• Dann machen wir mal Päusken

    Mar 10–12, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 16 °C

    Heute Nacht wurde die Zeit umgestellt und so werde ich erst gegen acht Uhr wach. Das Thermometer am Bett verkündet, dass es knapp 15 Grad sind. Die Sonnenstrahlen in und um Freddie herum machen aber Hoffnung auf baldige Steigerung. Ich lege mich nochmal neben Hanna, die eine ziemlich unruhige, wühlige und verhustete Nacht hatte.

    Nachdem ich dann am späten Morgen eine Runde mit Bella gegangen bin, gehe ich im Kopf die Dinge durch, die ich hier vor Ort abarbeiten kann:
    - Für den verbauten Ablüfter kann ein Eingriffschutz angebracht werden
    - An der Elektrik wollte ich noch ein paar Kabelbinder anbringen
    - Antennenkabel können noch ordentlich versteckt werden
    - Öffnungen im Filz können wieder verklebt werden
    - Eine Stelle, wo die Matratze direkt am Fahrzeugblech liegt, kann noch mit Filz verkleidet werden
    - Druckknöpfe anschrauben, damit wir bei offener Hecktür ein kleines Sonnensegel anbringen können
    - Eine gerissene Stelle im PVC-Boden ausbessern
    Bevor ich mit all dem aber Anfange, schaue ich mir erstmal ein anderes Problem an. Nein, nicht Hanna. 😉

    Vor ein paar Tagen habe ich festgestellt, dass das Schiebefenster in unserer Schiebetür sich an einer Stelle vom Kleber gelöst hat. Gestern Abend ist mir dann ein kalter Luftzug am Schiebefenster entgegengekommen – an einer anderen Stelle. Ich entscheide mich erstmal gegen eine notdürftige Reparatur mit den Resten des Silikonklebers (noch vom Einbau der Antenne) vorhanden und wäge ab, ob wir eine Werkstatt hier mit dem Ausbau und wieder einkleben beauftragen oder das Ganze selbst machen. So richtig bin ich noch immer nicht zu einem Ergebnis gekommen. Das Entfernen der Scheibe wird vermutlich recht leicht von der Hand gehen, das Entfernen des alten Klebers ist dann aber eher eine Fummelsarbeit.
    Immerhin scheint es hier ohne Probleme alle benötigten Materialien zu geben und ich kann mich zu späterer Stunde nochmal damit auseinandersetzen und schauen, ob wir diesmal – wenn wir es selbst machen – wieder einen Kleber mit Primer oder einen ohne verwenden.

    Den Tag über verteilt arbeite ich die obige Liste ab, mache zwischendurch kleine Pausen um mit Hanna zu Frühstücken, mit Bella zu toben oder Hanna etwas zu trösten. Der Seeblick, die im Hintergrund tobenden Grauhörnchen, die Stille am Campingplatz und mein Wuseln lassen den Tag schnell vergehen.

    Hanna geht es am Tag über zeitweise etwas besser, am Abend wieder schlechter. Wir verlängern unseren Aufenthalt auf dem Platz hier um einen Tag, bis Dienstag, vermutlich sogar bis Mittwoch.
    Dafür lassen wir dann eventuell die Übernachtung in New Orleans ausfallen und machen dort nur eine Tagesbesichtigung. Ähnlich wie in Memphis ist die Kriminalitätsrate sehr hoch und es gibt keine bewachten Parkplätze und der einzige offizielle Wohnmobilstellplatz verlangt direkt 155$ pro Nacht. Erstmal schauen wir aber, dass Hanna wieder fit wird.
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