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Adventure Time

December 2018 - July 2019
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  • Day180

    Man, Karzok

    June 10 in India ⋅ ☀️ 0 °C

    Es fängt an wie es aufgehört hat, wir werden kräftig durchgeschüttelt und fahren den Pangong Tso entlang. Nachdem wir Marek hinter uns gelassen haben fahren wir 40 km, eher nach Gefühl, durch die Prärie. Gleich zu Beginn kommt uns ein Motorrad entgegen, der Fahrer sucht seine Freunde um ihnen bescheid zu geben, das einer aus der Gruppe einen Totalschaden hat. Es war der beste Zeitpunkt für einen Unfall, die letzte Siedlung ist nicht weit entfernt, nach diesen Zwischenfall sehen wir für lange Zeit keine Autos geschweige den Motorräder. Wir "schwimmen" mit unseren Maschinen durch den Sand und sehnen uns nach einer echten Straße, jetzt sammelln wir auch noch Motorcross Kenntnisse, den Führerschein sollten wir in Deutschland mit viel Pomp verliehen bekommen. Endlich sind wir in Chushul, auf der Tsaka La Road gibt es eine wichtige Regel, fahr nicht nach links sonst landest du in China. Das ist keine Übertreibung, Stellenweise trennt uns nur ein kleiner Hügel von China. Nach 120km auf der Straße müssen wir uns schwereren Herzens von der asphaltierten Straße trennen und rumpeln wieder über,von Schlaglöchern zerfressenen, Straßen. Der Kiagar Pass ringt uns unsere letzten Reserven ab, zu der stechende Kälte gesellt sich zu allen Verdruss auch noch Schnee, immer wenn die Finger drohen zu erfrieren und Kuppeln und Bremsen nicht mehr zuverlässig funktioniert müssen wir pausieren und unsere Hände am Zylinder oder Auspuff aufwärmen. Von den Pass auf 4800m fahren wir runter zum Tso Moriri , gelegen auf 4500m. Hier kommen wir ziemlich fertig an und beziehen ein wunderbares Homestay.Read more

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  • Day178

    Hunder, Man

    June 8 in India ⋅ ⛅ 2 °C

    Voll getankt machen wir uns auf die Socken, wir folgen den Shyok Fluss, einen Nebenfluss des Indus. Die Kilometer fliegen an uns vorbei, ein Unwetter verfolgt uns, zum Glück bleibt es im Tal stecken. Wir fahren bis zu den Ort Tangtse, ab hier wird die Straße ungemütlich, besonders als Beifahrer wird der Arsch kräftig in Mitleidenschaft gezogen. Endlich erreichen wir den Pangong tso, der See hat eine Fläche von 690 km² und ist damit größer als der Bodensee. Der See ist salzig, bis auf ein paar Krebstiere und Bakterien lebt hier auf den ersten Blick nicht viel. Trotz dieser Lebensfeindlichen Umgebung entdeckt man ein paar Vögel. Diese unwirkliche Gegend war einer der vielen Schauplätze des Indisch Chinesischen Grenzkrieges, nach Jahre langen Konflikten hat 1962 China (die Grenze wurde von der damaligen Kolonialmacht England gezogen, China hat diese nie anerkannt) die Grenze weiter in das Indische Land verschoben. Teilweise wurden die Auseinandersetzung auf über 4000m ausgetragen, Indien hat dabei eine Luftbrücke für Versorgungsgüter eingerichtet, mehr als 2/3 der Güter sind dabei verloren gegangen. Eventuell erklärt dass die von uns gesehen Infrastrukturprojekte, gigantische Tunnel verbinden Täler, Brücken werden gebaut. Wir fahren entlang des Sees, Streckenweise durch Sand, Sand als Untergrund ist grausam, never ending Aquaplaning. Gerädert erreichen wir Man, für 2 Nächte bleiben wir in einen kleinen Homestay. Die Aussicht auf den See ist phänomenal, Nachts lässt sich die Milchstraße bewundern. Das Dorf besitzt ein leistungsfähiges Teleskop, in Kooperation mit den Staat hat Man das Teleskop angeschafft. Wir betrachten Jupiter, gestreift wie ein Tiger, 3 seiner 79 Trabanten kann man erkennen. Saturn und seine Ringe bekommen wir auch zu Gesicht.Read more

