Was bleibt…?
August 19 in Germany ⋅ 🌙 25 °C
Das war sie also, die große Reise 2026.
📑 In nackten Zahlen und Fakten : 17 Tage, 8 Länder, 5.084 mit dem Motorrad gefahrene Kilometer, 153 zurückgelegte Seemeilen über die Ostsee und nur 2 kleine Umfaller.
🏠 „Nach Hause kommen“ fühlt sich nach so einer Reise immer irgendwie merkwürdig an. Man kann es auch nicht so richtig greifen. Gefühlt wird die Welt wieder kleiner, die Möglichkeiten weniger und die eigene Zeit fremdbestimmter.
Man verarbeitet erst langsam die vielen Eindrücke, Begegnungen mit anderen Menschen, ihren Kulturen und Gepflogenheiten. Wobei diesmal der kulturelle Gap „etwas“ geringer ausfiel, als letztes Jahr in Montenegro oder Albanien.
Dennoch entstehen auch auf dieser Reise wieder jede Menge zufällige, teils skurrile teils schöne Situationen, die alle ihre Spuren hinterlassen und einen zum Nachdenken anregen können.
⛺️ Ich glaube, unsere Art zu Reisen ermöglicht es uns generell leichter mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Sind wir doch meist auf den Camping-Spots dieser Welt eher Exoten. Auch dieses Mal sind wir wieder vielen tollen und interessanten Menschen begegnet:
In Polen haben wir auf einem Privatgrundstück mit vielen anderen Menschen übernachtet. Sogar ganz ohne Zelt, nur in einer Hollywoodschaukel und einer Hängematte. Wo es natürlich mitten in der Nacht regnete… 😅
In Litauen hatten wir einen Nachbarn mit seinem Motorrad, der eigentlich nur eine Tour ins Erzgebirge machen wollte. Als er ankam, fuhr er einfach weiter. Bis Estland und wieder zurück.
⛴️ Am Fährhafen Paldiski (Estland) haben wir einen rüstigen norwegischen Rentner auf seiner supercharged Kawasaki Ninja H2 SX (200 PS!) getroffen. Er besitzt über 20 Motorräder, fuhr früher professionell Rennen, fährt jedes Jahr zur Tourist Trophy auf die Isle of Man und bekommt immer noch 20-30 Tausend Kilometer jedes Jahr auf zwei Rädern zusammen.
In Schweden hatten wir wieder eine super tolle Hütte am See. Da kamen direkt Montenegro-Feelings auf. Der Herbergsvater hat uns noch bei einer kleineren Reparatur mit Werkzeug und Material ausgeholfen.
Am letzten Platz in Schweden lernten wir dann einen deutschen Harley-Fahrer mit seiner Familie kennen. Der machte sogar noch ein cooles Video von unserer Abfahrt und schickte es mir über Instagram.
Am ersten Campingplatz in Dänemark bekamen wir zum Zeltaufbau von unseren belgischen Nachbarn frisch gekochte Paste und von einem jüngeren deutschen Pärchen kaltes Bier obendrauf. Die, wie es der Zufall so will, aus Mülheim an der Ruhr stammen.
Der spontane ungeplante Besuch bei meinem Kumpel Thomas und seiner Familie an der Nordseeküste in Dänemark, die uns sogar noch super lecker bekocht haben, war klasse.
Selbst in Deutschland dann spontan nach dem Burger-Essen in Hamburg eine richtig schöne Airbnb-Unterkunft in Hollerstedt bei einer megafreundlichen Gastgeberin erwischt. Und hier hat auch noch der Anker-Verlag seine Heimat. Verrückt.
Und als Abschluss natürlich der Besuch bei unseren Freunden Marion und Mario in Mülheim an der Ruhr. Fast schon Tradition bei unseren Reisen durch den Ruhrpott.
🤗 Wobei der letzte Abschluss der restlichen Familie gehört hat. Hier wurden wir, trotz unserer Geruchsbelästigung, wieder herzlich und mit einem „Welcome back“ Kuchen in Empfang genommen 🫶
All diese Erlebnisse machen das Reisen aus, andere Sichtweisen kennenlernen und uns über den eigenen Tellerrand blicken lassen. Vielleicht auch zukünftige Themen gelassener angehen.
Wir schwelgen jedenfalls noch einige Tage und Wochen über unsere Reise und bedanken uns bei allen Mitlesenden, egal ob still oder kommentierend ✌️Read more




