Christoph Hübner

Ich habe im Dezember 2019 mein Studium zum Ingenieur für regenerative Energien abgeschlossen und backpacke nun durch Südamerika.
Living in: Dresden, Deutschland
  • Day48

    Typisch Alemania

    February 21 in Chile ⋅ ☀️ 21 °C

    Dass Chile etliche Einflüsse der früheren deutschen Siedler hat, ist mir anhand vertrauter Straßennamen, deutschen Schulen und Feuerwehren (hier heißen sie eigentlich Bomberos), dem allseits präsenten, sehr leckeren Bier und auch hier verwendeten Wörten wie "kuchen" bereits aufgefallen. In Puerto Varas, einer kleinen Stadt unweit Puerto Montts, die von Deutschen gegründet wurde, sieht man es auch den Häusern und der Kirche an. Na gut, zumindest gibt es bei uns keine Vulkane und die traditionellen Tänze bei den Stadtfesten sehen auch anders aus.

    Zufällig entdeckte ich in der Stadt das kleine Kunstmuseum Pablo Fierros, das er selbst zu einem Kunstwerk hat werden lassen und in welchem er persönlich seine Werke verkauft.

    Am Tag darauf ging es auf den im ersten Foto abgebildeten Vulkan Osorno, wo man sich durch die karge Kraterlandschaft wie auf dem Mond fühlt. Auch dabei kam ich nicht ohne neue Bekanntschaften aus, konkret einer Holländerin, mit der ich den Tag verbracht habe, drei deutschen Mädels, die uns im Auto hoch auf den Vulkan und ein älteres brasilianisches Ehepaar, das uns wieder nach unten gebracht hat.
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  • Day46

    Carretera Austral KM 0 - Puerto Montt

    February 19 in Chile ⋅ ☀️ 14 °C

    Die Carretera Austral beginnt in Puerto Montt, wo ich sie nun verlassen werde. Ich habe es während der ganzen Zeit nicht geschafft einen Ruta-7-Aufkleber zu kaufen und ein Foto eines der typischen Straßenschilder zu machen, obwohl ich beides seit Villa O'Higgins im Kopf hatte. Manche Dinge sollen einfach nicht sein. Dafür noch als Nachtrag ein Foto einer der drei Autofähren, mit denen ich auf dem für mich letzten Abschnitt der Ruta 7 gefahren bin.

    In Puerto Montt war ich für umgerechnet 3,50 Euro (ohne Trinkgeld) beim Friseur und habe lange Zeit das bunte Treiben auf dem Fischmarkt beobachtet, wo ich Zeuge eines skurrilen Feuerwehreinsatzes wurde. Irgendwie hatte sich ein Hund auf das Dach einer der Souvenirläden verirrt. Die Spuren der nun im März (Ende der Ferienzeit in Chile) wieder aufkommenden Proteste konnte man eindrücklich am Regierungsgebäude der Stadt sehen. Die werde ich in den nächsten Wochen, nachdem was mir viele Chilenen erzählt haben, mit Sicherheit noch ausgiebiger erleben.
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  • Day44

    Ruta 7: Chaitén - Puerto Montt

    February 17 in Chile ⋅ 🌧 13 °C

    Die letzte Etappe der Carretera Austral führt nach Puerto Montt. Davor habe ich in Chaitén aber noch Kolibris von meinem Zelt aus beobachten können, Limbo auf der Fiesta de la cerveza (Bierfest) getanzt, den Krater des Vulkans gesehen, der die Kleinstadt 2008 zerstört hat und in einem von heißen Thermalquellen gespeisten Bad abgehangen.

    Glück hatte ich dabei nicht nur mit dem Wetter, sondern auch beim Trampen. Nirgendwo musste ich länger als zehn Minuten warten und teilweise hielten sogar Autos an, obwohl ich nur am Straßenrand entlang lief. Wenn man nicht gerade auf der Ladefläche eines Pickups sitzt, lernt man so auch gleich noch mehr Chilenen kennen als auf dem Campingplätzen ohnehin schon. Dabei sind sie unglaublich nett, gesellig und teilen gern.
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  • Day41

    Ruta 7: Coyhaique - Chaitén

    February 14 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    Verlor sich das Flair der Carretera ein wenig als sie asphaltiert durch die Hügellandschaft um Coyhaique führte, kehrte es kurz vor Puyuhuapi zurück. Riesige Farne und Mammutblätter (großer Rhabarber, der auch genauso gegessen wird) säumen die Straßenränder und prägen das Bild des angrenzenden Nationalparks. Die Mooswälder entstehen durch die hohen Niederschläge in der Region und ich hatte Glück, dass die tief hängenden Wolken den Blick auf den beeindruckenden hängenden Gletscher freigaben.

    Während ich aufgrund der sporadischen Busverbindung einen Tag länger als erhofft in Puyuhuapi verbracht habe, genoss ich es auch einfach mal nur auf dem Campingplatz zu entspannen und das Feuer im Ofen für den Mate-Tee zu schüren.