  • Day176

    Leh, Hunder

    June 6 in India ⋅ ⛅ -5 °C

    Bevor wir einen der höchsten Pässe der Welt befahren lassen wir unsere Motorräder checken, zum Glück. Die Kupplungslamellen von einer Himalaya sind durch, nach einen kurzen Verhandlungsgespräch ist das Paket ausgesucht. Es überrascht mich immer wieder wenn die Materialkosten die Arbeitskosten um ein Vielfaches übersteigen, die Kosten halten sich also in Grenzen, der ursprüngliche Plan den Kardung La Pass am selben Tag in Angriff zu nehmen ist damit passé. Was uns tröstet ist die schöne Stadt mit ihren Palast der über alles thront und zahlreiche "German bakerys" die einen sehr schmackhaften apple crumble pie führen. Außerdem müssen wir die örtliche Motorrad Mafia umgehen, diese haben es auf Zweiräder abgesehen die kein Nummernschild aus dieser Region besitzen. Am nächsten Morgen fahren wir um 5 los in der Hoffnung die Checkpoints unbesetzt vorzufinden, alles läuft reibungslos. Wir haben die Straße für uns, die Sonne geht langsam auf und wir sehen sie herbei, es ist kalt, unsere lächerlichen Sommerhandschuhe sind definitiv nicht für minus Temperaturen ausgelegt. So kommt es dass wir unsere Hände zwischendurch am Auspuff aufwärmen müssen. Abgesehen davon kommen wir überraschend gut über Kardung La und wir fahren geruhsam der letzten Tankstelle für 500 km entgegen. Wir sind da, dass Benzin leider nicht, der Tankwagen steckt irgendwo im Pass fest, wir warten, besuchen ein Kloster und können gegen 19 Uhr auftanken, mit etwas gemischten Gefühlen fahren wir 40l Benzin in labilen Kunststofftanks durch die Gegend. Aszfal wartet schon seit einen Tag auf Benzin und schließt sich unserer Truppe an, er bringt uns zu einen schönen Hostel in Hunder.Read more

  • Day174

    Srinagar, Leh

    June 4 in India ⋅ ☁️ 2 °C

    Die Vorbereitungen sind getroffen, Tanks für zusätzliche 40l sind befestigt, unsere Rucksäcke sind in Mülltüten verstaut. Max Rockatansky aus Mad Max wäre ausgesprochen stolz auf uns. So ausgestattet fahren wir den ersten der 12 Pässe entgegen, Zoji La Höhe 3400m. Die Straße ist gesäumt von hohen Schnee, es ist etwas kalt, aber ansonsten herrscht eitle Sonnenschein. Im ersten Kontrollpunkt werden wir zuvorkommend gecheckt und freuen uns ein Loch ins Knie zu dritt zu sein, nach 5 Minuten sind wir durch. Der Kontrolleur neben den unsrigen ist am schnaufen, er muss die Personalien von 20 Thais aufnehmen. Wir passieren Landschaften die der Mondoberfläche ähnlich sehen, dann kommen wir an schroffen Bergen vorbei die Lila sind, die nächste Ecke ist wieder grün wie in den Voralpen. Der Tibetanische Einfluss wird bemerkbar, Gebetsfahnen sind auf jeden Berg zu sehen, es gibt Tempel und Gebetstrommeln in jeden Dorf. Nach einer Nacht in Kargil fahren wir weiter nach Leh. Leh ist die letzte Station bevor wir über einen der Höchsten Pässe der Welt fahren.Read more

