Joined December 2018
  • Day194

    Colombo, Kandy

    June 24, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 30 °C

    Während ich nach Bali geflogen bin, musste ich einen Transit Stop in Colombo einlegen. Als ich auf meinen Flieger gewartet habe, lernte ich Shimalka kennen. Sie hat mich kurzerhand zu sich eingeladen. Einladungen lehne ich nur selten ab, besonders nicht wenn es mich in fremde Länder führt. Shimalka holt mich am Flughafen ab, während wir zu ihren Eltern fahren (typischerweise wohnen Singhalesen daheim bis sie heiraten) erfahre ich dass sie in der Modebranche unterwegs ist ich ihr eigenes Label hat, gut dass ich aussehe wie ein Hobo. Ihre Mutter hat für ein Dutzend hungrige Mäuler gekocht, es gibt Jackfruit Curry, Stringhoppers und ein würzig, scharfes Ofen-Hänchen mit Gemüse. Mir wird die Stadt gezeigt, nach Dehli kommt es mir vor wie eine Oase der Ruhe, es wird nur gehupt wenn es nötig ist und die Stadt ist nahezu leer. Bestimmt liegt es auch an der Anschlagserie, die keine 4 Monate her ist. Mir wird empfohlen per Zug nach Kandy zu reisen und von dort aus weiter nach Ella zu fahren. Ich beherzigen den Rat und reserviere Mir einen Platz im Zug. Die Zugfahrt ist abenteuerlich, die Türen lassen sich jederzeit öffnen, natürlich hänge ich mich während eines Platzregens raus. Vermutlich wollte der Zug immer ein Lowrider sein, teilweise hüpft er absurd über die Strecke. Kandy an sich ist ziemlich unspektakulär, eine netter künstlicher See befindet sich in der mitte der Stadt. Die Geschäfte und Lokale sind leer, man spürt dass die ausbleibenden Touristen die Einwohner zermürben.Read more

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  • Day183

    Jispa, Manali

    June 13, 2019 in India ⋅ ⛅ 10 °C

    Seit gestern befinden wir uns nicht mehr im Staat Jammu und Kashmir, kurz nach den Nakee Pass sind wir in Himachal Pradesh angekommen. Ein letzter Pass trennt uns von der Stadt Manali und den damit verbunden flachen Mittelland. Der Rothang Pass, die blumige Übersetzung bedeutet Leichenberg. Für uns wird es erstmal ungewohnt sein, dass nicht das Terrain und das Wetter die größte Gefahr birgt, sondern der Mensch, myriaden von Touristen stürmen den Pass um Selfies im Schnee zu machen. Die Nähe zu Manali das in den letzten 30ig Jahren zu einen der Touristen Hotspots im Himalaya Gebirge mutiert ist, lässt Heerscharen an Tagesausflüglern zum Pass pilgern und wenn in Indien etwas eine Attraktion ist, ist es brechend voll. Aber zuerst müssen wir dahin kommen. Zu Beginn hält uns starker Regen ab und die Angst das es weiter oben schneit, außerdem sehen wir ein paar Steine in das Tal donnern, denen wir nur ungern im Weg stehen möchten. Wir stärken uns dieses mal ausgiebig und schließlich lässt der Regen nach. Wir gleiten angenehm dahin, der Pass gestaltet sich als überraschend leicht, zum Glück wird er seinen Namen nicht gerecht. Der Höhepunkt ist schnell erreicht, nach ein paar Fotos packt uns aber doch eine gewisse Panik, fette dunkle Wolken ziehen auf, mit den Traumata von gestern im Nacken hetzen wir weiter. Die Wolken sind nicht von Dauer und auf der anderen Seite des Passes sehen wir das wahre Problem, das Verhältnis von Autos/Busen und Motorrädern zu der einspringen windungsreichen Straße ist suboptimal. Aufgefädelt wie eine Perlenkette steht das Blech, wir können das Ende nicht erblicken. Bevor wir im Dickicht der Vehikel untergehen bemerken wir einen starken würzigen Geruch, endgültig haben wir die wüstenartigen Hochgebirgsregionen des Himalayas hinter uns gelassen. Das satt grüne und feuchte Klima erzeugt einen wunderbaren Duft, der sobald von den Abgasen der Kolonne verdrängt wird. Wir fahren dauerhupend an den posierenden Ausflüglern vorbei, drängeln und fluchen viel und stehen noch mehr im Stau. Nach ein paar Stunden Terror endet die Kolonne abrupt und wir können endlich den von Wäldern und Obstgärten gesäumten Weg genießen. In Manali checken wir bei einen Freund von Joe ein, ohne ihn wären wir nicht in Manali angekommen. Er gab uns grünes Licht für den Balaracha Pass. Seine Gastfreundschaft ist außer Konkurrenz.Read more

