• Marcel Müller
  • Marcel Müller

Island, Feuer Eis und Dosenbier

Et 22-dagers eventyr av Marcel. Les mer
  • Letzter Tag in den Westfjorden 🇮🇸

    8. september, Island ⛅ 7 °C

    Heute eigentlich nur Straße und Meer – bei strahlendem Sonnenschein. Traumhaft schön. 🌊☀️

    Allerdings hatten wir Gegenwind ohne Ende. Der Wind von links hat uns Motorradfahrer bis auf die Knochen ausgekühlt. Nach den 360 km waren wir teilweise echt fertig.

    Und die BMW hatte natürlich auch wieder ihre eigene Meinung. 😅
    Die Hinterradbremse blieb gestern schon hängen, alles stank wie Sau. Heute natürlich wieder das gleiche Spiel. Also nochmal nachgestellt und weiter.

    Dann waren wir heute zweimal tanken. Und dann geht die BMW ungefähr 800 Meter später einfach aus. Keine Ahnung warum. Nicht mal eine Sicherung hat die BMW – und vor allem keine Möglichkeit, in dem Moment vernünftig zu schauen, was sie eigentlich hat. Der Schock riesig. 😳

    Nach dem Tanken erstmal angehalten, Kaffee getrunken und dann noch 50 km weiter zum vierten Hot Pot. Dort konnten wir bis 22 Uhr sitzen bleiben und uns wieder aufwärmen.

    Und dann endlich das Highlight: Polarlichter! 💚🌌

    Die letzte Fahrt durch die Westfjorde mit der tiefstehenden Sonne, dem Meer und den Polarlichtern war einfach der perfekte Abschluss.
    Westfjorde – geschafft! 🏍️🇮🇸
    Les mer

  • Heute mal getrennte Wege 🏍️🚙

    8. september, Island ☁️ 8 °C

    Heute hat sich der Trupp mal geteilt. 😄

    Der Jeep mit Martin hat sich für eine 8-stündige Offroadtour entschieden – natürlich. 😂

    Wir Motorradfahrer sind dagegen ganz entspannt auf der Straße geblieben. Bei herrlichem Sonnenschein und 19 Grad irgendwo an der Côte d'Azur von Island – oder wie das hier auch immer heißt. 😂☀️🌊

    Nach den letzten Tagen mit Wind, Regen und Schotter war das heute fast schon Erholung.

    Den Abend lassen wir ganz entspannt am Meer ausklingen.
    Heute also mal kein Offroad-Abenteuer – einfach Sonne, Meer und Ruhe. 🇮🇸🍺
    Les mer

  • Der letzte große Island-Tag 🇮🇸

    9. september, Island ☁️ 9 °C

    Die letzte Nacht kam dann doch anders als gedacht. 😅
    Martin war mit seiner 8-Stunden-Offroadtour deutlich länger unterwegs, und weil es abends richtig kalt wurde, haben wir uns irgendwann in die Notzelte verzogen und dort gepennt. Nach 23 Uhr kam Martin dann endlich dazu.

    Kubi hatte allerdings richtig schlecht geschlafen und am nächsten Morgen mächtige Kopfschmerzen. Damit hatten wir den wohl stillsten Tag der ganzen Reise. Unser Sonnenschein war heute nicht wirklich sonnig. 😂 Nicht mal Kekse wollte er haben! Also haben wir lieber Funkstille gehalten, damit wir ihn nicht noch mehr nerven.

    Die Straßen waren wieder richtig geil, später ging es natürlich wieder offroad weiter. Das können wir inzwischen. 😎

    Mittags haben wir irgendwo im Nirgendwo angehalten und uns Putensteaks gemacht, um die Stimmung wieder etwas aufzuhellen.

    Danach hatte ich eine besondere Idee: Weiter zu einer heißen Quelle mit Wasserfall. Klingt gut – bis ich zwei kleine Probleme bekam:

    1. Wie bekomme ich schnell die Hose auf? Die Natur rief.
    2. Wo ist mein Telefon?

    Ja. Weg. 🤦‍♂️😂

    Also alle wieder zurück. Am Essensplatz musste es liegen. Die Fliegen hatten mich dort so abgelenkt, dass ich das Handy offenbar nicht ordentlich weggesteckt hatte.

