• Die Kathedrale von Genua

    17. april, Italien ⋅ ☁️ 21 °C

    Außen deutlich beeindruckender und innen dafür etwas schlichter ist wiederum die Kathedrale von Genua, zu der wir als Nächstes kamen. Die Cattedrale di San Lorenzo ist die wichtigste Kirche von Genua und das religiöse Zentrum der Stadt. Sie wurde zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert erbaut und vereint romanische und gotische Elemente. Schon die Fassade ist besonders auffällig. Die charakteristischen schwarz-weißen Streifen aus Marmor sind typisch für Genua und machen die Kathedrale sofort erkennbar. Zwei Türme rahmen den Eingang, wobei einer unvollendet blieb. Im Inneren wirkt die Kathedrale deutlich dunkler und monumentaler als viele barocke Kirchen der Stadt. Massive Säulen, hohe Gewölbe und eine klare Struktur prägen den Raum. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Kapellen mit kunstvollen Altären und Gemälden. Ein besonders wichtiger Bereich ist die Kapelle des Johannes des Täufers, in der Reliquien des Heiligen aufbewahrt werden. Besonders verehrt wird ein Teil seiner sterblichen Überreste, der in einem kunstvollen Reliquienschrein liegt. Die Kappelle gehört zu den bedeutendsten religiösen Orten der Kathedrale und ist besonders aufwendig gestaltet. Vor dem Gehen ging’s für mich noch auf den Turm. Die Türme der Cattedrale di San Lorenzo in Genua sind unterschiedlich hoch, da der Bau nie vollständig symmetrisch fertiggestellt wurde. Der höhere Turm (rechts von vorne gesehen) erreicht etwa 60 Meter Höhe. Der linke Turm blieb unvollendet und ist deutlich niedriger. Diese ungleiche Höhe ist kein Fehler, sondern Ergebnis der langen Baugeschichte im Mittelalter, bei der Pläne oft geändert oder nicht vollständig umgesetzt wurden. Beim Aufstieg geht’s bis zur Hälfte im rechten Turm, dann über ein Verbindungsteil nach links, da die Aussichtsplattform auf dem linken Turm ist. Der Ausblick ist schön, jedoch durch die niedrigere Höhe vom linken Turm nicht unendlich weit in alle Richtungen.Læs mere