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  • Day45

    Punta Del Diablo - Tierisch toller Tag

    February 9 in Uruguay ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir haben vorübergehend dem Busfahren den Rücken gekehrt und haben auf den Drahtesel umgesattelt ... zumindest für diesen einen Tag :) unser Ziel war der etwa 20km entfernte Ort Coronilla und das dortige Schildkrötenzentrum. Aber dazu habt ihr ja schon ne Menge Text gelesen. Aber auch abgesehen davon hatten wir echt einen tollen Tag. Besonders gut angefühlt hat sich die größere Freiheit und Flexibilität, die man mit nem Fahrrad einfach automatisch besitzt. Wir konnten zum ersten Mal raus aus dem Ort, an dem unsere Unterkunft ist und die Landschaftschaften schöner sehen als aus einem dreckigen Busfenster.
    Ich muss sagen, es ist echt cool, wenn zwischen Kopf und Himmel mal kleine grüne Papageien fliegen statt Meisen und wenn man am Straßenrand auf sonnenbadende Echsen trifft die mindestens 5x so groß sind wie die Garteneidechse, die man in Deutschland antreffen kann. Richtig toll war, dass wir das Tier, was auf der uruguayischen 1-Peso-Münze zu sehen ist und in Landessprache Mulita heißt, ebenfalls am Straßenrand entdeckt haben. Im Gegensatz zu einigen Schlangen und anderen Feder- sowie Fellresten sogar lebendig! Zwei kleine Ohren, eine spitze Schnauze, grau-rosa gefärbt, von Natur aus Träger eines bestimmten modischen Accessoires: das Gürteltier! Ich muss sagen, es ist verdammt niedlich :) vor allem, wenn es sich auf der Suche nach Nahrung durch Gras und Blätter wühlt! Auf die Kollision mit einer ziemlich großen, blau-grünen Libelle hätte ich gern verzichtet, aber zum Glück haben wir beide das Malheur unbeschadet überstanden. Wobei ich mich immernoch frage, was sie von mir wollte - vielleicht ein Stück mitfahren? Nach dem Besuch von Karumbé sind wir noch ein Stück am Strand entlang spaziert und auch hier gab es tierisch viel zu entdecken. Offensichtlich hatte ein Sturm (oder einfach nur die Flut) eine Menge Dinge angespült. Neben Steinen, Muscheln, Holz, Maispflanzen und Müll, vor allem tote Fische, Krebse (oder deren Einzelteile) und Eier von Rochen, Haien oder anderen Fischen. Außerdem einiges, wo wir keine Ahnung hatten, was das ist. Am Ende gelangten wir zu einem Fluss über den eine hölzerne Hängebrücke gespannt war - die zu überqueren, wollten wir uns nicht nehmen lassen. Der Rückweg verlief trotz Gegenwind nicht viel langsamer als der Hinweg und vergleichsweise unspektakulär. Wir konnten die Weite der uruguayischen Landschaft mit den Rinder- und Pferdeherden, den grünen Wäldern und Feldern nochmal in vollen Zügen genießen, die von der Abendsonne in rot-orangenes Licht getaucht wurden. Pünktlich zum Einbruch der Dämmerung waren wir dann zurück in Punta Del Diablo. Eins ist sicher, das war zwar die erste aber bestimmt nicht die letzte Radtour auf unserer Reise.
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