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  • Day69

    Abenteuerfahrt an den Lago Atitlan

    Today in Guatemala ⋅ 🌧 18 °C

    Heute ging es endlich los an den See in unser Häuschen. Darauf haben wir uns schon die letzten 2 Wochen soooo gefreut!
    Mikey war so lieb und hat uns noch zum Busterminal gefahren. Von da aus ging die Abenteuerfahrt dann los.
    Alles wie immer - alle Busfahrer kamen sofort angelaufen und fragten, wo wir hin wollen, sodass wir nicht ewig suchen mussten.
    Erste Fahrt also im Chickenbus Richtung Santa Clara. Einige Kilometer vor dem Ort wurden wir dann am Straßenrand abgesetzt, da der Bus in ne andere Richtung als unsere weiterfuhr...doch es dauerte nicht lang, da kam auch schon unser Gefährt Nummer 2: Diesmal ein Colectivo. Bis unters Dach vollgerammelt mit Leuten ging es dann einige Kilometer über eine halsbrecherische Serpentinenstraße nach Santa Clara. Dort wurden wir dann auch wieder rausgekehrt. Doch auch jetzt sollte nichts direkt nach San Pedro (unseren Zielort) fahren. Der Colectivofahrer zeigte allerdings schon auf unser drittes Gefährt des Tages, welches uns nach San Pablo bringen sollte: ein Pickup. Auf dessen Ladefläche war noch Platz für uns, wir sprangen auf und so ging es im Nieselregen die schmale Straße runter nach San Pedro. Die Fahrt war toll, denn schon auf dem Weg eröffnete sich uns ein wunderbarer Blick über den See! Noch nicht mal da, waren wir schon in diesem Moment total glücklich hier zu sein.
    Ok, die Fahrt nahm dann auch ein Ende und der liebe Fahrer erkundigte sich für uns nach dem besten Weg nach San Pedro. Straße? Neeee - mit dem Boot geht's am schnellsten😀
    Also brachte uns Gefährt Nr. 4: ein Tuk Tuk, zum Anleger. Das Boot hatte soeben abgelegt, machte aber für uns extra nochmal kehrt. Glück gehabt! Wie stiegen nun auf Gefährt Nr. 5 des Tages: ein geräumiges Motorboot! Auf dem hatten auch schon etliche weitere Passagiere Platz gefunden. Wir bretterten über den See, fuhren noch die Wasserhaltestelle San Juan an, eh wir dann endlich in San Pedro anlegten!
    Geschafft! Was ne Odyssee. Aber insgesamt hat es alles top funktioniert. Wir standen nirgends ewig rum und mussten warten, immer war eine Weiterfahrtmöglichkeit parat. Dieses Hop on- Hop off Ding, war uns irgendwie sogar lieber, als 4 Stunden am Stück in nem Bus zu hocken.
    Ausgehungert kehrten wir erstmal in die nächste Kneipe ein und bestellten uns dicke Portionen 😀 In dem Restaurant checkten wir auch schnell, dass hier massig Touris unterwegs sind. Merkte man auch an den Preisen hier....zum Glück haben wir in unserer Butze ne Küche, sodass wir nicht immer die Kohle für's Essengehen verjubeln müssen. Wobei wir ja auch gut im Geldausgeben sind und sich hier sicher jede Menge Möglichkeiten bieten...Sei es in Form von Essen, Party oder sonstigen Aktivitäten.
    Nach einer weiteren kurzen Tuk Tuk-Fahrt an den Stadtrand, erreichten wir dann endlich unser Domizil für die nächsten Wochen.
    Der Sohn des Besitzers erklärte uns das Nötigste und überließ uns die Schlüssel zu unserer riiiiiesigen Wohnung! Wobei die Terrasse allein schon so groß ist wie der Innenbereich. Und dieser Ausblick! Wahnsinn!! Sind gespannt wie es dann morgen ohne Regen aussieht😀
    Den Rest des Tages haben wir dann nur noch bisschen gegammelt, Karten gespielt und nen Plan für morgen geschmiedet.
    Wir freuen uns auf die Zeit hier❤
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  • Day68

