. Juli ging's weiter nach Cartagena für zwei Nächte.
    Cartagena war schöner als Torrevieja. Ein Highlight dieser Stadt ist das römische Theater. Es wurde zwischen 5 und 1 vor Christus von Kaiser Augustus erbaut. Die Bedeutung des Theaters aus archäologischer Sicht ist ungefähr so gross wie die bizarre Art und Weise, wie es 1988 entdeckt wurde. Während der Arbeiten an den Ruinen der Kirche Santa Maria la Vieja stiess man per Zufall auf das mehr als 2000 Jahre alte Theater. Die Öffentlichkeit konnte diese Perle aus der fernen Vergangenheit erst seit Beginn dieses Jahrhunderts geniessen. Das Theater hatte eine Kapazität von rund 6000 Besuchern.
    Mitten in der Nacht -in mondloser Dunkelheit - brachen wir am 24. Juli auf und erreichten am nächsten Abend Almerimar. Ein Hafen der bekannt ist, um gut und günstig zu verweilen und allfällige Arbeiten am Schiff zu erledigen. So auch bei uns: Andi hat einen Motoren-Check mit Ölwechsel gemacht, den Elektriker aufgeboten um den Hydrogenerator zu verkabeln und die Starlink-Antenne zu installieren. - Wir genossen die Tage in Almerimar. Amüsiert haben wir uns über unsere zwei bayrischen Nachbarn mit Hunden auf dem Schiff. Ihre Vierbeiner liessen sie jeweils am Morgen an Land, wo sie mit freudigem Gesichtsausdruck ihre "Häufchen" auf dem Steg platzierten. Den ganzen Tag über beschallten sie uns mit ihrer Musik, Stil Ballermann bis Musikantenstadl!
    Ein Ausflug am vergangenen Sonntag nach Almeria brachte uns erneut ein Stück spanischer Geschichte näher. Dazu mehr im nächsten Bericht.
    Heute morgen früh am 5. August zogen wir weiter (die Bayern haben uns noch zugewinkt!) und erreichten heute Nachmittag den Hafen von Motril.

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Palma - Überfahrt nach Ibiza - Valencia

    Jun 25–Jul 4, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 28 °C

    Hola!