    20 bis 30 Kilometer zurück – und natürlich erstmal nichts. Auf dem Weg nichts, am Platz nichts. Der Schock wurde immer größer.

    Also weitergesucht… und dann: Da lag es! 🥳

    Allerdings musste Martin wohl zweimal drübergefahren sein und ich einmal. Und als ich es gesehen habe, konnte ich natürlich nicht mehr rechtzeitig anhalten. 😂

    Gut: Alles noch da. Nur das Display komplett im Eimer.
    Island wollte sich also auch noch persönlich von meinem Handy verabschieden.

    Dann ging es weiter zur letzten Station: noch eine heiße Quelle. Und die war richtig geil.

    Ein würdiger Abschluss unserer Zeit in Island. 🇮🇸🔥

    Abends wurde nochmal ordentlich gekocht: allerlei, unter anderem Hähnchen mit Reis – und das ist tatsächlich richtig gut geworden.

    So darf eine Islandreise enden. 🏍️🌊🔥
    Les mer

  • Island sagt Tschüss 🇮🇸

    10.–16. sep., Island ☁️ 11 °C

    Unsere letzte Fahrt in Island. Und tatsächlich war Island diesmal gnädig: kaum Regen! 😄 Dadurch konnten wir endlich die Umgebung sehen, an der wir am ersten Tag bei Dauerregen einfach vorbeigefahren waren.

    Und dann nochmal: Kurven ohne Ende. Genau das Richtige zum letzten Mal Motorradfahren auf Island. 🏍️

    Danach hieß es eindecken für die Fährfahrt und natürlich noch ein paar isländische Bierspezialitäten für die Daheimgebliebenen besorgen. Man muss ja schließlich an die armen Leute zu Hause denken. 😂

    Zum Essen ging es wieder dahin, wo alles angefangen hatte: ins Diner. Quasi Start und Ziel unserer Islandreise.

    Dann hieß es: drei Tage Fähre, kein Handy, kein Internet.
    Kubi, unser Höhlenmensch, hat sich in der Kabine wieder seine eigene Höhle gebaut und gezockt. 😂
    Ich habe mein Buch gelesen und dabei eindeutig zu viel Bier getrunken.
    Martin fand den Seegang dagegen nicht ganz so lustig und war entsprechend ziemlich ruhig.

    Wir haben trotzdem das Beste daraus gemacht.

    Dann der Zwischenstopp auf den Färöer-Inseln. Ein Bier war für Martin und mich natürlich Pflicht. 🍺

    Danach begann die große Suche nach Essen. Eine Stunde quer durch die Stadt, bis wir endlich etwas gefunden hatten. Kubi war das irgendwann zu bunt und er machte sich wieder auf den Rückweg.

    Martin wollte dagegen nicht aufgeben – und lud mich kurzerhand ins Steakhouse ein. Für zwei Personen waren 100 Euro zwar nicht gerade wenig, aber was soll's. 😄

    Auf dem Rückweg zur Fähre hat uns dann der Wind fast die Beine weggehauen.

    Also nochmal ein würdiger Abschluss: gutes Essen, Bier, Sturm und drei völlig unterschiedliche Arten, drei Tage Fähre zu überleben. 😂🇮🇸🍺
    Les mer

  • Angekommen – und natürlich ist immer irgendwas. 😂

    13. september, Tyskland ☁️ 18 °C

    Um 11:30 Uhr in Dänemark angekommen, runter vom Schiff und Martin noch direkt auf der Fähre verabschiedet.

    Aber irgendwas ist ja immer. Diesmal war Kubis KTM dran: Auf dem Schiff wollte sie einfach nicht mehr laufen. Also hat Kubi sie kurzerhand runterrollen lassen. Irgendwas mit Choke – und kaum war sie vom Schiff runter und wieder frische Luft dran, lief das Ding plötzlich wieder. 😂

    Für mich war klar: Heute geht’s nach Hause!
    Die anderen beiden waren davon irgendwie nicht ganz so begeistert. 😅

    Aber Kubi hat mich dann tatsächlich kurz nach 20 Uhr zuhause abgesetzt. Knapp 800 km – für uns inzwischen ein Klacks. Na gut… der Hintern hat danach doch ordentlich wehgetan. 😂

    Gegen 21 Uhr waren dann tatsächlich alle wieder zuhause. 🇩🇪

    Und was muss die BMW natürlich machen?
    50 Meter vor zuhause einfach ausgehen. 🤦‍♂️
    Sie sprang zwar wieder an, aber langsam glaube ich, die BMW möchte nicht mein Lieblingsmotorrad werden.