    Casa Seibel ❤

    Yesterday in Guatemala ⋅ 🌧 16 °C

    Nach unserem "tollen" Trip an die Pazifikküste von Guatemala ist unsere Abenteuerlust vielleicht etwas im Keller. Das Wetter, unser gemütliches Hostel, der EM-Start und die netten Leute hier tragen auch nicht wirklich dazu bei, diese neu zu erwecken.
    Die letzten 3 Tage bestanden im Großen und Ganzen aus gemeinsamen Kochen, Fussball, Bier, Stadtspaziergängen, Netflix und Quatschen mit den Hostel-Leuten.
    Das Top-Highlight der Tage war auf jeden Fall Mikeys Fischsuppe. 4h hieß es Kokosmilch selber machen, Red Snapper schlachten und mit nassem Feuerholz kämpfen - aber es hat sich gelohnt! Einer der besten Suppen die wir je gegessen haben. Und das beste daran - wir wissen jetzt wie es geht! 😉
    Außerdem gab es noch ein kleines Erdbeben. Jules saß im Garten und bemerkte kaum was in ihrer Hängematte. Ich erschreckte mich ganz schön, als auf einmal Bett und Kleiderschrank anfingen zu hüpfen. Echt ein komisches Gefühl...

    Morgen geht es dann endlich in unsere Finca am Atitlan See. Die Spannung und Vorfreude sind groß.
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  • Day64

    Wir treten den Rückzug an

    June 9 in Guatemala ⋅ 🌧 16 °C

    Champerico ist einfach nicht unser Ort. Unser eigentliches Anliegen, das Angeln, weswegen wir hier her gekommen sind, ist nicht möglich. Zudem gibt es hier auch sonst nichts zu tun, mit dem man sich stattdessen die Zeit vertreiben könnte. Zugegeben war auch unsere Lust auf den Ort, durch das Ende unseres Kneipenabends, etwas getrübt...ist irgendwie kein gutes Gefühl, wenn man gesagt bekommt, dass man hier ausgeraubt wird als Touri, es nicht sicher ist hier und wir dringend aufpassen müssen. Keine Ahnung, ob es wirklich so krass ist, aber etwas mulmig ist es dennoch und behindert einen im leasure durch die Gegend laufen. Also entschlossen wir uns zu gehen. Wohin?
    Weil eine Weiterfahrt am Strand entlang aufgrund fehlender Straßen nicht möglich war, entschieden wir uns für den Rückzug in die Stadt. Da wir für den 14.6. schon eine Bleibe am See gebucht hatten, lohnte sich die Weiterreise Richtung Süd-Osten auch nicht. Das ist das erste Mal, dass wir ne Bleibe im Voraus gebucht haben...und wie wir nun merken, ist langfristige Planung nicht so unser Steckenpferd. Wir dachten, wir könnten auf dem Weg bis zum See noch viele Orte abklappern, aber so wirklich viel ist nicht zu holen bzw. ist uns keine 5 h Tour im Chickenbus wert. Naja egal...dann eben noch paar Tage Xela bei Mikey im Schlaraffenland.
    Unser Rückweg in die City war wieder ein Buserlebnis der besonderen Art. Wir erwischten den klapperigsten aller Busse, der gefühlt jedes Mal am Hang fast abschmierte. Der Beifahrer kippte während der Fahrt mehrfach Kühlwasser nach, da die Karre schon vom Feinsten qualmte. Der Zustand unseres Gefährts hielt den Fahrer jedoch null davon ab, wie ein Geisteskranker die Serpentinen lang zu heizen. Gegenverkehr? Egal....Augen zu und durch.
    Man kann nicht verleugnen, dass wir dann doch ganz froh waren auszusteigen.
    In Xela angekommen schnappten wir uns nen Colectivo ins "Centro".... doch irgendwie fuhr der völlig in die falsche Richtung raus aus der Stadt... Centro hieß nämlich nicht Innenstadt, sondern Einkaufs"centro" außerhalb...dann fing es auch noch an zu Schütten wie aus Eimern....Maaaaaan!!! Wir hockten nun bedröppelt in der Bushaltestelle (zum Glück gab es eine!!) und hielten Ausschau nach nem neuen Colectivo. Irgendwann hatten wir die Schnauze voll und bestellten ein Uber. Doch kaum bestellt, bot sich eine liebe Familie an uns bei der Suche zu helfen. Also Uber wieder abbestellt. Und tadaaaa....kurze Zeit später stiegen wir in unser neues Mobil ein. Ein Glück! Draußen ging die Welt unter und an den Straßenrändern bildeten sich reißende, braune Flüsse.
    Der Bus schmiss uns dann in einer Regenpause im Zentrum raus...wir schafften es gerade noch so bis zu Mäcces als es den nächsten Guss gab.
    Wieder Regenpause - fix zum Hostel.
    Dort ging es dann wieder los....selbst der Strom in der ganzen Stadt war tot... eieiei...
    Irgendwann ging es dann wieder und wir vertrödelten den Abend mit Filmschauen.
    Mikey rief dann irgendwann auch wieder zum Essen😅 Gab passend zum Wetter ne schöne Hühnersuppe und kam uns gelegen, da wir aufgrund des Regens kein Essen mehr gekauft hatten und hungrig waren.
    Wir saßen noch bis spät mit ihm und seiner Freundin und schnatterten über Gott und die Welt. Das war dann noch ein schöner entspannter Abschluss dieses Tages!
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    Katja I.-Y.