    Palma zeigte sich uns von der schönsten Seite! Wir trafen dort noch Roger, den langjährigen Partner meiner verstorbenen Tante. Seit vielen Jahren lebt er in dieser schönen Hafenstadt. Ausserdem haben wir uns nochmals mit Heiko verabredet, den wir bereits auf seiner Finca in Binissalem besuchten (siehe letzter Bericht aus Porto Colom). Ein gemeinsames Abendessen mit anschliessendem Spaziergang durch die Gassen von Palma, rundete unseren Besuch in der Hafenstadt ab.
    Die letzen zwei Balearen-Inseln Ibiza und Formentera wollten wir natürlich auch noch besuchen. So zog es uns nach zwei Tagen in Palma weiter. Der letzte Ort in Mallorca war Paguera. Eine wunderschöne Bucht mit tollem Strand. Was wir hinter der Strandpromenade zu sehen bekamen, war Tourismus pur! Die deutsche Sprache dominierte und man kann fast sagen: ein bisschen "Klein-Ballerman"!
    Am Abend des 24. Juni brachen wir auf Richtung Sonnenuntergang in die Nacht. Pünktlich zum Sonnenaufgang erreichten wir Ibiza.
    Ibiza ist bekannt für seine Hippie-Vergangenheit und die noch heute sichtbaren Spuren dieser Bewegung. Die Insel wurde in den 1960er Jahren zu einem Zufluchtsort für junge Menschen, die sich von gesellschaftlichen Normen abwandten und auf Ibiza eine alternative Lebensweise fanden, die sich in Spiritualität, Kunst und einem einfachen Leben in der Natur manifestierte. Bis heute sind die Hippie-Märkte ein typischer Bestandteil - ein Treffpunkt an denen Kunsthandwerk, Schmuck, Kleidung und Musik verkauft wird. Zufälligerweise war unser 1. Ankerplatz direkt neben der bekannten Cala Benirras. Dies ist eine gern besuchte Bucht im Norden von Ibiza, die für ihre atemberaubenden Sonnenuntergänge bekannt ist. Besonders der Felsen im Meer bietet eine spektakuläre Kulisse. Am Strand versammeln sich jeden Abend (früher jeweils am Sonntag) Einheimische und Touristen, um der Musik von Trommlern zu lauschen, zu tanzen und den Sonnenuntergang zu zelebrieren.
    Besonders gefallen hat uns die Durchfahrt zwischen dem sagenumwobenen Fels Es Vedra (die Ibizenken erzählen sich, es sei ein Teil der versunkenen Stadt Atlantis!) und Es Vedranell, der langgezogene Strand von Ses Illietes bei Espalmador (Formentera), wo wir auch einige Tage verweilten und das bunte Treiben abends in Ibizas Altstadt...- einfach herrlich!!
    In Ibiza haben wir aber auch mehr denn je gesehen, was heute offenbar zählt:
    Sehen und gesehen werden! - Man zeigt, was man hat in jeglicher Art und Weise! Bescheidenheit ist eine Tugend der alten Hippies, die man ab und zu noch sieht...! Wir haben diesen speziellen Ort am Abend des 4. Juli verlassen mit Ziel Valencia. Der Hafenplatz in Valencia war bereits gebucht - längst nicht so teuer wie die Hafenplätze in Ibiza, wo eine Nacht gleich viel kostet wie eine ganze Woche in Valencia!! Am Morgen des 5. Juli um 07.30 Uhr - kurz nach Sonnenaufgang - überquerten wir den Nullmeridian, wir befinden uns nun in der westlichen Hemisphäre. Drei Stunden später erreichten wir den Hafen von Valencia.
    Unser nächster Besuch hat sich auch angekündigt: Meine Tochter Zora ist am 6. Juli angereist. - Ein wunderschönes Wiedersehen nach drei Monaten. Wir genossen unseren Ausflug an den riesigen Strand von Valencia mit dem Velo. Beim gemütlichen Ausspannen auf dem Liegestuhl, stellte ich mit Schrecken fest, dass ich den Schlüssel für das Veloschloss auf dem Schiff vergessen hatte. Mein Liebster hat sich dann trotz einer leichten Magenverstimmung via Taxi auf den Weg zu uns gemacht, um uns aus dieser Misere zu helfen... - das ist wahre Liebe! Der Besuch auf dem Mercat Central in der Altstadt und die kulinarischen Köstlichkeiten waren weitere Highlights. Ausserdem bekam ich von Zora einen Crash-Kurs in Sachen Haarpflege. Nun weiss ich, wie ich meine Naturlocken mit der richtigen Pflege versorge! ;-)
    Nach drei Tagen hiess es bereits wieder Abschied nehmen...- mit Herzschmerz!
    Ein paar Worte noch zu Valencia: Sie ist neben Madrid und Barcelona die drittgrösste Stadt des Landes. Valencia ist ausserordentlich weitläufig und besitzt ein riesiges Hafenareal... - eine Hafenstadt ist es aber nicht.
    Unsere Reise geht weiter. Seit gestern haben wir einen Liegeplatz in Denia. Was für ein hübscher Ort...- aber davon mehr im nächsten Bericht!

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Vom guten Leben in Porto Colom

    Jun 2–19, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 25 °C

    Hola!

