Mein indisches Yoga-Paradies 🌴🏡
February 22 in India ⋅ ☀️ 32 °C
Namaste aus meinem Bett✨😌🙏🏼
Heute hieß es Tapetenwechsel und erstmal wieder Ankommen..äußerlich im Norden Goas, innerlich bei mir.
Mit einem lachenden und einem kleinen weinenden Auge habe ich nach 2h Autofahrt mein neues Zuhause für die nächsten sechs Tage bezogen und was soll ich sagen: Die Realität fühlt sich tatsächlich etwas anders an als die Bilder in meinem Kopf.
Die Fahrt vom Dschungel im Süden bis hierher nach Mandrem an die Küste war nämlich weniger ein dramatischer Szenenwechsel als gedacht. Wir sind durch das Landesinnere gefahren, und ehrlich gesagt: Es ist immer noch alles sattgrün. Kaum ein Unterschied spürbar. Goa bleibt Goa: üppig, lebendig, naturverbunden. 🌴
Bei der Ankunft musste ich etwas schmunzeln. Kein intensiver Räucherstäbchenduft, der mich empfängt. Keine spirituelle Wolke, die über allem schwebt. Es ist vielmehr schlicht, ruhig, fast unspektakulär. Ab und zu sieht man Mandalas, hier und da kleine Hinweise auf Achtsamkeit, aber diese „extreme Spiritualität in der Luft“, die ich vielleicht erwartet habe? Die ist (noch) ganz leise. Und vielleicht ist genau das ehrlicher. Ich bin ja auch erst heute angekommen. 😌
Samir, mein Fahrer und Safari-Guide der letzten Tage, hat mich hergebracht. Unsere Gespräche sind inzwischen ganz selbstverständlich geworden. Mal tiefgründig, mal leicht, oft über die Natur und das Leben an sich. Manche Begegnungen auf Reisen haben eine besondere Wärme. Still, vertraut und genau richtig so, wie sie sind. ✨
Hier hängen überall Schilder, dass man leise sprechen soll, die Schuhe ausziehen soll und achtsam sein. Man hört Vögel, Wind in den Bäumen, im Hintergrund läuft ganz leise sanfte indische Musik und ab und zu ein entferntes Hupen von Autos oder Motorrädern. Keine Dauerbeschallung, kein Trubel, eher ein sanftes Hintergrundrauschen des Lebens.
Mein „Ferienhaus“ entpuppte sich als kleines, sehr einfaches Apartment mit dem Nötigsten. Kein Luxus, kein Schnickschnack. Aber weißt du was? Mehr brauche ich gerade auch nicht. Ich bin ja hier, um mich zu erden. Um runterzukommen. Und dafür ist Einfachheit vielleicht die ehrlichste Bühne.
Morgen startet offiziell das Yoga- und Meditations-Retreat, doch heute durfte ich einfach nur sein. Auf meiner Veranda sitzend, die warme, feuchte Luft atmend und mich fragen, was das Universum hier wohl für mich bereithält.✨
Beim Spaziergang durch die Gegend und später am Strand sah ich die ersten braungebrannten Hippies mit Dreads. Während ich ewig lief bemerkte ich, wie gut dieser sanfte Übergang tut..noch nicht ganz im Retreat-Modus, sondern genau dazwischen. Zum ersten Mal in meinem Leben laufe ich alleine an einem Strand entlang und es fühlt sich super an. Manchmal muss ich sogar lächeln, weil es sich so gut anfühlt. Der Ozean ist übrigens warm, klar und sauber. 🌊🐚
Ich bin neugierig auf die Seelen, die ich hier treffen werde, auf stille Blicke im Meditationsraum, ehrliche Gespräche bei Sonnenuntergang und ja, auch auf die legendären Hippies und Freigeister, von denen man immer hört, wenn es um Goa geht 😃🫶🏼. Bis jetzt war allerdings jeder nur für sich und von einer Gruppe spüre ich noch nichts.
Jetzt lasse ich den Abend ruhig ausklingen, voller Dankbarkeit und Vorfreude, und spüre ganz deutlich: Diese sechs Tage werden etwas in mir bewegen.
Gute Nacht aus meinem kleinen Yoga-Paradies 🌙💛Read more























