Camino a Ciudad Perdida
Jan 20–23, 2025 in Colombia ⋅ ☀️ 18 °C
Die Ciudad Perdida, auch bekannt als die „Verlorene Stadt“, liegt im Herzen der Sierra Nevada de Santa Marta in Kolumbien, und wird manchmal mit dem Machu Picchu verglichen.
Das war vielleicht auch einer der Gründe, warum wir uns dann (nach Leticia) entschieden haben, (doch) noch in Kolumbien zu bleiben und dort zu wandern. Immerhin wurde Peru wegen der Regenzeit ja von unserer Route gestrichen.
Also ging es von Leticia ✈️ nach Santa Marta, wo wir vor Ort den 4 Tage / 3 Nächte Trip bei einem der nur 6 möglichen Reiseanbieter gebucht haben.
Was uns genau erwartet, und wie anstrengend es dann v.a. für Benno werden würde, wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht 😇
Tag 1: Der Start ins Unbekannte
Unser Abenteuer begann morgens im Reisebüro Office, wo wir das erste Mal die restliche Truppe, und Wilson, unseren spanischen Guide getroffen haben.
Wilson war bereits in 1970er Jahren mit dabei, als die verlorene Stadt von Marihuana Farmern und Schmugglern (Gold 🪙 und Kupfer Reliquien in der Stadt) entdeckt wurde, kannte sich also wirklich super aus.
Leider hatten wir etwas Pech mit dem sehr jungen und unerfahrenen englischen Übersetzer, was wir dann die nächsten Tage (insbesondere im Vergleich zu anderen Gruppen die wir getroffen haben) gemerkt haben und der kleine schwarze Punkt der doch exklusiven Tour war.
Zurück zum Abenteuer:
Nach der Fahrt ins kleine Dorf El Mamey und dem dortigen Lunch ging es am Nachmittag mit unserer Truppe (14 bunte Menschen, von der schweiz-peruanischen Familie bis zu den 2 österreichischen Buddys war alles dabei) los.
Vorbei an grünen Tälern, kleinen Kakaoplantagen und kleinen "bewirten" Rastpunkten war das Tagesziel ein kleines Camp am Fluss.
Dort ging nach dem kurzen Refresh im Fluss und dem Abendessen (Fisch mit Reis 😉) - eigener Koch, hat uns die ganze Tour begleitet - schon gegen 9 ins Bett.
Am nächsten Tag war der Weckdienst - wie die ganze Tour, wegen der Hitze untertags - um 5 angekündigt.
Geschlafen haben wir alle drei Tage in bzw auf auf Stockbetten unter einem einfachen Dach in großen Gemeinschaftslagern (siehe Bilder)
Tag 2 und 3: Dschungel pur
Die nächsten Tage führten uns immer tiefer in den Dschungel. Der Weg ging über Flüsse, steinige Pfade und durch viel Grün. Wir trafen indigene Kogi-Familien, die uns einen kleinen Einblick in ihre traditionelle Lebensweise gegeben haben. Beindruckend zu sehen, wie sie in Harmonie mit der Natur leben – ein Kontrast zu unserem Alltag.
Der Aufstieg war oft eine Herausforderung: matschige Steine, steile Passagen und enge Passagen machten den Weg nicht einfacher.
Insbesondere, da wir uns den Weg mit den anderen Gruppen "geteilt" haben die gleichzeitig mit uns unterwegs waren.
Und immer wieder der laute Schrei Achtung "mulas" (Maultiere), die das gesamte Essen, die Stromaggregate und z.T auch Gepäck der Reisenden in die Camps getragen haben.
Da hieß es dann aber auch immer wirklich schnell zur Seite hüpfen, die Mulas liefen ohne Rücksicht auf Verluste 😉
Insbesondere die heiße, schwüle Luft haben das Wandern anstrengend gemacht, aber immer wieder überraschte uns die Natur mit viel Grün und an manchen Camps gab es Bäche, in denen wir uns abkühlen konnten.
Tag 3: Ciudad perdida, die verlorene Stadt
Nach drei Tagen harter Wanderung erreichten wir am dritten Tag nach dem Frühstück endlich die 1.200 steilen Steinstufen, die zur Ciudad Perdida führen.
Vor uns lag eine Ansammlung von Terrassen, Plätzen und zeremoniellen Stätten, umgeben von dichtem Dschungel.
Unser Guide erzählte uns von den Tayrona, der indigenen Zivilisation, die diese Stadt vor über 1.000 Jahren erbaut hatte. Obwohl die Stadt in den 1970er Jahren wiederentdeckt wurde, bleibt sie ein wenig überlaufener Ort, der nur mit einer geführten Tour und zu Fuß erreichbar ist.
Auch interessant: in dieser Gegend gibt es vermutlich noch über 200 weitere, nicht entdeckte Stätten, es wird jedoch von den Indigenen unterbunden, danach zu suchen.
Tag 4: Abschied mit schweren Beinen
Der Rückweg war nicht weniger anstrengend, aber irgendwie leichter – vielleicht, weil wir wussten, dass es jetzt der Rückweg war ☺️
Und so haben wir am Tag vier nach insgesamt über 65 Kilometern und einigen Höhenmetern den Ausgangspunkt, den Ort El Mamey wieder erreicht, wo es nach dem Mittagessen mit den Jeeps wieder zurück ging.
Unterm Strich: Eine besondere Erfahrung, die allerdings wirklich (v.a. für Benno) körperlich anstrengend war und seine weitere bzw akute Wanderlust nicht unbedingt gesteigert hat 😇
Für uns ging es gestern dann weiter nach Minka, ein kleines Bergdorf bei Santa Marta, wo in den nächsten Tagen Pool und Erholung ansteht bevor es dann (wirklich) weiter nach Bolivien geht ☺️Read more























Traveler1200 Stufen ich fühl mit benno mit ;p und natürlich für dich mona auch :) LG
Wunderschöne Bilder. Genießt weiterhin eure reise [Michi]
TravelerDanke - ganz großen Drücker nach Schwabbruck ❤️