    Wir vermissen euch! ❤️

    Julia Seitz

    😘😘😘

     
  • Day63

    Tag 2 im "Paradies"

    June 8 in Guatemala ⋅ ⛅ 30 °C

    Nachdem wir nach dem aufregenden Abend doch ganz gut in unserer Kammer des Schreckens geschlafen haben, stand heute Angeln im Pazifik auf dem Programm. Auch wenn Kopf und Bäuchlein noch nicht so richtig wollten, packten wir unsere Schecke, aßen ein leckeres Frühstück und liefen im Anschluss zur Mole, wo Marci schon am Vortag allerlei Fisch und Krabben gesichtet hatte. Doch paar Würfe später schon, warf mein Profiangler die Flinte ins Korn. Im Gegensatz zu gestern, war nämlich heute Flut und das Meer noch rauer und ungestümer, sodass Angeln hier nicht möglich war. Zudem waren die Steine der Mole unfassbar heiß...was das ganze nicht wirklich vergnüglich machte. Man hätte hier zum Fischen ein Boot benötigt, was wir nun leider nicht hatten und komischerweise, war auch sonst kein Fischer mit nem Boot hier zu sehen.
    Enttäuscht zogen wir uns zurück...dann gehen wir eben baden! Wir suchten uns einen schönen Schattenplatz und dösten vor uns hin, gingen schwimmen und beobachteten Leute. Obwohl man sagen muss, dass das Baden schon fast in Sport ausgeartet ist, da man ständig gegen die Strömung und Wellen ankämpfen musste. Mit dem genüsslichen Planschen in der Karibik hatte das nichts zu tun. Nachdem unser kompletter Kram einmal von ner Welle überspült wurde, entschieden wir uns für die Strandbar oberhalb, wo wir gestern schon gegessen hatten.
    Von unserm letzten Geld teilten wir uns noch einen Fisch und suchten dann wieder unsere Höhle auf. Wir beobachteten noch bisschen das Treiben in diesem Gespensterort von der Dachterasse aus...neben vereinzelten Leutchen, sahen wir Schweine und Truthähne, die da flanierten und Kinder die auf Ziegen ritten😅 Und mehr ist dann auch nicht passiert...Auf Danny und die anderen Saufkumpanen hatten wir keine Lust heute.
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  • Day62

    Wo ist das Paradies? - Nicht hier!