    Die Überfahrt von Menorca nach Mallorca zur grössten Insel der Balearen bis nach Porto Colom an der Ostküste dauerte 9 Stunden. Die Fahrt war etwas mühsam, bei mehr Wellen als erwartet.
    Porto Colom ist der grösste Naturhafen Mallorcas und deshalb auch einer der bedeutendsten Fischerhäfen auf der Insel. Porto Colom behauptet von sich, der Geburtsort des Seefahrers Christoph Columbus zu sein. - Es muss was an sich haben dieser Ort! War es doch kein Zufall, dass wir dieses Hafenstädtchen angesteuert haben. Aus Andis wilder Jugendzeit gibt es einen ebenso abenteuerlustigen Jugendfreund...- Klaus. Die Wege der beiden haben sich getrennt und es vergingen viele Jahre ohne Kontakt. In den Erinnerungen der beiden Freunde blieben sie sich jedoch stets präsent. Unvergessen die Reise mit dem Velo nach Griechenland, der lange Aufenthalt in Mittelamerika und die neu gewonnene Leidenschaft für das Segeln verband sie. - Nun, nach etwas Nachforschungen von Andi hat er seinen alten Jugendfreund ausfindig gemacht...- in Porto Colom, wo er seit gut 30 Jahren, der Schifffahrt immer verbunden geblieben, mit seiner Familie lebt! Und so haben sich zwei ehemals dicke Freunde nach rund 30 Jahren wieder getroffen. - Was für eine Freude! Klaus und Kathleen (seine Frau) haben uns vom schönen Leben in Porto Colom erzählt - wie sie mit den kernigen Menschen dort gut zurecht kommen und glücklich sind. Man nimmt es ihnen auf Anhieb ab. Auch, dass sie vor 30 Jahren eigentlich nur auf der Durchreise mit ihrem Segelschiff waren und bloss zwei Tage bleiben wollten. Er habe sie gepackt und nicht mehr losgelassen dieser Ort.
    Auch wir sind länger geblieben als erwartet! Gab es doch noch einen weiteren Freund zu treffen aus der Zeit in Mexiko: Heiko, der in Binissalem in der Nähe von Palma auf einer schönen Finca lebt. Getroffen haben wir ganz unverhofft und spontan auch Hannah, meine Tochter mit ihrem Freund. Ein 3-tägiger Ausflug in eine nahe gelegene Bucht war der Hammer! Wie gerne hätte ich meine Tochter noch etwas länger bei mir gehabt.
    Genossen haben wir es alle...- die ehemaligen Freunde und die neu gewonnenen Freunde!
    Danke euch allen für die wunderschöne und unkomplizierte Zeit, die wir zusammen verbringen durften. Der Abschluss unserer Tage in Porto Colom machte der Geburtstags-Abend von Andi am 18. Juni mit einem fantastischen Essen an bester Lage.
    Gestern Mittag sind wir aufgebrochen Richtung Palma, mit Zwischenstopp in der schönen Ankerbucht Es Carbo. Heute Abend werden wir in Palma anlegen.

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Überfahrt nach Menorca

    May 22–Jun 2, 2025 in Spain ⋅ 🌧 19 °C

    Hola!

    Am Vormittag des 22. Mai sind wir gut in Menorca angekommen. Unser 1. Ankerplatz: Ein idyllischer Fjord, die Cala d'Addaia.
    Die Nachtfahrt verlief ruhig. Bevor es dunkel wurde, erhielten wir noch Besuch von einem Schwarm Delphinen, welche übermütig neben uns aufsprangen und uns eine ganze Weile begleiteten.
    Das Wetter hatte sich allerdings verschlechtert und es setzte Starkregen ein und der Wind hatte an Stärke zugelegt! Alle fragten sich: Hält mein Anker...- habe ich genug Abstand zum Nachbarsboot?? Sichtbare Nervosität auf allen Schiffen vor Anker. Während einer verdienten Siesta hat ein älterer Herr bei uns "angeklopft"... - ein Einheimischer, welcher auch ein Segelboot in der Bucht an einer Boje hat. Er hat mir dann erklärt, dass der Meeresgrund in dieser Bucht nicht überall geeignet ist. Vor allem, da in der Nacht ein ausserordentlich heftiger Wind einsetzen wird - der Tramontana, ein Ausläufer des Mistrals aus dem Golf von Lyon. Dieser Wind würde zwei Tage anhalten und es sei von entscheidender Wichtigkeit, wo der Anker platziert wird, damit er dann auch hält. Er habe in den letzten Jahren immer mal wieder erlebt, dass Schiffe in der Grösse wie unseres an die Felsen geblasen wurden, weil eben der Anker nicht hielt. Dankbar für diese wertvolle Information setzten wir den Anker neu. Nach zwei Anläufen, waren wir dann zufrieden mit dem Sitz des Ankers! Er hat dann auch bestens gehalten während der heftigen Kraft des Tramontana. Die Schönheit dieser Insel verzaubert: Idyllische Buchten, Landschaft mit ursprünglicher Schönheit und kristallklarem, türkisblauem Wasser. Im Westen der Insel liegt Ciutadella, die ehemalige Hauptstadt von Menorca mit prächtigen Bauten, viel Charme und einer naturbelassenen Hafeneinfahrt. Der Besuch auf dem Fischmarkt hat es uns ganz besonders angetan... (siehe Foto!)! ;-)
    Wir durften ausserderm einen weiteren Gast auf unserem Schiff begrüssen: Christine, die Schwester von Andi hat uns ein paar Tage Gesellschaft geleistet. Es war sehr schön, gemeinsam in den gigantischen Sternenhimmel zu schauen in der Bucht San Saura..!