  • Day182

    Pang, Jispa

    June 12, 2019 in India ⋅ 🌧 0 °C

    Als wir morgens losfahren fällt uns auf das wir pleite sind, Sreejoe dachte wir haben noch Geld, dass gleiche dachte ich von Julian und Joe und Julian von mir und Joe, dooh. Wir kalkulieren das wir mit unseren Benzin knapp über die nächsten 4 Pässe kommen und dann, dann haben wir schon Glück. Die zu Anfang perfekt Straße macht das fahren zu einer Wonne, wir merken nicht einmal das wir über den Lachulung Pass (4800m) überquert haben. Was nicht unbemerkt an uns vorbei geht, sind die Gata Loops, eine Serpentine mit 21 Kurven. Mit unseren restlichen Geld kaufen wir uns unser Mittagessen, eine Packung Kekse, gut dass wir nicht wussten dass der schwerste Teil der ganzen Reise nur einige Kilometer die Straße entlang auf uns wartet, der Baralacha Pass, auf den Papier wirkt er unscheinbar, mit 4840m ist er nicht viel höher als der Lachulung La, aber er ist der höchste bevor das Tal kommt. Vermutlich bleiben dort die Wolken hängen und diese schneien schließlich ab. Blauäugig fahren wir ins ungewisse, als wir bemerken wie die Schneewände neben uns sich immer weiter auftürmen, bekomme wir ein mulmiges Gefühl. Der Auftakt des Passes zeichnet sich durch eine gute Straße aus, nachdem wir ein Drittel des Aufstiegs geschafft haben wird der Belag miserabel. Als wir um die nächste Kurve kommen schauen wir ungläubig auf einen Honda City der sich hoffnungslos festgefahren hat. Eine Frau steigt aus, sie Trägt Ballerinas, wir versuchen den Wagen anzuschieben, nach 2m sitzt er wieder fest. Wir empfehlen den Insassen die Rückkehr. Ab jetzt wird's echt übel, Julian und Joe fallen häufig, momentan bin ich Navigator, wobei ich jetzt zum Pannendienst mutiere. Festgefahren, oder umgefallen ich bin zur Stelle, teilweise ist das durchqueren von Flüssen nötig, in diesen Passagen fährt Joe alleine. Beim vor Joggen merke ich schnell das wir ziemlich hoch sind. Irgendwann erreichen wir die höchste Stelle des Baralacha La, die Straße wird besser, aber das Wetter hat andere Pläne, es ist Zeit für einen Blizzard, das wir fast nichts mehr sehen war gar nicht dass größte Problem, durch den Wind stechen die Schneeflocken in den Augen wie Nadeln und sobald wir das Visier schließen, beschlägt das Visier von der Innenseite. Also versuchen wir langsam zu fahren und mit einer Hand vor den Augen uns gegen die Flocken zu schützen, ernsthaft. Zwischendurch frieren die Hände ein, aber das ist nichts neues. Während der Aufstieg haben wir ein Auto ein Motorrad gesehen. Uns kam niemand entgegen(bis auf eine Gruppe von 3 Mann), also wir es irgendwie nach Zingzing Bar schaffen wissen wir warum. Der Parkplatz ist übervoll mit Motorräder, alle warten darauf das der Blizzard nachlässt. Total neben der Spur gehen wir in das Balaracha Cafe, ein paar Leute fragen uns Sachen, wir können nur sagen"Fahrt nicht hoch". Wir wärmen uns etwas auf, wir können uns keinen Tee leisten, bekommen aber netterweise einen geschenkt. Wir kommen mit ein paar Jungs aus Karela ins Gespräch, diese Helden leihen uns etwas Geld für Benzin und eine Suppe. Nach ca. 2 Stunde kommen die vorhin erwähnten Jungs wieder zurück, leider nur 2. Einer von ihnen hat eine Panikattacke, er dachte seine Hände sind abgestorben, wir beruhigen ihn und nach einiger Zeit fühlt er seine Hände wieder. Joe fragt wo der Dritte geblieben ist, die Antwort überrascht uns"der müsste noch irgendwo oben sein". Joe empfiehlt einen Rettungsdienst los zuschicken. Hoffentlich geht es ihn gut, bis zu unserer Abfahrt ist er nicht aufgetaucht. Wir kaufen überteuertes Benzin und fahren nach Jispa, wir freuen uns über jeden Meter abstieg, ca. alle 100m wird es einen Grad wärmer. Wir durch fahren noch ein paar Flüsse und kommen mega im Arsch in Jispa an.Read more