    June 7 in Guatemala ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute war es an der Zeit unser Hostel und die köstlichen Speisen von Mikey zu verlassen.
    Wir aßen noch ein letztes Leberwurstbrot und quatschten mit ihm über Essen (er hatte schon wieder ne Rinderzunge im Kochtopf) und über unsere Weiterreise. Spontan steckte er uns noch die Nummer seines Kumpels zu, der auch zufällig der Oberboss der belizischen Migrationsbehörde ist. Falls wir da hin wollen, sollen wir den anschreiben. Auch schön 🤣 mal sehen, ob wir noch in den Genuss kommen...
    Naja, nach dem großen Tschüssi-tschüssi-bis bald, zottelten wir dann endlich los zur Busstation. Wir waren natürlich bei der falschen und mussten dann mit dem Colectivo zur richtigen Station fahren. Der Fahrer kehrte uns dann dort raus und wir standen erstmal auf nem fetten Wochenmarkt...zum Glück halfen uns die Leutchen weiter bei der Bussuche. Wir mussten einmal komplett durch den engen Markt mit dem sperrigen Gepäck. Ein Gewusel da! War nochmal was anderes, als wir bisher in Mexiko gesehen hatten. Lauter, enger, voller - und irgendwie schöner und aufregender!
    Der Bus war dann auch schnell gefunden. Kein Wunder - die Busfahrer brüllen überall laut das Ziel der Busse rum und quatschen einen an, sodass wir unser Gefährt kaum verfehlen konnten. Wir holperten durch die saftig, grüne, bergige Landschaft und freuten uns aufs Meer.
    In der Stadt auf mittelster Strecke mussten wir dann nur noch umsteigen in nen anderen Bus und dann waren wir auch schon da.
    Kaum ausgestiegen, schwand die Euphorie. Der Ort machte einen übel abgefuckten Eindruck und die Gestalten, die wir zu sehen bekamen ebenso. Ständig quatschte uns ein mehr oder weniger voller Kunde an, wo wir denn hin wöllten. Mir (Jule) ging das richtig auf den Sack. Wir hatten schließlich noch keine Bleibe und bis jetzt auch noch keine ruhige Gelegenheit eine zu suchen, ohne dass uns einer vollsabbelt. Naja...irgendwie schafften wir es doch ein paar Unterkünfte abzuklappern...die waren entweder belegt oder völlig überteuert. Aber wir hatten Glück und fanden dann doch eine relativ erschwingliche Kammer. Immerhin war die runtergekommene Butze sauber und verfügt sogar über eine Klimaanlage. Die Begeisterung über diesen Ort hier, sollte das dennoch nicht so recht heben. Denn auch der erste Strandbesuch war etwas enttäuschend. Die Buden da waren alle runtergekommen und gammelig, dass man sich nur schwer vorstellen konnte, dass das hier das Strand-und Freizeitparadies der Einheimischen sein soll. Das in Kombi mit dem schwarzen Sand und den Regenwolken, ergab eine Szenerie, wie aus einem Postapokalypse-Film.
    Die Laune sollte sich dann doch noch etwas erhellen, als wir ein ganz ansehnliches Strandkneipchen mit leckerem Essen fanden. Immerhin!
    Bisschen angetüdelt steuerten wir heimwärts...auf dem Weg entdeckten wir unweit unseres Hotels noch eine Bar und entschlossen uns spontan für nen Absacker. Betrunken konnte man die Buchte für die Nacht wenigstens ertragen. Aus dem Plan ein Bierchen zu schlürfen wurde nur "leider" nichts. Denn zu uns gesellten sich dann noch Danny und sein Kumpel. Wir versuchten uns zu unterhalten, was auch halbwegs klappte. Danny war hin und weg von mir und schmierte mir ständig Honig ums Maul. Das Publikum an unserm Tisch wechselte ständig und die Stimmung wurde immer gelöster. Um 21 Uhr war dann aber Schluss - irgendwie macht hier alles voll früh zu. Kurz bevor wir losmachten, kam noch ein seltsamer Typ in die Bar. Er machte auf nett, aber man merkte an den Gesten der anderen, dass der wohl nicht ganz sauber ist. Selbst die 50 m nach Hause wollte man uns nicht allein gehen lassen, weil wir wohl Gefahr laufen, ausgeraubt zu werden. Also wurden wir von zwei Jungs aus der Bar bis zu unserm Zimmer eskortiert. Irgendwie war das ein seltsames Gefühl und ließ einen nicht sonderlich sicher hier fühlen. Das erste Mal auf unserer Reise, dass wir uns einig waren, hier nicht unbedingt nachts rauszugehen.
    Das Bierchen half zum Glück beim Einschlafen nach der Aktion!
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    Paula Mittelstädt