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Wunder geschehen...- in Barcelona

    May 15–22, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 23 °C

    Ahoi liebe Alle

    Nach unserer Abreise von Palamos, wo wir entspannte Tage geniessen durften, ging unsere Reise weiter Richtung Barcelona...- südwärts. Uns verblieben bis Barcelona noch zwei Tage, welche wir an einem schönen Ankerplatz verbringen wollten. Den guten Ankerplatz haben wir nicht gefunden! Zuviel Bewegung - das würde eine unangenehme Nacht. - Nach einem Anruf in einem nahe gelegenen Hafen wurde uns in Matarò ein Platz zugesichert. Eine grosse Stadt mit beeindruckendem Sicherheitssystem im Hafenareal. Wir waren positiv überrascht. Gut gelaunt schlenderten wir abends ins Städtchen. Vergebens suchten wir nach einem geöffneten Restaurant, oder nach einem hübschen Gässlein. - Es war ernüchternd: Roh, hart und ohne Charme...- so könnte man es beschreiben.
    Die Ankunft am 15. Mai in Barcelona war spektakulär! Die Fussgänger-Brücke im Hafen wurde extra geöffnet. So konnten wir passieren und an bester Lage anlegen. Die Freude war gross! Zumal sich auch unsere ersten Gäste auf den Nachmittag angekündigt hatten: Tim und Julia, Andi's Sohn mit Freundin. Zusammen verbrachten wir tolle Tage in der Grossstadt. Den Besuch auf dem Markt Boqueria, die Einkaufsstrasse La Rambla, Plaça Reial, kulinarische Versöhnung und ein Highlight: Fussballspiel von FC Barcelona gegen Espanyol Barcelona. Unser Besuch verweilte knapp drei Tage bei uns. Machte sich zum Abschied doch etwas Wehmut breit? - Klar doch...!
    An unserem letzten Tag in Barcelona wollten wir noch die Sagrada Familia besuchen. Die Entscheidung mit der Metro zu fahren, brachte uns in hautnahen Kontakt mit Security und Polizei! - Wär hätte das gedacht!
    Als Touris auf der Suche nach dem Ticket-Automaten kamen wir ins Visier von ein paar Kleinkriminellen. Ein kurzes Anrempeln, wo ich mich noch erstaunt umdrehte und schon ist es passiert! Ich bemerkte nichts weiter, erst als Sekunden später mehrere Security-Leute um mich waren und ganz aufgeregt fragten, ob ich was aus meiner Tasche vermisse!? Tatsächlich: die Tasche war offen (ich hatte sie mit Reissverschluss geschlossen) und mein Handy weg!! Der Typ, der mich anrempelte und seine Freundin wurden festgehalten, durften aber nicht durchsucht werden. Wir mussten die Polizei abwarten. In der Zwischenzeit hat die Frau gefühlte 100 Mal auf's Übelste die Security beschimpft. Sie blieben völlig cool. Auch mir kamen ein paar üble Schimpfwörter in den Sinn...! Das war eine Gruppe Kleinkriminelle. Mein Handy ganz sicher bereits dem Komplizen weitergegeben, der ausser Sichtweite war. Was wir nicht wussten: Oben war die Polizei bereits aktiv! Nach ca. 1 - 2 Stunden kam ein ziviler Polizist mit meinem Handy in der Hand!!
    Es sei etwas verschmutzt. Es lag in einem öffentlichen Mülleimer! Dank der schnellen Reaktion von den Sicherheitsleuten habe ich mein Handy wieder und es blieb mir viel Ärger erspart! WUNDER geschehen... - in Barcelona!
    Der Polizist meinte ich sei ein Glückspilz...- das finde ich auch!