  • Day181

    Karzok, Pang

    June 11, 2019 in India ⋅ ⛅ 2 °C

    Nachdem wir uns das erste mal verfahren haben sind wir nach einer Stunde wieder auf Kurs und können nicht fassen wo wir hier gelandet sind. Tso Kar könnte surrealer nicht sein, hierbei handelt es sich um einen sehr salzigen See der keine Zufluss hat, durch das Schrumpfen des Sees sind die Ufer hunderte Meter mit Salz bedeckt. Wir gehen zum Ufer hinab, unter unseren Schritten knirscht das Salz, am Horizont tanzen helle Windhosen, die Vortexe bilden sich graziös, gleiten dahin und vergehen wie sie gekommen sind, ist das noch die Erde? Wir sehen ein nicht identifizierbares Gerippe... Wie saugen noch ein wenig die Atmosphäre ein und rollen weiter. Nach einer kurzen Stärkung in Thukje erreichen wir den endlich den Leh/ Manali Highway. Wieder mal eine in die Landschaft gemalte Straße. Da der Tag schon weit fortgeschritten ist entscheiden wir uns dagegen die nächsten Pässe in Angriff zu nehmen, wie sich später herausstellt war das die richtige Entscheidung.Read more

  • Day180

    Man, Karzok

    June 10, 2019 in India ⋅ ☀️ 0 °C

    Es fängt an wie es aufgehört hat, wir werden kräftig durchgeschüttelt und fahren den Pangong Tso entlang. Nachdem wir Marek hinter uns gelassen haben fahren wir 40 km, eher nach Gefühl, durch die Prärie. Gleich zu Beginn kommt uns ein Motorrad entgegen, der Fahrer sucht seine Freunde um ihnen bescheid zu geben, das einer aus der Gruppe einen Totalschaden hat. Es war der beste Zeitpunkt für einen Unfall, die letzte Siedlung ist nicht weit entfernt, nach diesen Zwischenfall sehen wir für lange Zeit keine Autos geschweige den Motorräder. Wir "schwimmen" mit unseren Maschinen durch den Sand und sehnen uns nach einer echten Straße, jetzt sammelln wir auch noch Motorcross Kenntnisse, den Führerschein sollten wir in Deutschland mit viel Pomp verliehen bekommen. Endlich sind wir in Chushul, auf der Tsaka La Road gibt es eine wichtige Regel, fahr nicht nach links sonst landest du in China. Das ist keine Übertreibung, Stellenweise trennt uns nur ein kleiner Hügel von China. Nach 120km auf der Straße müssen wir uns schwereren Herzens von der asphaltierten Straße trennen und rumpeln wieder über,von Schlaglöchern zerfressenen, Straßen. Der Kiagar Pass ringt uns unsere letzten Reserven ab, zu der stechende Kälte gesellt sich zu allen Verdruss auch noch Schnee, immer wenn die Finger drohen zu erfrieren und Kuppeln und Bremsen nicht mehr zuverlässig funktioniert müssen wir pausieren und unsere Hände am Zylinder oder Auspuff aufwärmen. Von den Pass auf 4800m fahren wir runter zum Tso Moriri , gelegen auf 4500m. Hier kommen wir ziemlich fertig an und beziehen ein wunderbares Homestay.Read more

  • Day178

    Hunder, Man

    June 8, 2019 in India ⋅ ⛅ 2 °C

    Voll getankt machen wir uns auf die Socken, wir folgen den Shyok Fluss, einen Nebenfluss des Indus. Die Kilometer fliegen an uns vorbei, ein Unwetter verfolgt uns, zum Glück bleibt es im Tal stecken. Wir fahren bis zu den Ort Tangtse, ab hier wird die Straße ungemütlich, besonders als Beifahrer wird der Arsch kräftig in Mitleidenschaft gezogen. Endlich erreichen wir den Pangong tso, der See hat eine Fläche von 690 km² und ist damit größer als der Bodensee. Der See ist salzig, bis auf ein paar Krebstiere und Bakterien lebt hier auf den ersten Blick nicht viel. Trotz dieser Lebensfeindlichen Umgebung entdeckt man ein paar Vögel. Diese unwirkliche Gegend war einer der vielen Schauplätze des Indisch Chinesischen Grenzkrieges, nach Jahre langen Konflikten hat 1962 China (die Grenze wurde von der damaligen Kolonialmacht England gezogen, China hat diese nie anerkannt) die Grenze weiter in das Indische Land verschoben. Teilweise wurden die Auseinandersetzung auf über 4000m ausgetragen, Indien hat dabei eine Luftbrücke für Versorgungsgüter eingerichtet, mehr als 2/3 der Güter sind dabei verloren gegangen. Eventuell erklärt dass die von uns gesehen Infrastrukturprojekte, gigantische Tunnel verbinden Täler, Brücken werden gebaut. Wir fahren entlang des Sees, Streckenweise durch Sand, Sand als Untergrund ist grausam, never ending Aquaplaning. Gerädert erreichen wir Man, für 2 Nächte bleiben wir in einen kleinen Homestay. Die Aussicht auf den See ist phänomenal, Nachts lässt sich die Milchstraße bewundern. Das Dorf besitzt ein leistungsfähiges Teleskop, in Kooperation mit den Staat hat Man das Teleskop angeschafft. Wir betrachten Jupiter, gestreift wie ein Tiger, 3 seiner 79 Trabanten kann man erkennen. Saturn und seine Ringe bekommen wir auch zu Gesicht.Read more

