• Fähre gleich wieder zurück?

    October 1 in Estonia ⋅ ☀️ 13 °C

    Zumindest etwas ausgeruht geht es zur nächsten Tankstelle wo wir unseren Wassertank füllen. Danach haben wir uns eine kleine Runde durch den Wald herausgesucht, wie wir bald herausfinden, befinden wir uns eher auf der Sonntagsspazierrunde des nahen Dorfes (bereits beginnen wir die Ruhe Skandinaviens zu vermissen).
    Nach diesem Bewegungszwischenstopps geht es gefühlt einmal quer durch die Stadt um die Gasflasche zu füllen und zu einem nahen Schlafplatz. Der Verkehr und das Fahrverhalten erinnert uns mehr an das, welches wir uns aus Rumänien, Bulgarien und anderen östlichen Ländern gewohnt sind. Ein krasser Gegensatz zu den letzten Monaten.
    Allgemein fällt uns die Umstellung grad schwer, viel mehr Menschen, alles wirkt kleiner (also Natur mässig), die süssen roten Holzhäuser sind weg, der Verkehr ist unberechenbarer, die Menschen schauen irgendwie alle grimmig, hinter den Zäunen wird gebellt, die Robbentouren werden nur bis ende September angeboten und das Wetter ist jetzt auch nicht besser hier.
    Der ausgewählte Schlafplatz ist alles andere als ruhig, ständig kommen und gehen Leute. Von den nahen Grundstücken ist ständiges gebell zu hören. Aber es ist ja auch erst vier Uhr nachmittags, das wird abends sicher ruhiger. Falsch gedacht, gegen acht Uhr sammeln sich die Jugendlichen um uns (wofür genau finden wir nicht heraus). Wir jedenfalls suchen uns einen anderen Schlafplatz, zwar weniger in der Natur, dafür ruhig (zumindest halbwegs). Spätestens jetzt wirkt die Idee einfach eine Fähre zurück nach Finnland zu nehmen äusserst verlockend, aber wie andere das schon schön gesagt haben: aller anfang ist schwer.
    Read more