    Wir machen uns startklar für die nächste Überfahrt über Nacht nach Menorca.

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse
    Priska & Andi
    und die Keileuna
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  • An der Costa Brava

    May 10, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    Ahoi liebe Alle

    Unsere erste Nachtfahrt verlief sehr gut! Nach etwas Nervosität, welche sich doch bemerkbar machte an dem besagten Abend - vor allem bei mir (!) - lief doch alles wie am Schnürchen. Das Wetter blieb ruhig, wie dies Andi in den Wetterprognosen immer wieder geprüft hat vor unserer Nachtreise durch den Golf von Lyon. Unter den Hochsee-Seglern ist es bekannt, für alle andern doch noch ein paar Worte zum Golf von Lyon: Diese Region - auch Löwengolf genannt - ist eine Bucht, welche sich von der französischen Mittelmeerküste bis an die Costa Brava an das Cap de Creus bei Cadaqués erstreckt und zählt zu den berüchtigtsten Starkwind-Hochburgen Europas.
    In der Nacht vom 2. auf den 3. Mai überquerten wir um 03.15 Uhr die französisch-spanische Grenze. Ich stehe im Steuerstand. Um mich nichts als rabenschwarze dunkle Nacht, ein paar Sterne, das Rauschen des Meeres und in weiter Ferne ab und zu die Lichter eines Kreuzfahrtschiffes.
    Morgens um ca. 10.30 Uhr zeigte sich uns die spanische Küste. Der Hafenplatz in l'Estartit wurde durch Andi bereits reserviert und wir konnten flott darauf zu steuern. Aber "Au Weia"!! In der Hafeneinfahrt zu l'Estartit bot sich ein reges Treiben! Segelschiffe, Motorboote, Windsurfer, Kajakfahrer, sogar ein Schwimmer mitten in diesem Verkehr! Es galt an jedem Ecken aufzupassen... - jedoch wurde alles noch viel schlimmer im Hafenbecken, wo eine Kajak-Schnupperstunde stattfand. D.h. lauter Laien am herum kreisen mit ihren Kajak's und plötzlich: Ein Kajak mit ca. vier Girls dicht bei uns vor dem Boot! Ich rief, sie sollen schnell weg, doch sie waren nur am Kreischen und erkannten die Gefahr nicht! Es kam noch schlimmer: Sie fuhren unter unseren Katamaran, schlugen die Paddel hin und her... Ich schrie zu Andi, zu den Girls... Andi konnte dieses Kajak gar nicht sehen! Entscheidende Sekunden! - Gott sei Dank, sie kamen wieder hervor und paddelten doch noch weg.
    Nach diesem ganzen Schreck erwartete uns dann noch ein schwieriges Anlege-Manöver! Nach zwei Stunden haben wir auch das noch geschafft. Selbst der herbeigeeilte Bootsbesitzer nebenan (mit einem Tauch-Boot) hat sich nach einigen wilden Ausrufen wieder beruhigt. Er behauptete zuerst, wir hätten ihm sein ohnehin bereits zerkratztes Boot "beschädigt" und müssten ihm einen neuen Anstrich bezahlen. - Aus Nichts wird Nichts - das sah er dann doch auch ein.
    l'Estartit ist ein Tauchparadies, das sich in einem Naturschutzgebiet befindet. Dementsprechend sieht man dort den ganzen Tag Leute in ihren Taucheranzügen rumlaufen. Nach vier Tagen zogen wir bei schönem Wetter weiter. Unser Ziel: eine schöne Bucht in der Nähe: Cala de Aiguablava, ein hübscher Ankerplatz. Am nächsten Tag mussten wir das "Feld räumen", da ein paar Taucher Bojen setzen wollten. D.h. Anker hoch und weiterfahren in die nächste Bucht in Tamariu. Eigentlich wollten wir am Nachmittag mit dem Beiboot (Dinghy) an Land. Der aufkommende Wind hielt uns dann doch davon ab. Wir entschieden uns zur Weiterreise in einen nahe gelegenen Hafen, da das Wetter bereits wieder auf unangenehmen Regen deutete. Und so haben wir am Abend des 8. Mai in Palamos Hafen angelegt. Im Gegensatz zu l'Estatit ein Ort, der mehr Leben zeigt. Da bleiben wir gerne noch ein paar Tage.

