• Haere rā Neuseeland

    February 19 ⋅ 🌙 17 °C

    Mit ganz schwerem Herzen mussten wir uns heute von unserem Zuhause der letzten 6,5 Wochen trennen. Am Morgen das letzte Mal unser Bett weggeräumt, das letzte Mal gefrühstückt in unserer schönen Rundumsicht-Stube, das letzte Mal das Abwasser gedumpt, das letzte Mal das mobile WC entleert (Juhuiiii 😁, das war schon immer etwas eine Scheissaufgabe, die komischerweise immer mir zuviel… 🤔) naja viele letzte Male. Jetzt sitzen wir im A330 namens ‚Humu‘ und rolllen zur Startbahn 23.
    Wenn ich diesen Footprint absende sind wir bereits in der Zeit zurück gereist und es ist wieder morgen am 19. Februar (jetzt haben wir 23:27 am 19. Februar)
    Aber der Reihe nach, bin jetzt schon ein bisschen weit… 😊
    Wir hatten nach dem Frühstück den ganzen Spass des Packens vor uns. Also suchte Nici ein tolles Plätzchen aus, wo es einen grossen Parkplatz und einen riesigen Spielplatz gab, wo sich die Jungs doch ein paar Momente lang beschäftigen konnten. Wir schmissen uns dann voll rein alles aus den Schränken zu räumen und die Vorgabe von 23 Kilo je Koffer nicht zu überschreiten (ich liebe meine in Sydney gekaufte Gepäckwaage… 😁)
    Nici hatte eigentlich vor ein System ins packen der Koffer zu bringen. Am Ende des Packens haben wir das System dann ‚Tuttifrutti‘ genannt, da es eigentlich gar kein System mehr hatte… 😂
    Die Priorität lag darin das Gewicht gleichmässig auf die Koffer zu verteilen.
    Tja, wenigstens haben wir alles irgendwie in die 4 Koffer und die 4 Rucksäcke gebracht.
    Als wir fertig mit packen waren und gecheckt hatten, ob alles leer ist, kam Nici noch in den Sinn, dass wir noch was in der ‚Gfrüri‘ hatten.
    Nein, keine Glace oder Pizza, sondern ein Frottiertuch! Dieses hatten wir dort platziert, da die ‚Gfrüri‘ jedesmal, wenn wir nicht am Strom angehängt waren und die Batterie den Geist aufgegeben hatte, anfing zu tauen und zu tropfen, da sie völlig vereist war. Und so konnte das Frottiertuch die Feuchtigkeit aufnehmen und das Wasser lief nicht ständig den ganzen Boden entlang.
    Das hat soweit auch gut geklappt, jedoch war nun das Problem, dass dieses schöne Frottiertuch als Klumpen in der ‚Gfrüri‘ eingefroren war…! 😳
    Alles ziehen und drücken brachte nichts, das Ding sass fest.
    Leider hatten wir nicht mehr die Zeit um es auftauen zu lassen, also schütteten und spritzten wir einfach mal so ca. eineinhalb Liter Wasser da rein um es irgendwie weich und raus zu kriegen.
    Zum Glück hat es funktioniert und wir konnten den braunen Eisklotz entfernen… 😅

    Wir hatten uns das Reinigungspaket für 50 CHF geleistet um den Camper nicht reinigen zu müssen. Den Boden haben wir aber kurz gewischt und das Abwasser und die Toilette entleert, einfach aus Anstand.
    Als wir den Camper dann abgegeben haben (was übrigens relativ schnell und unkompliziert ging) war die Dame so überrascht wie sauber der Camper sei (häh sauber…?????🤔) und wir hätten sogar das Abwasser und die Toilette geleert, dass sie uns die 50 CHF nicht verrechnet hat! 😳
    Ok, herzlichen Dank! 😊
    Und so gaben wir unser mobiles Zuhause nach 4912.8 Kilometern, 91 gefahrenen Stunden und 673.61 verbrauchten Liter Diesel wehmütig ab.
    Der Shuttle brachte uns dann zum Flughafen, wo wir noch ca. 7 Sunden um die Ohren schlagen durften. Wir vertrieben uns die Zeit mit Essen, Brändidog spielen (Yess, wir gewannen beide Partien und jetzt steht es nur noch 12:9 für die Kids…! 😁) einer Runde Rummy, noch unser letztes Cash Geld umsetzen etc.
    Um ca. 20:00 Uhr konnten wir dann einchecken und gingen durch die Pass- und Sicherheitskontrolle wo komischerweise ein Rucksack von uns rausgezogen wurde.
    Der gute Mann von der Security fand dann darin ein ziemlich grosses, fettes Sackmesser mit langer Klinge, Säge und anderen Mordinstrumenten wie der Pinzette, welches natürlich sofort konfisziert wurde.
    Tja da hat wohl jemand beim Handgepäck packen was vertauscht (gäu Schatz?! 🥴)
    Zum Glück war es ja nicht das schöne Sackmesser, das Gian sich in der Jungschi verdient hatte (erkennt man die Ironie in diesem Satz?)
    Er nahm diesen Verlust tapfer hin und wir begaben uns dann zum Gate 8 wo wir „Humu“ bestiegen und uns nun (um 00:42 Uhr) auf 37‘000 Fuss (11’284m) befinden.
    Bald überfliegen wir die Datumsgrenze und setzen den heutigen Tag auf Anfang zurück… 😄
    Und in ca. 7h sind wir dann in Hawaii - Aloha 😊
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