    Da bleibt mal lieber nich länger🙄

     
  • Day61

    Tag der deutschen Leberwurst!

    June 6 in Guatemala ⋅ 🌧 16 °C

    Es ist Sonntag und die Vulkan-Tour steht auf dem Programm.... doch wie am Vortag kamen wir nicht aus den Federn und hatten auch nicht wirklich Bock auf Wandern. Da unser Koch Mikey übers Wochenende ausgeflogen war, rafften wir uns auf und gingen erstmal lecker Frühstücken, um anschließend wieder im Bett zu landen, um normale Sonntagssachen wie Netflixgucken und co zu machen. 😋
    Zum Abend erschlich uns dann doch wieder ein kleines Hüngerchen und es ging in einen Delikatessen-Supermarkt. Überrascht von dem Angebot, erblickten unsere Augen deutsche Kalbsleberwurst. Auch wenn der Preis jenseits von Gut und Böse war stand fest - es gibt Schnitte zum Abendbrot. Noch fix ein Salätchen dazugeschnibbelt und wir fühlten uns wie zu Hause. 😍
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  • Day60

    Wellness statt Vulcano!

    June 5 in Guatemala ⋅ 🌧 17 °C

    Heute sollte es um 6 Uhr Richtung Vulkan gehen, aber unser kuscheliges Bett wollte uns mal wieder nicht gehen lassen...
    Also kleine Planänderung. Erstmal in Ruhe aufstehen und schauen ob unser Hostelkoch Mikey schon was kredenzt hat. Wir hatten Glück - es gab ein leckeres mit Hackfleisch gefülltes Törtchen (Mikey ist echt ne coole Socke).
    Dann buchten wir uns einen Uber und es ging 1h über Stock und Stein. Marco,unser Fahrer, tat uns schon in bisschen leid... 3.90 € für diese Strecke kann sich doch nicht rentieren. Wir drückten ihm 5€ in die Hand fragten noch nach seiner Nummer, da uns alle gewarnt hatten, dass man dort schlecht wieder weg kommt. Hilfsbereit tippe er seine Nummer ins Handy und sagte, wir sollen uns melden und er kommt uns abholen. Schon mal vorweg - er wurd nie wieder gesehen...
    Aber erstmal ging es zu den heißen Quellen. Der warme Berg erschuf links und rechts eine tolle Pfanzenwelt und nach 500 Meter Dschungelweg standen wir vor 2 dampfenden Quellen. Fix abduschen und ab ins Vergnügen. Es war wirklich wie in der Badewanne (mit Schwefelbadezusatz). 2h ließen wir uns im Wasser treiben und beobachteten die tolle Natur um uns herum. Schließlich waren wir so aufgeweicht und schrumpelig, dass Zeit war, den Heimweg anzutreten.
    Wie schon erwähnt, versuchten wir Marco zu erreichen. Der unsere WhatsApp aber gekonnt ignorierte. Also erstmal zu Fuß los... uns wird schon jemand mitnehmen.
    Am Ausgang kreuzte noch eine 10 Mann starke Nasenbärfamilie unseren Weg. Lautstark durchstreiften sie das Unterholz und gaben uns ohne Angst mit einem Knurren zu verstehen, dass sie hier das Sagen haben und wir nicht dichter kommen sollen. Nach einem Kilometer Marsch durch den Nebel, hielt dann der erste Wagen und wir wurden von einem Fahrer und einem anderen Backpacker-Pärchen eingesammelt und bis vors Hostel gebracht. Glück muss man haben... 😉
    Abends gabs noch ein traditionelles Guatemaltekisches Gericht namens Pepián in einer netten kleinen Cantina. Es war, als wenn man bei ihnen zu Hause isst. Muttern macht Hausaufgaben mit dem Kleinen, Papa schaute Fußball und wir mittendrin am Essen.
    Bevor es ins Bett ging gab es noch ein europäisches Bierchen auf der Partymeile von Xela.
    Vielleicht schaffen wir morgen den Vulkan...
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  • Day59