    Bis bald!

    Herzliche Grüsse

    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Überfahrt nach Spanien - Golf von Lyon

    May 2, 2025 in France ⋅ ☁️ 22 °C

    Ahoi liebe Alle

    Die ersten Tage auf See führten uns durch bekannte Gewässer, an Orte, an denen wir uns vertraut fühlten. So wie auch eine neue Entdeckung an der Côte d'Azur: Menton. Ein malerisches, schmuckes Dörfchen, das überrascht. Antibes, das gleich um die Ecke ist, haben wir bereits von früheren Besuchen gekannt. Wir verbrachten eine Nacht dort und hätten gerne noch ein Nacht verlängert. Was wir jedoch nicht wussten: Die Franzosen feiern den 1. Mai ebenfalls und die Festaktivität lockte einige Besucher an, so dass unser Platz bereits wieder frei gegeben werden musste. Ebenfalls in der Nähe befinden sich die schönen Iles de Lérins. Ein vertrauter Ankerplatz. Die Ruhe dieses Ortes gab uns die gewünschte Energie, um unsere erste grössere Etappe in Angriff zu nehmen. So sind wir heute früh bei guten Verhältnissen aufgebrochen in Richtung Spanien. Wir verlassen die Küste Frankreichs und haben das erste Mal nichts als Meer um uns!
    Mit dieser Etappe beginnt der Teil der Reise, der Neues verspricht. Und siehe da: Es kommt schneller als man denkt...! Kaum steuern wir dem offenen Meer zu - bei Porquerolles - werden wir von einem Schiff der Zollkontrolle angehalten. Binnen kürzester Zeit haben wir drei französische Zollbeamte an Bord, welche die Papiere einsehen wollen, Fragen stellen und das Boot begutachten. Sie fragen nach Drogen an Bord und auch, ob wir Morphium dabei haben! Wie gut, dass wir in unserer Bord-Apotheke auf Morphium verzichtet haben. Alles ging gut, sie haben die gute Ordnung und die Sauberkeit gelobt. Unsere tollen Klapp-Velos fanden sie auch cool.
    Es wird nun Abend und wir steuern in unsere erste Nachtfahrt unserer Reise...!

    Mit lieben Grüssen und bis bald!

    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Schiff Ahoi - Leinen los!

    April 28, 2025 in Italy ⋅ ☀️ 22 °C

    Ahoi liebe Familie, Freunde und Interessierte

    Heute ist es soweit! Nach langer Vorbereitung und vielen Träumen stechen wir endlich in See! Unsere "Kaileuna" ist bereit, uns über die Weltmeere zu tragen - einmal zringsetum - und wir sind ready für das grosse Abenteuer!
    Die Leinen sind gelöst, die Segel gesetzt. Wir haben heute Vormittag um 09.30 Uhr den Heimathaben Loano an der ligurischen Küste verlassen. In den kommenden Monaten und Jahren werden wir neue Länder entdecken, unbekannte Küsten ansteuern, fremde Kulturen und Menschen kennenlernen und das Leben auf dem Wasser mit all seinen Facetten erleben. Es wird Hochs und Tiefs geben wie im richtigen Leben.
    Mit diesem ersten Gruss wollen wir euch wissen lassen, es geht uns gut. Wir sind voller Vorfreude und werden euch gerne berichten von unterwegs.
    Wer möchte, kann unsere Reise auf diesem Blog verfolgen. Ausserdem findet ihr den Standort der Kaileuna jeweils im Internet auf marinetraffic.com.
    In diesem Sinne bis bald - ihr hört von uns...!

    Herzliche Grüsse

    Priska & Andi
    und die Kaileuna
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  • Trip start
    April 28, 2025