    Heute bin ich dann in Chaitén angekommen und werde hier wohl erst mal auf besseres Wetter warten, bis sich die Regenwolken verziehen und ich den angrenzenden, von Vulkanen geprägten Nationalpark erkunden kann.
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  • Day36

    Ruta 7: Cochrane - Coyhaique

    February 9 in Chile ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach einigen Nächten in Cochrane geht es weiter Richtung Norden. Der Abstecher nach Chile Chico vorgestern verzögerte sich an einer spektakulären Steilküste aufgrund von Felsbrocken auf der Straße, die der Kleinbus jedoch gerade so umfahren konnte. Der Grund für meinen längeren Aufenthalt war jedoch einen Einblick in die landestypischen Traditionen beim alljährlichen Volksfest in Cochrane zu erhalten.

    Letzte Nacht verbrachte ich in Puerto Tranquilo, wo ich mein Zelt am Strand des Sees aufschlug und zusammen mit drei Gleichgesinnten, die die Carretera Austral mit dem Fahrrad bezwingen, noch an einem kleinen Lagerfeuer im Mondschein saß. Heute nahm ich dort noch eine Bootstour zu den außergewöhnlichen Marmorhöhlen mit, die eines Touri-Highlights in der Region sind. Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Bus weiter nach Coyhaique.
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  • Day33

    Ruta 7: Villa O'Higgins - Cochrane

    February 6 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach einem entspannten Tag in Villa O'Higgins mit kleinem Abendspaziergang habe ich direkt einen Platz im Bus nach Cochrane ergattern können und den ersten Abschnitt der Carretera Austral, offiziell auch Ruta 7, absolviert. Und tatsächlich ist es ein tolles Gefühl durch enge Kurven windend über die Schotterpiste zu poltern und dabei auf der einen Seite Bergpanoramen und tiefblaue Seen und auf der anderen rauschende Wasserfälle und bizarre Pflanzen vorbeiziehen zu sehen.

    Die Kamera war dann wieder in Cochrane dabei, wo ich jetzt schon den dritten Tag auf einem kleinen Campingplatz mit liebevollem Frühstück verbringe. Direkt am ersten Abend habe ich hier ein lesbisches Pärchen aus Chile kennengelernt, mit dem ich etliche Biere getrunken und am Tag darauf eine Wanderung durch den naheliegenden Nationalpark unternommen habe. Die beiden sind zwei richtige Chicas locas und wir hatten viel Spaß zusammen.

    PS: Mein Handy geht wieder! Wuhu!
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  • Day30

    Über die "grüne Grenze" nach Chile

    February 3 in Chile ⋅ 🌧 7 °C

    El Chaltén liegt für Autos gewissermaßen in einer Sackgasse. Es gibt jedoch eine Möglichkeit die Grenze zu Chile im Norden zu Fuß und mit einer Fähre zu passieren und nach Villa O'Higgins, ein kleines Dorf am Ende der berühmten Carretera Austral, zu gelangen. Dafür habe ich nun vier im guten wie im schlechten Sinne ereignisreiche Tage gebraucht und kann sie dank der spärlichen Internetverbindung in der Bibliothek in Villa O'Higgins teilen.

    Direkter Fehlstart: Ich hatte den Schlüssel für mein Schloss im Hostel-Schließfach liegen lassen - der Klassiker. Beeindruckend wie leicht es sich knacken ließ, aber auch dumm gelaufen, da ich jetzt ein Neues brauche.

    Nun standen drei Tage mit weit über 20 kg Gepäck (dieses Mal konnte ich ja nichts zurück lassen) und je über 20 km Wegstrecke an. Der erste Tag war staubig und der Wind peitschte einem gern mal kleine Steine ins Gesicht. Nachdem mich eine mögliche Unterkunft abwies, da sie für die Nacht wohl ausgebucht war, schlug ich mein Zelt ziemlich erschöpft irgendwo am Weg auf. Allerdings konnte ich hier auch Calafate-Beeren sammeln, um meinen Frühstücks-Haferbrei zu verfeinern. Der zweite Tag führte dann entlang des malerischen Lago del Desierto mit Blick auf den Fitz Roy und endete am argentinischen Grenzposten am Nordufer des Sees, wo man ebenfalls jedeglich den von Gletschern gespeisten See zum Waschen hat. Der dritte Tag war von stundenlangem Regen bestimmt, der auch den Weg in mein Handy fand (die Außentaschen meiner Regenjacke sind wider Erwarten nicht komplett wasserdicht). Noch trocknet es, aber die Chancen stehen schlecht, dass es das überlebt hat.