  • Day176

    Leh, Hunder

    June 6, 2019 in India ⋅ ⛅ -5 °C

    Bevor wir einen der höchsten Pässe der Welt befahren lassen wir unsere Motorräder checken, zum Glück. Die Kupplungslamellen von einer Himalaya sind durch, nach einen kurzen Verhandlungsgespräch ist das Paket ausgesucht. Es überrascht mich immer wieder wenn die Materialkosten die Arbeitskosten um ein Vielfaches übersteigen, die Kosten halten sich also in Grenzen, der ursprüngliche Plan den Kardung La Pass am selben Tag in Angriff zu nehmen ist damit passé. Was uns tröstet ist die schöne Stadt mit ihren Palast der über alles thront und zahlreiche "German bakerys" die einen sehr schmackhaften apple crumble pie führen. Außerdem müssen wir die örtliche Motorrad Mafia umgehen, diese haben es auf Zweiräder abgesehen die kein Nummernschild aus dieser Region besitzen. Am nächsten Morgen fahren wir um 5 los in der Hoffnung die Checkpoints unbesetzt vorzufinden, alles läuft reibungslos. Wir haben die Straße für uns, die Sonne geht langsam auf und wir sehen sie herbei, es ist kalt, unsere lächerlichen Sommerhandschuhe sind definitiv nicht für minus Temperaturen ausgelegt. So kommt es dass wir unsere Hände zwischendurch am Auspuff aufwärmen müssen. Abgesehen davon kommen wir überraschend gut über Kardung La und wir fahren geruhsam der letzten Tankstelle für 500 km entgegen. Wir sind da, dass Benzin leider nicht, der Tankwagen steckt irgendwo im Pass fest, wir warten, besuchen ein Kloster und können gegen 19 Uhr auftanken, mit etwas gemischten Gefühlen fahren wir 40l Benzin in labilen Kunststofftanks durch die Gegend. Aszfal wartet schon seit einen Tag auf Benzin und schließt sich unserer Truppe an, er bringt uns zu einen schönen Hostel in Hunder.Read more

  • Day174

    Srinagar, Leh

    June 4, 2019 in India ⋅ ☁️ 2 °C

    Die Vorbereitungen sind getroffen, Tanks für zusätzliche 40l sind befestigt, unsere Rucksäcke sind in Mülltüten verstaut. Max Rockatansky aus Mad Max wäre ausgesprochen stolz auf uns. So ausgestattet fahren wir den ersten der 12 Pässe entgegen, Zoji La Höhe 3400m. Die Straße ist gesäumt von hohen Schnee, es ist etwas kalt, aber ansonsten herrscht eitle Sonnenschein. Im ersten Kontrollpunkt werden wir zuvorkommend gecheckt und freuen uns ein Loch ins Knie zu dritt zu sein, nach 5 Minuten sind wir durch. Der Kontrolleur neben den unsrigen ist am schnaufen, er muss die Personalien von 20 Thais aufnehmen. Wir passieren Landschaften die der Mondoberfläche ähnlich sehen, dann kommen wir an schroffen Bergen vorbei die Lila sind, die nächste Ecke ist wieder grün wie in den Voralpen. Der Tibetanische Einfluss wird bemerkbar, Gebetsfahnen sind auf jeden Berg zu sehen, es gibt Tempel und Gebetstrommeln in jeden Dorf. Nach einer Nacht in Kargil fahren wir weiter nach Leh. Leh ist die letzte Station bevor wir über einen der Höchsten Pässe der Welt fahren.Read more