    Auf der Fahrt hatte sie außerdem noch beschlossen, das Öl aus dem linken Gabelholm zu verteilen. Also vorsichtig beim Bremsen. Zuhause dann die Bestandsaufnahme:

    Vorne links Bremsbelag verölt, hinten alles verglast.
    Na super. 😅

    Und dann noch meine persönliche Erkenntnis der Reise: Ich habe die ganze Zeit über das ABS beim Offroadfahren geschimpft.

    Vielleicht hätte ich als Kfz-Prüfer einfach mal vorher den kleinen Knopf mit der Aufschrift „ABS“ beachten sollen. 🤦‍♂️😂

    Schande über mich.

    Aber egal – wir sind wieder zuhause.
    Island 2026: geschafft! 🇮🇸🏍️🌊🍺
    Les mer

  • Island 2026 – Unser Resümee 🇮🇸🏍️

    14. september, Tyskland ☁️ 21 °C

    Wenn man am Ende einer solchen Reise zurückblickt, fragt man sich eigentlich nur: Warum macht man sowas freiwillig? 😂

    Wir waren zu dritt unterwegs – zwei Motorräder und ein Jeep. Und eigentlich war schon vor der Abfahrt klar: Ganz normal wird das nicht.

    Island hat uns dann auch direkt gezeigt, was es kann. Regen, Wind, Kälte, Sonne, Schotter, Sand, Lavafelder, Flüsse und Straßen, bei denen man sich manchmal gefragt hat, ob das wirklich noch eine Straße sein soll.

    Dazu kamen unsere ganz persönlichen Herausforderungen.

    Kubis KTM wollte eigentlich ständig irgendwas nicht. Kupplung, Benzinpumpe, Elektrik – zwischendurch war die Stimmung entsprechend im Keller. Aber irgendwie haben wir jedes Problem wieder hingebogen. Selbst wenn die Werkstatt nicht weiterkam, wurde eben selbst geschraubt. Am Ende lief die KTM wieder.

    Die BMW war da nicht viel besser. Bremsen, ausgehen, Ölverlust am Gabelholm und diverse andere kleine Überraschungen. Und natürlich musste sie 50 Meter vor zuhause nochmal ausgehen. 😂
    Ob sie nach der Reise mein Lieblingsmotorrad ist? Eher nicht.

    Und dann war da noch Martin. 🚙😂

    Der Jeep macht einfach seinen Job. Einmal ging das Getriebe in Störung – Grund war tatsächlich Unterspannung, weil wir den Jeep inzwischen als Stromversorgung für gefühlt alles benutzt haben. Handys, Kameras, Akkus, sonstiger Kram – eigentlich fehlte nur noch die Kaffeemaschine mit Drehstromanschluss. 😂

    Aber unser Martin ist unsere Geheimwaffe.

    Für alles gewappnet.
    Kochen? Hat er alles dabei.
    Werkzeug? Fast alles da.
    Kein Sprit mehr im Hochland? Martin wird zum Tankfahrzeug.
    Koffer vom Motorrad gefallen? Martin wird zum Packesel.
    Koffer wollen nicht mehr ans Motorrad? Martin hat natürlich noch irgendwelche Zusatzgurte.

    Und weil das alles noch nicht reicht, hat er auch noch unser super Schlafgestell gebaut. Wir haben irgendwann zwar mit der Nummerierung der Versionen komplett den Überblick verloren – gefühlt wurden wir mit jedem neuen Aufbau jeden Tag ein bisschen dümmer – aber geschlafen haben wir darin trotzdem. 😂

    Martin war also eigentlich Koch, Mechaniker, Tankwagen, Gepäcktransporter, Teilelager, Stromversorger und Konstrukteur in einer Person.

    Nur eine Sache hat er während der ganzen Reise konsequent gemacht:

    Jammern. 😂

    Denn schließlich ist Jeepfahren ja auch anstrengend.

    „Aua, meine Schultern.“

    Ja, Martin.