    Auf dem Weg begegnete mir bereits ein Leipziger, der nach zwei Tagen ungewissen Wartens auf dem Rückweg war. Und tatsächlich, auf dem Campingplatz in der Nähe der Fähranlegestelle und des chilenischen Grenzpostens warteten ca. 50 Leute, teilweise schon seit fünf Tagen auf eine Fähre, die aufgrund der Wellen nicht ablegen konnte. Am nächsten Tag erschien jedoch völlig überraschend ein Grenzbeamter auf dem Fußballplatz, wo wir uns gerade die Zeit vertrieben, um uns mitzuteilen, dass heute Abend noch zwei Fähren ankommen. Am Morgen hatten sich frustiert weitere Leute auf dem Rückweg gemacht, sodass keiner genau wusste, wie viele denn nun nach Villa O'Higgins wollten. Die erste Fähre mit 16 Plätzen war schnell belegt und die zweite bot Platz für 22 Passagiere. Nach dem Durchzählen die Erleichterung: Wir waren noch genau 21 Leute. Nach 2,5 h Fahrt und kurzem Busshuttle kamen wir schließlich irgendwann gegen 01:30 Uhr nachts an und wurden schon in einem Hostel erwartet, das über unsere Ankunft Bescheid wusste.
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  • Day18

    Torres del Paine - Der O-Trek

    January 22 in Chile ⋅ ☁️ 7 °C

    8 Tage, 130 km, 4500 Höhenmeter - Das ist meine Bilanz vom O-Trek im Nationalpark Torres del Paine, einem Rundweg, der einmal um das Bergmassiv und durch die beiden Täler führt. Auf dem Rücken: Alles, was man dafür braucht - Zelt, Isomatte, Schlafsack, Campingausrüstung, Kleidung, Lebensmittel und Hygieneartikel. Wasser kann überall aus den Flüssen getrunken werden, die auch die Campingplätze versorgen.

    Ich hatte unglaubliches Glück und keinen einzigen Regentag dabei. Auch die berüchtigten Winde, die die Wanderer wörtlich gern mal in die Knie zwingen, blieben größtenteils aus. Der Weg führt über Berghänge mit Blick auf die patagonischen Weiten, üppige Blumenwiesen und gespenstische Wälder (abgestorbene Bäume bleiben durch die rauen Temperaturen und den hohen Salzgehalt in der Luft lange stehen), Geröllfelder am Fuß bizarr geformter Felsspitzen, Hängebrücken und Sümpfe, entlang an tosenden Flüssen, Seen und Gletschern. Am Boden wachsen Orchideen und in der Luft gleitet der mächtige Andenkondor (zumindest einmal habe ich ziemlich sicher einen gesehen).

    Die Highlights: Die Überquerung des John-Gardner-Passes (höchster Punkt der Tour auf 1200 m) mit Blick auf den Grey-Gletscher, den Aufstieg in das Valle del Francés mit unglaublichem 360°-Panorama und natürlich der Aussichtspunkt auf die Torres. Letzteres stellte für mich gleichzeitig auch den grönenden Abschluss der Tour dar, da ich extra um 2:30 Uhr aufgestanden bin, um, unter dem Schein der Milchstraße und mit meiner Stirnlampe ausgerüstet, pünktlich zum Sonnenaufgang oben zu sein. Es hat sich definitv gelohnt!
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  • Day18

    Torres del Paine - Das Leben im Zelt

    January 22 in Chile ⋅ ☁️ 8 °C

    Im Nationalpark Torres del Paine muss man nicht in der wilden Natur unter widrigen Umständen übernachten, sondern kann sich jeden Abend ein kühles Bier und etwas zu Essen in den kleinen Läden der Campingplätze kaufen, eine warme Dusche genießen und in einer festen Hütte schlafen. Sein Gepäck kann man von einem Träger oder per Pferd transportieren lassen.

    All das kam für mich schon allein aus Kostengründen nicht infrage (gut, die warme Dusche mal ausgenommen), sodass ich acht Tage lang wirklich nur meine eigenen Lebensmittel und Campingausrüstung in Anspruch genommen habe.

    Nachts wacht man aufgrund der Kälte oder der starken Windböen ab und an mal auf und meine Luftmatraze hatte ab Tag 4 ein Leck, aber aufgrund der körperlichen Anstrengung schläft man doch recht gut. Füchse, Mücken und Caranchos (relativ große Vögel) gesellen sich gern zu den Zelten und eines Morgens hatte ich auch eine große Spinne im Zelt. Dort, wo die Camps an abschüssigen Hängen liegen, gibt es Plattformen.
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  • Day10

    Puerto Natales - das Gore-Tex-Mekka

    January 14 in Chile ⋅ ☁️ 10 °C

    Bei meinem morgenlichen Spaziergang durch Puerto Natales sah man nur wenige Menschen auf den Straßen. Von denen hatte aber jeder zweite einen großen Rucksack, sah eher europäisch aus und war wie ich wohl gerade auf dem Weg zu oder von einem der unzähligen Hostels hier. Auch beim Einkauf der Lebensmittel für meine anstehende Acht-Tages-Tour im Nationalpark Torres del Paine zeigte sich, warum die Entwicklung der Stadt in meinem Reiseführer als vom Fischerdorf zum Gore-Tex-Mekka beschrieben wird. In den Regalen klafften nämlich genau dort ziemliche Lücken, wo ich auch gern zugegriffen hätte.

    Trotzdem habe ich alles bekommen und frage mich jetzt zum einen, ob das nicht zu schwer wird und zum anderen, ob das denn auch reicht...
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