• Volcán Acatenango

    January 25 in Guatemala ⋅ ☁️ 9 °C

    Und nun klappts wirklich, die kurzfristig gebuchte zweitägige Wanderung zum Vulkan, den ich nun zwei Wochen lang von der Terasse aus angeschaut habe.
    Die Wanderung sei hart aber lohne sich.

    Und so treffen wir die anderen, lediglich 3 Teilnehmenden, am Sonntag morgen vor der Spanisch-Schule. Eine kleine gemütliche Truppe, Nicola aus Luzern, Todd und Margreth aus den Staaten und ich mit Pippa. Und so starten wir mit geliehener Ausrüstung die steile Wanderung mit undglaublich viel Gegenverkehr. Sonntag morgen, alle einheimischen Ausflügler kommen uns entgegen (gerannt), zum Teil in Sandalen und mit einfachsten Wolldecken für die eisige Nacht...und ich hab so viel Ausrüstung mitgebracht, dass ich sogar nen Rucksackträger dazubuche 🫣
    Die Sonne brennt runter, der Weg geht sandig und steil nach oben, an jedem Plateau ein riesen Menschenauflauf und dazwischen ein kleiner Kiosk. Und an jedem Plateau brauch ich eine Pause, die andern zum Glück auch. Das Tempo passt recht gut, der geübte Guide und der sportlich junge Nico passen sich zum Glück an. Denn die 1300 Höhenmeter auf sandigem Grund lassen mich ausser Atem kommen, oder vielleicht doch eher die dünne Luft auf 3600m über Meer. Spannenderweise ist die Baumgrenze hier massiv höher und bringt etwas Schatten an diesem heissen Tag.

    Und an dessen Ende folgt ein unglaublich schöner Sonnenuntergang vom BaseCamp aus, mit Blick auf den stetig leicht pupsenden Vulkan Acatenango nebenan. Was tagsüber nur Rauchwolken sind, wird nachts zum wahren Spektakel eines brodelnden Vulkans. Ausbruch alle 10min, einer grossartiger als der andere. Und die vielen Taschenlampen auf de. Weg hoch zum Fuego leuchten wie eine Girlande am brodelnden Hang.
    Das Donnergrollen weckt mich sogar aus dem leichten Schlaf,denn der ist in dieser Höhe eh nicht so toll. Und bei 0° trägt man auch alle Kleidung, die man mitgebracht hat. Und etwas mehr, als es um 4Uhr auf den Gipfel hoch geht für den Sonnenaufgang auf dem Dach der Welt.

    Runter gehts dann zum Glück schneller, als ich meine Wanderstöcke den beiden unfreiwillig rutschenden Turnschuh-Spezialisten ausleihe. Und für mich gehts ziemlich bald rückwärts den Berg runter, denn mein Knie schafft keine 1500m runter an einem Tag.
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