• Lange Planung, schneller Erfolg

    September 4 in Finland

    Heute morgen gabs sogar einen Wecker der besonderen Art, der Nachbar hat doch tatsächlich einen Diesel-Generator dabei um sein Wohnmobil zu laden. Warum er danach dann aber gleich weiterfährt (wo die Batterien doch sowieso geladen werden) ist uns schleierhaft. Jedenfalls hat uns das Gebrumme in der ansonsten völlig stillen Natur geweckt. Als der Wecker dann weg war, kamen dann immer mehr Fahrzeuge, sogar ein Car mit der Senioren-Wandergruppe fand seinen Weg zu diesem "abgelegenen" Platz. Da waren wir froh, dass es für uns heute weitergeht.
    Gestern haben wir zahlreiche mögliche Angelplätzchen herausgesucht, die wir nun nacheinander anfahren. Aber irgendwie sind wir heute unentschlossen oder heikel. Entweder hat es uns zu viele Menschen, zu langer Anlaufweg, zu schlechte Anfahrt, ein Angelverbot oder es gefällt uns einfach nicht. Irgendwann geben wir (ziemlich frustriert) auf und bleiben einfach am einen Wanderparkplatz neben einem Fluss. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Stunde gibt es erstmal Abendessen. Danach lässt es uns aber nicht los und wir beschliessen unser Glück doch noch kurz zu versuchen (obwohl es mittlerweile echt kalt ist und der Wind das Ganze gleich noch kälter macht). Nara findet bereits nach kurzem, dass sie wohl doch lieber in der warmen Selah geblieben wäre, fügt sich aber ihrem Schicksal. Wir werfen nur halb motiviert unsere Angelruten aus, denn die Finger sind bereits nach kurzem richtig klamm und so stehen wir auch kurz davor wieder ins Warme zurückzukehren. Plötzlich meint Anina: "Ich glaub ich hang fest" (was eher unrealistisch ist, da die Flussmitte eigentlich ziemlich tief scheint, aber ein Baum kann sich ja doch irgendwo verstecken), langsam versucht sie ihre Rute einzuholen (schon noch schwer), es bewegt sich auch so nichts an der Leine. Kurz bevor die Leine ganz eingezogen ist, beginnt sich doch etwas zu bewegen. Anina: "Ich glaub ich han en Fisch." Alex macht sich natürlich sofort auf den Weg um seiner Frau zu Hilfe zu eilen. Anina: "Ähm, isch glaub scho no en grosse." Alex eilt noch schneller und watet dem Fisch sogar hinterher als dieser ins Schilf davonschwimmt. Mit vollem Körpereinsatz schafft er es den Fang in den Käscher zu bringen und dann an Land. Und was für einen haben wir da geangelt (wie wir später feststellen der Grösste unserer bisherigen Fänge).
    Irgendwie bringen wir das Prachtstück in den Kühlschrank und beenden die Angeleinheit für heute. Den Rest des Abends schmunzeln wir über die Situation, vorallem darüber dass Anina dachte sie wäre irgendwo hängengeblieben.
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