Abwechslungsreiche Landschaft, gesäumt vom Meer, gespickt mit Vulkanen, überdacht von vielen Wäldern und durchzogen mit unzähligen Flüssen. Leider sind diese so stark vermüllt und verschmutzt wie in Indien. Der Plastikmüll häuft sich am Strand, die Müll-Verbrennung am Strassenrand ist alltäglich und auch ums eigene Haus wird nicht Sorge getragen.Ab und zu nimmt die Brandrodung der Felder auch ein Wellblechhaus mit, denn das Leben ist vergleichbar simpel. Die Leute grundsätzlich bettelarm und kinderreich.
Trockenzeit bedeutet auch hier 3-6 Monate ohne Regen, perfekt zum Motorradfahren, wenn da nicht die dunklen Regenwolken in den Bergen wären. Die kühlere Luft auf 1500m über Meer passt mir sehr gut und die kurvigen Strassen durch die Hügel und Vulkane bleiben trocken. Der Verkehr ist wie in ganz Zentralamerika recht dicht, viele Lastwagen und kleinere Motorräder auf den wenigen Strassen durch die Berge.
In Guatemala ist die Maya-Kultur noch richtig spürbar. Viele Ruinen säumen das Land, die verschiedenen Indigenos machen rund 70% der Bevölkerung aus und zumindest in Antigua zeigen sie sich stolz in ihrer bunten Tracht. Anderswo werden sie als Säufer, faul und schmutzig betrachtet, was womöglich auch ein Körnchen Wahrheit beinhaltet. Was jedoch auffällt, sind die vielen Frauen und deren Töchter, die am Strassenrand ihre handgefertigten Artisenales verkaufen. Denn die Schulbildung ist zwar kostenlos, doch für die Mädchen leisten sich die wenigsten Familien Schulbücher und Uniformen. Und so ist Guatemala trotz Wirtschaft und Tourismus ein Land mit mieserabler Bildung, viele auf dem Land können nicht schreiben und rechnen und haben keine Perspektive auf ein besseres Leben ausserhalb des Dorfes, in dem sie aufgewachsen sind.Read more