    Trainingslager & Fresskoma

    June 4 in Guatemala ⋅ 🌧 17 °C

    Eigentlich wollten wir heute gegen 6 raus, um auf den nahegelegenen Vulkan "Santa Maria" zu kraxeln. Nun ja...zeitiges Aufstehen...hat nicht so geklappt...Also wurde umdisponiert.
    Eine Stunde Fußweg entfernt gibt es einen kleineren Berg, dessen Aufstieg, laut Google, eher einem netten Spaziergang gleichen sollte. Wir zogen also in hübscher Klamotte und Marcello in Flipflops los.
    Am Fuß des Berges merkten wir dann doch recht schnell, dass das doch kein Larifari-Spaziergang wird...den ersten Hang kämpften wir uns durchs Ghetto von Xela hoch. Vorbei an paar Feldern und einer lieben Frau die uns den weiteren "Weg" zeigte. Obwohl wir nicht viel verstanden, konnten wir an ihrem Blick auf unsere Klamotten und ihr darauf folgendes Lachen schon erahnen, dass das alles andere als ein bequemer Aufstieg wird.
    Der Weg verschmälerte sich zu einem dünnen, steilen Trampelpfad durchs Geröll und Gestrüpp...Augen zu und durch...die Blöße wieder zurückzugehen, wollten wir uns nicht geben. Also schlappte Marcello mit seinen Flippers voran und ich mit Kleidchen und Feinstrumpfhose hinterher 😅 Und man glaubt es kaum - wir kamen unversehrt ohne Laufmasche und gebrochenen Zeh auf einem breiteren, richtigen Weg, der bis oben führte, an. Der Rest des Weges war dann ne leichte Übung. Von dem Bergchen hatten wir dann nen schönen Ausblick auf die Stadt im Tal. Ansonsten war es doch relativ unspektakulär. Bergauf Wandern...Nach wie vor nicht unser Ding. Daran hat sich immer noch nichts geändert. Wie wir wohl dann beim Vulkanaufstieg abkacken werden, wenn wir jetzt schon aus dem letzten Loch pfeifen und atmen wie ne alte Dampflok?!? 🥵 Das kann lustig werden...vielleicht war das schon mal ein gutes Training.
    Der Abstieg war dann easy. Wir sahen riesige Eichhörnchen, große Eukalyptusbäume, die einen tollen Duft verströmten, und Kühe im Wohngebiet.
    Unten angekommen, belohnten wir uns, nachdem es schon gestern kein Abendbrot und heute kein Frühstück gab, mit ner Runde McDonalds. Dort sind wir leicht eskaliert und bestellten uns viel zu viel...In Guatemala haben sie offenbar auch ne Vorliebe für McRib, den es gleich in diversen Ausführungen und Größen gibt.😍 Geschmeckt hat's auch wie zu Hause.
    Wir rollten uns dann in unser Hostel zurück, wo wir uns erstmal ausruhten mit Musikhören, Serie schauen und bissl Rumschlummern.