    Während die anderen bei jedem Wetter und auf jeder Straße ständig auf und unter ihren Motorrädern lagen, irgendwelche Koffer reparierten, Kupplungen entlüfteten, Bremsen nachstellten oder im Schlamm und Wasser herumfuhren:

    „Ja ja…“

    Dauerschleife wie ein Fritz-Radio-Sender:

    „Der Wind ist auch anstrengend.“
    „Auf die Straße muss man auch aufpassen.“
    „Aua, meine Schultern.“
    „Kalt ist es auch.“
    „Aua, meine Schulter.“
    „Jeepfahren ist wirklich anstrengend.“ 😂

    Und wenn wir dann nach sechs oder acht Stunden Motorradfahren völlig durch waren, kam von hinten wahrscheinlich gerade:

    „Puh… meine Schultern.“

    Aber mal ehrlich: Ohne Martin und den Jeep wäre diese Reise definitiv eine andere gewesen.

    Er war unser Mädchen für alles, unser Versorgungsfahrzeug und gleichzeitig derjenige, der uns immer wieder dazu gebracht hat, noch eine F-Road zu fahren, obwohl wir eigentlich schon wussten, dass wir danach keine Lust mehr haben würden. 😂

    Während wir Motorradfahrer irgendwann gelernt haben, durch Sand, Schotter, Lava und Furten zu kommen, hat Martin sich zwischendurch auch mal seinen Auspuff an einem Stein abgerissen. Man muss ja schließlich zeigen, dass man dabei war.

    Wir sind gefallen, haben uns nasse Füße geholt, waren bis zu den Knien im Wasser, sind durch teilweise 30–40 cm tiefe Furten gefahren und haben irgendwann aufgehört, uns darüber Gedanken zu machen, ob wir nass werden.

    Der Weg war das Ziel.

    Und genau das war für mich das Schönste an dieser Reise. Nicht unbedingt die bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern die Strecken dazwischen. Die endlosen Schotterpisten, die Berge, Gletscher, schwarzen Sandflächen, Flüsse und Fjorde. Landschaften, bei denen man einfach stehen bleibt und denkt: Das kann doch nicht echt sein.

    Dazu kamen unsere Hot Pots. Einer, zwei, drei… irgendwann haben wir aufgehört zu zählen. 😂
    Und dann, ausgerechnet an einem unserer letzten Abende: endlich Polarlichter. Ein perfekter Abschluss.

    Natürlich gab es auch ruhige Tage. Sonne, 19 Grad, Straße am Meer entlang und einfach mal keinen Offroad-Stress. Das tat nach den ganzen Abenteuern sogar richtig gut.

    Die Rückfahrt mit der Fähre war nochmal eine eigene Geschichte: drei Tage ohne Internet, Kubi als Höhlenmensch in seiner Kabine, ich mit Buch und etwas zu viel Bier und Martin, der mit dem Seegang nicht ganz so glücklich war. Auf den Färöern gab es noch ein Pflichtbier und ein ziemlich teures Steakhouse-Abenteuer.

    Und dann waren wir wieder in Dänemark.

    800 Kilometer bis nach Hause – für uns inzwischen ein Klacks.
    Na gut, der Hintern sah das etwas anders. 😂

    Was bleibt?

    Eine Menge kaputter und verbeulter Ausrüstung.
    Eine BMW, die dringend Aufmerksamkeit braucht.
    Eine KTM, die wahrscheinlich mehr repariert als gefahren wurde.
    Ein Jeep mit einem angeknabberten Auspuff.
    Unzählige Kilometer.
    Viel zu viel Wind.
    Viel Regen.
    Viel Sonne.
    Viel Bier.
    Vier Hot Pots.
    Ein kaputtes Handy.
    Und wahrscheinlich mehr Stürze, als wir eigentlich zugeben möchten. 😂

    Aber vor allem bleibt eine geile Zeit mit zwei Freunden, die man so schnell nicht vergessen wird.

    Wir drei Gestörten haben Island nicht nur bereist – wir haben Island erfahren.

    Island 2026 – geschafft. 🇮🇸🏍️🚙🌋🌊

    Und eines ist sicher:

    Das war bestimmt nicht die letzte Tour.

    Martin kommt damit deutlich mehr als „der Jeepfahrer“ rüber – eigentlich als vierter Ausrüstungsgegenstand mit Führerschein. 😂
    Les mer

    Reisens slutt
    13. september 2026