York
May 9, 2025 in England ⋅ ☀️ 17 °C
In York angekommen, haben wir schnell unsere Unterkunft bezogen und sind dann aber ganz schnell Richtig Whip-Ma-Whop-Ma-Gate. Dies ist die kürzeste Straße in York, nur etwa drei Meter lang, und bekannt für ihren kuriosen Namen, dessen Ursprung unklar ist – vermutlich humorvoll oder satirisch gemeint. Früher in 1505wurde sie als Whitnourwhatnourgate (bedeutet ,,was für eine Straße!‘‘) bezeichnet. Es wurde später in seinen heutigen Namen geändert. Heute erinnert dort eine Gedenktafel an die Pestopfer der Stadt 1984.
Dort haben wir uns mit the Malificient Marlot (eine Hexe 😅😅😅) getroffen und haben mal eine etwas andere Stadttour erlebt. Hier ging es eher um die Hexengeschichte in York.
In York wurden – wie in vielen Teilen Englands – im 16. und 17. Jahrhundert zahlreiche Frauen (und einige Männer) der Hexerei beschuldigt, gefoltert und hingerichtet. Eine besonders bekannte Figur ist Mary Bateman, auch als die „Hexe von York“ bekannt.
Mary Bateman (1768–1809) war weniger eine klassische Hexe als vielmehr eine Betrügerin, die sich als Wahrsagerin und Heilerin ausgab. Sie nutzte Aberglaube und Angst aus, um Menschen Geld und Besitz abzunehmen. Dabei versprach sie Heilung oder Schutz durch „magische“ Mittel. Als eine ihrer „Kundinnen“ starb, wurde Mary des Mordes angeklagt.
Sie wurde 1809 in York öffentlich gehängt. Nach ihrem Tod wurde ihr Körper seziert und ausgestellt – ihr Fall galt als Sensation und Beispiel für „Aberglauben trifft auf Kriminalität“. Teile ihrer Haut wurden sogar zu Souvenirs verarbeitet – makaber, aber historisch belegt.
Ein weiteres Beispiel ist die Geschichte von Isobel Billington, einer Frau aus dem 17. Jahrhundert, die in der Nähe von York lebte. Sie war bekannt dafür, Kräuter und natürliche Heilmittel zur Behandlung von Krankheiten zu nutzen – eine Art weise Frau oder Heilerin. Als jedoch mehrere Tiere im Dorf plötzlich starben, wurde sie verdächtigt, durch Hexerei Schaden verursacht zu haben.
Auch als die Eltern das Heilmittel fälschlicherweise eines ihrer Kinder zum Essen gegeben hatte, anstatt es auf die Brust zu reiben, und es dadurch gestorben ist, hat dazu beigetragen, Isobel als Hexe zu bezeichnen. Es gab keine Beweise, aber die Angst reichte aus, um sie anzuklagen. Ihr Schicksal ist nicht genau dokumentiert, aber es wird angenommen, dass sie verurteilt oder zumindest verstoßen wurde – obwohl sie eigentlich nur helfen wollte.
Solche Fälle zeigen, dass viele angebliche „Hexen“ in Wirklichkeit Heilerinnen oder Außenseiterinnen waren, die in Zeiten von Krankheit, Missernte oder Angst schnell zur Zielscheibe wurden.
Wir sind während der Tour auch durch die Shambles gelaufen. Die Shambles ist eine der ältesten und berühmtesten Straßen in York – ein schmaler, mittelalterlicher Straßenzug mit überhängenden Fachwerkhäusern. Ursprünglich war sie eine Fleischergasse, in der Metzger ihre Waren an offenen Fenstern verkauften, daher stammen auch noch Rinnen im Pflaster, in denen einst das Blut ablief. Der Geruch oder sollte ich lieber Gestank sagen, soll damals super ekelhaft gewesen sein. Daher ist es umso erstaunlicher dass heute die Shambles eine beliebte Touristenstraße mit kleinen Läden, Cafés und vielen Anspielungen auf Harry Potter ist, denn sie war anscheinend eine Inspiration für die Winkelgasse. Was absolut unverkennbar ist!
Dann sind wir zu Drake‘s Fish and Ships gegangen, eines der ältesten und traditionellsten Imbissläden in York. Dies haben wir vor dem York Minster gegessen. Das York Minster ist eine der größten gotischen Kathedralen Europas. Die Kathedrale prägt seit dem 7. Jahrhundert das Stadtbild und ist bis heute ein aktives Zentrum der anglikanischen Kirche. Leider konnten wir in York nichts mehr von Innen bewundern, da leider alles ab 17 Uhr zu hatte.
Als Abschluss des Tage sind wir noch in einen Pub namens Ye Olde Starre Inne. Er ist der älteste durchgehend betriebene Pub in York, erstmals 1644 während des Englischen Bürgerkriegs erwähnt. Er liegt versteckt in einem Innenhof an der Stonegate und ist bekannt für seine gemütliche Atmosphäre, traditionelle britische Einrichtung und das auffällige Schild, das über der Straße hängt. Der Pub hat auch den Ruf, von mehreren Geistern heimgesucht zu sein.
Also das Bier (Alex wollte das beste Bier was die da haben) und mein Cider war wirklich gut.
Dann sind wir am Kanal zurück zur Unterkunft gelaufen, was ca. 30 min gedauert hat.
Fazit von York: wir haben uns richtig in diese Stadt verliebt! York ist wunder wunderschön, leider aktuell eine große Baustelle, denn viele Kirchen und auch die Shambles werden gerade erneuert. Aber das hat dem Flair nichts abgetan!
Schade dass wir nur eine Nacht hier sind. Aber es geht dann weiter nach Durham!!!! Und darauf freu ich mich so so so sehr!!Read more




