    Am Vorabend hatte sich Marci schon mit Mikey aus Belize unterhalten, der hier auch im Hostel wohnt. Der will hier in Xela ein Restaurant eröffnen. Er hatte angekündigt, dass er heute Fischsuppe kochen will und war ganz begeistert, dass Marci auch Koch war. Also sollte er heute als Beikoch oder Probeesser fungieren. In der Küche war es dann aber doch Recht still heute, was uns schon wunderte. Doch plötzlich klopfte es an der Tür und Mikey rief nach Marci, der bei ihm nicht Marcel heißt, sondern nur "Alemaña". Er stand in unserer Tür mit nem fetten Teller Pasta. Obwohl wir noch so satt waren, gesellten wir uns zu ihm in die Küche und verkosteten seine Nudeln und als Nachtisch Chickenwings. Köstlich und noch dazu einfach übelst nett, uns einfach so einzuladen. Morgen soll's wohl gebackenen Schweinekopf geben... Glaub wir müssen dann auch mal ein Dankesessen zaubern. Nen schönen German Gulasch oder so 😅
    Wir unterhielten uns noch ne Weile mit ihm und ner anderen Deutschen, die heute hier angereist ist und nen süßen Welpen auf der Straße eingesammelt hatte. Den will sie wohl jetzt behalten...puh, Respekt....für uns wäre das nichts mit so nem Tierchen. (Wie würde die Omi jetzt im schönsten R-rollenden Oberlausitzsch sagen: Süß isser ja, aber an und für sich isses a witzloses Vieh"🤣)
    Vollgefressen und frisch geduscht ging es dann nur noch in die Falle... mal sehen, ob es morgen mit dem Aufstehen klappt ...eigentlich müssten wir mal unsere dicken Mäcces-Ärsche abtrainieren🙈😅
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  • Day58

    Shoppingqueens of Xela

    June 3 in Guatemala ⋅ 🌧 17 °C

    Gespannt auf Land und Leute, ging es nach dem Aufstehen ab in die City. Erste Anlaufstelle war die Lavanderia, wo wir froh waren, die Dreckwäsche der letzten 3 Wochen los zu werden. Nächster Stop war der Marktplatz. Ziemlich imposant, gepflegt und modern sieht es hier aus, wer hätte das gedacht. Wir nicht...
    Plötzlich ein mächtiger Knall, der uns beide zusammen fahren ließ, mit einer Druckwelle, die die eine oder andere Alarmanlage von PKWs auslöste. Erster Gedanke war - weg, jetzt geht's hier los. Aber schnell realisierten wir, dass alle um uns rum normal weiter machten und uns ein Lächeln aufgrund unser erschrockenen Gesichter schenkten. Grund für den Knall war die Verabschiedung eines Staatsmannes, wo wohl oft mal rumgeballert wird.
    Auf den Schreck erstmal Frühstück. Schnell war ein schönes Café gefunden, in dem es gefühlt 100 verschiedene Torten gab. Jules war im Paradies und auch für mich gab es lecker Rührei, Bohnenmus und Bananenbrot.
    Vollgefressen kugelten wir durch die City und ließen alles auf uns wirken. Die Stadt hat wirklich viele Facetten - von großen modernen Shoppingmalls bis hin zum kleinen, dreckigen Polenmarkt, war alles vorhanden. Und welch seltenes Ereignis - wir schlugen auch mal zu: Jules ne Leggings und ich paar Socken ...hier ist es kalt...Außerdem nen Becher zum Kaffeekochen und ne neue Sonnenbrille!
    In einem pikfeinen Backwaren-Fachgeschäft trauten wir dann unseren Augen nicht, als wir für einen ganzen Korb Leckereien 1.50 € bezahlen sollten (siehe Bild).
    Zum Abend holten wir dann noch unsere Wäsche knapp 10 kg für 5 Euro bisschen teurer als in Mexiko - dafür super schnell und sauber 🥳

    Alles in allem ein toller erster Ankomm-Tag hier in Guatemala.
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  • Day57