  • Day169

    Chandigarh, Srinagar

    May 30 in India ⋅ 🌙 35 °C

    In Jammu kann man keine Motorräder ausleihen... Kurz entschlossen fahren wir mit dem Nachtbus nach Chandigarh, falls ihr mal die Möglichkeit habt zwischen Bus und Bahn zu wählen, nehmt den Zug, es ist viel komfortabler. Nach den Schleudertrauma im Bus nehmen wir uns für ein paar Stunden ein Hotel. Joe hat einen Vermieter gefunden und fährt eine Royal Enfield Himalaya zu unseren Hotel. 411cc, irgendwas mit 22ps und ca.200 kg Gewicht, dagegen war meine Honda Dream ein Fliegengewicht. Royal Enfield hat 1901 das erste Motorrad auf dem Markt gebracht und ist jetzt Teil von Eichner einen indischen Automobilkonzern. Zum Glück lernen ich in Chandigarh fahren und nicht in Delhi, so fahren Julian und ich einige male um den Block, würgen unzählige male ab und nach ein paar Stunden haben wir den Dreh mit der Kupplung raus. Zum Glück ist Joe erfahren und kann uns viel beibringen. Im Shop angekommen leihen wir uns zwei Himalayas aus. Julian und ich wechseln uns beim fahren ab, Joe zieht durch. Im Nachhinein war das genau richtig, einer kann immer navigieren und helfen. Am ersten Tag fahren wir nur ca. 100 km im indischen Verkehr ist das schon ziemlich haarig, es herrscht Anarchie und konstante Hupbeschallung. Am nächsten Tag fahren wir 250km, die ersten 150km fliegen an uns vorbei und dann ,holy shit, nur noch Serpentinen, Stau, Drängeln und Wahnsinn. Wir kommen alle an unsere Grenzen und fressen pechschwarze Abgase. In den engen Kurven kann der Verkehr nur in eine Richtung fließen, wir warten, ein Mann kommt zu mir und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten die uns der Indische Verkehr bereitet, ich bin etwas perplex und kann mir nicht vorstellen dass, das in Deutschland vorkommen würde. Immer wieder sehen wir Militärkonvois, Trucks beladen mit Soldaten in voller Montur, ich erinnere mich an die Worte des Auswärtigen Amtes "Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen" ich glaube nicht das die sich auf den Verkehr bezogen haben, aber mir scheint dass hier die einzige Bedrohung zu sein. Im Verlauf des Trips begegnet uns keinerlei Gewalt, unter der Belagerung des Militärs gibt es wie immer nur einen Leidtragende, die Bevölkerung, jene sind auf Touristen angewiesen, andere Wirtschaftszweige sind scheinbar nicht stark ausgeprägt. Nachdem wir verdreckt in Srinagar angekommen sind, werden wir von einen jungen Mann gefragt ob wir in seinen Hausboot übernachten möchten. Wir schauen es uns an, sind begeistert und ziehen ein. Seine Großeltern bewirtschaften uns, dass Motto lautet"You are happy, iam happy" , eine schöne Philosophie, die auch noch gelebt wird. Im Wohnzimmer sitzen wir gemeinsam, die alte Dame schmaucht eine mindestens genau so alte Pfeife. Den Nächsten Tag verbringen wir damit Ausrüstung zu besorgen und eine fantastische Bootstour auf dem Dal See zu unternehmen. Srinagar ist ein Paradies.Read more

  • Day168

    New Delhi, Jammu

    May 29 in India ⋅ 🌙 38 °C

    So langsam wird der Plan konkret, wir werden per Nachtzug in die Stadt Jammu fahren und dort Motorräder ausleihen. Von Jammu fahren wir nach Srinagar. Von dort über den ersten Pass Zoji La(La =Pass), nach Ladakh, mal eben über den Kardung La der mit ca. 5300m zu den höchst befahrbaren Pässen der Welt gehört. Weiter zum Palong Tso(Tso= See) der in Tibet und Indien liegt, also müssen wir vorsichtig mit den Abbiegen sein. Das nächste Stück zum Tso Moriri ist Offroad , bis vor Balaracha La und Rothang La und dann endlich Manali. Falls alle Straßen und Pässe passierbar sind, sitzen wir gut 2 Wochen auf den Maschinen und fahren ca. 3000km. Wenn ist dabei der entscheidende Faktor, Rothang und Balaracha La sind momentan gesperrt, da es keinen anderen Weg aus dem Tal gibt würde das bedeuten den ganzen Weg zurück zu fahren. Jetzt wo das geklärt ist, sollten Julian und ich Motorrad fahren lernen.Read more

