Agadir Id Aïssa
January 29 in Morocco ⋅ 🌬 14 °C
Nach einer sehr stürmischen Nacht (aber hey – wir sind ja mittlerweile absolut sturmerprobt 💪🌬️) begann der neue Tag erst mit feinem Nieselregen… und wurde dann mit einem Regenbogen deluxe belohnt 🌧️🌈. Besser kann ein Morgen kaum starten!
Dann hieß es: Aufbruch zum heutigen Ziel – dem Agadir von Amtoudi, natürlich nicht ohne einen Abstecher über Taghjijt (arabisch تغجيجت, Zentralatlas), eine Kleinstadt mit etwa 7000 Einwohnern.
Die Fassaden sind verputzt und in Rot- und Ockertönen gestrichen. Die aus Stampflehm errichteten Mauern des alten Ortskerns sind dem natürlichen Verfall anheimgegeben. Ein kurzer Spaziergang innerhalb der Oase war für unsere Fellnase großartig, zumal der Fluss tatsächlich Wasser führt. 🤩: Ein riesiger, sattgrüner Palmenhain, der mitten in der Landschaft liegt und einfach nur beeindruckend ist 🌴🌴🌴.
Die Fahrt selbst? Ein echtes Erlebnis! 🚐
Viele nette Baustellen (Marokko live 😅), dazu atemberaubende Landschaften, die einen ständig zum Staunen bringen. Für rund 90 Minuten ging es durch Täler, über Hügel und vorbei an Ausblicken, bei denen man am liebsten alle 200 Meter anhalten möchte 📸😍.
In Amtoudi (eine kleine, aber sehenswerte Bergoase) angekommen – Sonnenschein, aber dazu eine ordentlich stürmische Brise 🌞🌬️.
Und dann ging es los: Der Aufstieg zum Agadir.
Unbefestigt, über Stock und Stein, steil und fordernd 😮💨🥾. Eine echte Herausforderung!
Doch oben angekommen, auf etwa 1000 Metern Höhe, war klar: Jeder Schritt hat sich gelohnt 🤩. Auch wenn wir erstmal völlig erledigt waren – der Ausblick und die Atmosphäre dieses historischen Speicherbaus sind einfach unglaublich.
Der Agadir (Speicherburg) von Amtoudi thront majestätisch über dem Tal und erzählt von früheren Zeiten, in denen hier Vorräte geschützt wurden. Das architektonische Meisterwerk wurde bereits im 12. Jahrhundert aus Bruchstein ohne Mörtel erbaut und ist damit die älteste Speicherburg Marokkos.
Sie wurde noch bis 1950 als Speicher für Getreide und Wertgegenstände sowie als Zufluchtsort bei Stammeskonflikten genutzt.
Die 75 verschließbaren Kammern sind heute immer noch im Privatbesitz der Familien.
Früher bewachten 3 Wärter in 3 Wachtürmen rund um die Uhr den Agadir.
Die Bewohner des Tals bezahlten sie dafür mit Naturalien oder Geld.
Bei einem Überfall zogen sich die Menschen in die Burg zurück, damit sie auch länger ausharren konnten, gibt es im Komplex eine Zisterne mit 3 Brunnen, Bienenzellen, eine gemeinschaftliche Küche und eine Moschee.
Die massiven Mauern, die Lage hoch oben und die Ruhe haben uns sehr beeindruckt 🏰✨.
Zurück beim Womo: glücklich, geschafft und zufrieden 😄🚐💤.
Jetzt wird entspannt, die Beine hochgelegt – denn morgen geht es weiter nach Tafraoute!
🌙 Gute Nacht und bis morgen 😴✨Read more