    Moin Guatemala 🇬🇹

    June 2 in Guatemala ⋅ ⛅ 17 °C

    Es ist soweit...Wir fahren nach Guatemala🙂
    Mit dem Colectivo ging es morgens zum Grenzübergang nach Talisman. Dort fanden wir uns ganz gut zurecht. Erst die Ausreise aus Mexiko abstempeln, dann über ne Brücke, wo wir gleich noch ein wenig Geld tauschten, und dann hinter der Brücke die Einreise absiegeln lassen. Unsern tollen Coronatest wollte keiner sehen😅 und auch die angekündigte Einreisegebühr entfiel...wer weiß...
    Nun gut - wir waren drin! Lief ja ganz gut bisher. Hinter der Grenze regierte das Chaos....zig Autos, Busse, massig Leute....und wir keine Ahnung wo hier was in unseren Zielort fahren soll. Ich (Jule) erkundigte mich nichtsahnend bei nem Typen nach nem Colectivo in die nächste größere Stadt. Dass in unseren Zielort nichts direkt hinfährt, wussten wir schon. Der Typ und sein kleiner Sohn waren gleich Feuer und Flamme und überrumpelten uns völlig...er nannte uns nen Preis, den wir so hinnahmen. Wahrscheinlich auch weil wir noch nicht ganz mit dem neuen Wechselkurs vertraut waren. Da stand auch schon seine Karre, wir saßen drin, obwohl wir so rückblickend betrachtet, gar nicht richtig nachgedacht hatten, was wir da machen und was wir eigentlich wollten...etwas mulmig war uns dann doch. Auch als wir realisierten, dass der Halsabschneider uns für ne relativ kurze Strecke knapp 10 Euro anknöpfen wollte. Plötzlich fing er auch an übelst unangenehm rumzulabern im wildesten Spanisch. Wir haben soviel verstanden, dass er jetzt doppelt so viel Kohle will. Warum???
    Erster Grund war: Unser Coronatest stimmt nicht und wir müssen in den Knast, wenn wir ihm nicht mehr Geld geben. Häh??? Als wir nicht drauf eingingen, kam Grund zwei: Er hat nicht viel Geld und seine Batterie wäre alt und er braucht ne neue. Ja ja...wer's glaubt...er schlug dann "netterweise" vor, dass wir auch nur die Hälfte mehr bezahlen können. Spätestens dann war klar, dass es nur Scheiß erzählt hat.
    Ich hab ihm, langsam etwas zornig, verständlich gemacht, dass wir a) nicht mehr Geld haben b) er nicht mehr bekommt, weil was anderes ausgemacht war und c) er uns in Ruhe lassen und sofort anhalten soll.
    Er stoppte dann auch - glücklicherweise direkt im Ort, wo wir hin wollten. Wir stiegen wortlos aus und knallten die Tür zu. Was ein Idiot! Das war das erste Mal, dass wir auf unserer Reise an so nen Blödmann gerieten. Blöder Start im neuen Land.
    Verärgert über unsere überteuerte Fahrt und die Dreistigkeit, standen wir dann dort und erkundigten uns über die Weiterfahrtmöglichkeiten. Der Busbahnhof war schnell gefunden, dank netter Helfer. Dort stand dann auch schon ein typischer Chickenbus - ein ausrangierter, knallbunter, alter Ami-Schulbus. Der fuhr nach San Marcos - lag auf unserer Strecke...wir stiegen ein... und los ging die wilde Fahrt. Und wild ist nicht übertrieben. Wie ein Irrer heizte der Fahrer durch die Serpentinen. Sein Beifahrer gaffte aus dem Fenster und war mittels Hupe fürs Ankündigen der halsbrecherischen Überholmanöver in den Kurven zuständig🙈 Wir hingen auf den Sitzbänken, klammerten uns fest und waren froh, als wir ankamen. Dort mussten wir dann erstmal Kohle besorgen und dringend essen. Gab bis dato noch nichts.
    Die letzte Etappe, wieder in so ner Karre, mit noch schlimmeren Fahrer, ging schnell rum und wir wurden in der zweitgrößten City von Guatemala namens Quetzaltenango (kurz "Xela") ausgespuckt. Wir liefen die letzten 2 Km bis zum Hostel, um nen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Ob uns die Stadt gefällt oder nicht....das wollen wir dann morgen in Ruhe und nach ner Mütze Schlaf rausfinden. War doch alles ziemlich anstrengend und neu heute.
    Wir fielen nach dem Abendessen direkt kaputt ins Nest. Mal sehen, was der Tag morgen so bringt.
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    Das erste mal Angst im Leben ? 😅 dafür sind bestimmt diese schönen Griffe 🙈 [Schoki]

     

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