  • Day169

    Chandigarh, Srinagar

    May 30, 2019 in India ⋅ 🌙 35 °C

    In Jammu kann man keine Motorräder ausleihen... Kurz entschlossen fahren wir mit dem Nachtbus nach Chandigarh, falls ihr mal die Möglichkeit habt zwischen Bus und Bahn zu wählen, nehmt den Zug, es ist viel komfortabler. Nach den Schleudertrauma im Bus nehmen wir uns für ein paar Stunden ein Hotel. Joe hat einen Vermieter gefunden und fährt eine Royal Enfield Himalaya zu unseren Hotel. 411cc, irgendwas mit 22ps und ca.200 kg Gewicht, dagegen war meine Honda Dream ein Fliegengewicht. Royal Enfield hat 1901 das erste Motorrad auf dem Markt gebracht und ist jetzt Teil von Eichner einen indischen Automobilkonzern. Zum Glück lernen ich in Chandigarh fahren und nicht in Delhi, so fahren Julian und ich einige male um den Block, würgen unzählige male ab und nach ein paar Stunden haben wir den Dreh mit der Kupplung raus. Zum Glück ist Joe erfahren und kann uns viel beibringen. Im Shop angekommen leihen wir uns zwei Himalayas aus. Julian und ich wechseln uns beim fahren ab, Joe zieht durch. Im Nachhinein war das genau richtig, einer kann immer navigieren und helfen. Am ersten Tag fahren wir nur ca. 100 km im indischen Verkehr ist das schon ziemlich haarig, es herrscht Anarchie und konstante Hupbeschallung. Am nächsten Tag fahren wir 250km, die ersten 150km fliegen an uns vorbei und dann ,holy shit, nur noch Serpentinen, Stau, Drängeln und Wahnsinn. Wir kommen alle an unsere Grenzen und fressen pechschwarze Abgase. In den engen Kurven kann der Verkehr nur in eine Richtung fließen, wir warten, ein Mann kommt zu mir und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten die uns der Indische Verkehr bereitet, ich bin etwas perplex und kann mir nicht vorstellen dass, das in Deutschland vorkommen würde. Immer wieder sehen wir Militärkonvois, Trucks beladen mit Soldaten in voller Montur, ich erinnere mich an die Worte des Auswärtigen Amtes "Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen" ich glaube nicht das die sich auf den Verkehr bezogen haben, aber mir scheint dass hier die einzige Bedrohung zu sein. Im Verlauf des Trips begegnet uns keinerlei Gewalt, unter der Belagerung des Militärs gibt es wie immer nur einen Leidtragende, die Bevölkerung, jene sind auf Touristen angewiesen, andere Wirtschaftszweige sind scheinbar nicht stark ausgeprägt. Nachdem wir verdreckt in Srinagar angekommen sind, werden wir von einen jungen Mann gefragt ob wir in seinen Hausboot übernachten möchten. Wir schauen es uns an, sind begeistert und ziehen ein. Seine Großeltern bewirtschaften uns, dass Motto lautet"You are happy, iam happy" , eine schöne Philosophie, die auch noch gelebt wird. Im Wohnzimmer sitzen wir gemeinsam, die alte Dame schmaucht eine mindestens genau so alte Pfeife. Den Nächsten Tag verbringen wir damit Ausrüstung zu besorgen und eine fantastische Bootstour auf dem Dal See zu unternehmen. Srinagar ist ein Paradies.Read more

  • Day168

    New Delhi, Jammu

    May 29, 2019 in India ⋅ 🌙 38 °C

    So langsam wird der Plan konkret, wir werden per Nachtzug in die Stadt Jammu fahren und dort Motorräder ausleihen. Von Jammu fahren wir nach Srinagar. Von dort über den ersten Pass Zoji La(La =Pass), nach Ladakh, mal eben über den Kardung La der mit ca. 5300m zu den höchst befahrbaren Pässen der Welt gehört. Weiter zum Palong Tso(Tso= See) der in Tibet und Indien liegt, also müssen wir vorsichtig mit den Abbiegen sein. Das nächste Stück zum Tso Moriri ist Offroad , bis vor Balaracha La und Rothang La und dann endlich Manali. Falls alle Straßen und Pässe passierbar sind, sitzen wir gut 2 Wochen auf den Maschinen und fahren ca. 3000km. Wenn ist dabei der entscheidende Faktor, Rothang und Balaracha La sind momentan gesperrt, da es keinen anderen Weg aus dem Tal gibt würde das bedeuten den ganzen Weg zurück zu fahren. Jetzt wo das geklärt ist, sollten Julian und ich Motorrad fahren lernen.Read more

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