  • Day164

    New Delhi

    May 25 in India ⋅ ☀️ 34 °C

    Was bin ich für ein Glückspilz, über Julian habe ich Sreejoe kennen gelernt und die Beiden besuche ich jetzt mal. Joe absolviert ein Auslandssemester an der IIT, uns schleust er in das dortige Studentenwohnheim ein. Wir chillen hart mit den Jungs, das Studentenwohnheim ist streng nach Geschlechtern getrennt, die Frauen sind auf der gegenüberliegenden Seite des Campus. In der Nähe von Delhi gibt es keine Gewässer, es ist heiß und trocken. Zum Glück gibt es eine klimatisierte und hochmoderne Ubahn, die uns elegant an den über uns herrschenden Chaos vorbei manövriert. Wir schauen uns das Qutab Minar an, ein 73m hoher Phallus errichtet im Jahre 1193, nach den Sieg der Moguls über Dehlis letzte Hindu Reich. Es ist Ramadan und wir gehen Abends Essen, die Idee hatten einige Leute, zum Glück haben wir unsere Bestellung aufgeben bevor der Andrang schlimmer wird als beim neuen iPhone. Wir werden Zeuge wahrhaftiger Handwerkskunst, das Hackfleisch wird präzise auf die Stahlspieße gepappt und dann über glühenden Kohlen gegrillt. Kross und saftig, aber es kommt noch besser... Butter Chicken und der Name ist Programm, nachdem das Geflügel gegrillt ist, badet es in einer Buttersauce, einer Hollandaise nicht unähnlich, das triefende Hähnchen ist am zartheit schwer zu überbieten. Ich vermute es wird über Nacht in Buttermilch eingelegt, es hat eine leicht säuerliche Note und die kommt hoffentlich nicht von den zumindest fragwürdigen hygienischen Zuständen.Read more

  • Day160

    Komodo III, Bali

    May 21 in Indonesia ⋅ 🌧 30 °C

    Die letzte Nacht im Dorf ist kurz, wir verabschieden uns in der Früh von unseren herzlichen Gastgebern und fahren ein letztes mal mit der Nusschale raus. Wir sind an einer Insel verabredet, Flores Dive sammelt uns dort ein und fährt uns zu Tauchspots. Überraschenderweise klappt das auf die Minute genau. Meine Freunde gehen tauschen und ich schau mir das von oben mit dem Schnorchel an. Das erste mal sehe ich Schildkröten auf dem Meeresgrund schlafen und Rochen an mir vorbei ziehen. Nach insgesamt 3 Spots sind wir vollkommen fertig und schippern zurück nach Lubanbajo. Am darauf folgenden Tag fliege ich nach Bali und verbringe ein paar Tage mir Sören, Surfen und frischen Thunfisch.Read more

  • Day159

    Komodo II

    May 20 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

    Die Nacht ist zum Glück ruhig geblieben, nach einen bescheidenen Frühstück fahren wir mit einen Bötschen auf die Insel Padar und wie fantastisch die kahlgeschlagenen Inseln von dort oben aussehen ist schwer zu beschreiben. Mit unserer Nusschale fahren wir zu einen der pinken Strände, zermahlene Korallen färben den Strand, der Sand ist so weich wie samt. Wir Schnorcheln durch das klare Wasser, sehen intakte Korallenriffe und sind einfach nur baff. Das nächste Ziel ist der Nationalpark, wir bekommen einen Guide, dieser ist etwas Lustlos bei 35° und Ramadan kann man das verstehen. Die Komodowarane haben momentan auch Siesta, während der heißen Mittagssonne verkriechen sich die Tiere, die beste Zeit die Drachen zu beobachten ist Früh wenn die wechselwarmen Tiere sich in die Sonne legen. Wir haben zwei kleine Warane gesehen, schon etwas enttäuscht begeben wir uns auf den Rückweg. Ein Wildschwein erregt unsere Aufmerksamkeit, plötzlich rennt die Sau und direkt hinter ihr ist ein großer Komodowaran, ziemlich erstaunlich und beängstigend das die Viecher bis zu 16 km/h schnell werden können. Nach ungefähr 10min hören wir ein Quiken, der Waran ist scheinbar schneller gewesen. Unser Bötschen nimmt Kurs auf eine kleine Mangroveninsel, hier hängen Flughunde ab. Langsam geht die Sonne unter, auf der kleinen Insel kehrt Leben ein. Sichtlich müde entfalten die Flughunde ihre Flügel, die ersten fliegen los und mit einmal ist der Horizont voll mit ihnen. Wir fahren zurück gen Komodo, auf dem spiegelglatten Meer reflektiert sich der Vollmond.Read more