• Istanbul Teil 1 - Tag 3

    5. oktober 2025, Tyrkiet ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir sind morgens schnell frühstücken gegangen, damit wir recht schnell vom Schiff raus kommen, damit wir die Zeit in Istanbul richtig auskosten können. Jan und Caro haben doch so sehr von der Stadt geschwärmt und meinten, dass wir sehr sehr viel sehen können. Wir sind also runter vom Schiff direkt in einen riesigen absolut modernen Hafen. (Für 1,7 Milliarden Euro muss er auch riesig und total modern sein…) Bis man da durch ist, dauert es eine ganze Zeit lang. Zunächst sind wir ein bisschen durch kleine Gassen geschlendert. Eine war komplett mit Regenschirmen überdeckt. Dann sind wir über die Galatabrücke bis zur Hagia Sofia gelaufen. Die Galatabrücke überspannt das Goldene Horn und verbindet die Viertel Eminönü (historisches Zentrum) mit Karaköy (Galata) auf der europäischen Seite Istanbuls. Das Goldene Horn ist eine Meeresbucht, bzw. ein natürlicher Seitenarm des Bospurus. Auf dem Weg sind wir in einem Park entlang gelaufen, in dem man von der Großstadt und dem Trubel nicht mehr viel mitbekam. Dies sollte sich aber schnell wieder ändern. Angekommen bei der Hagia Sofia wollten wir uns auf die Suche nach Tickets begeben. Direkt davor konnte man Online Tickets für 50€ kaufen. Dies beinhaltet den Eintritt von 28€ und dann noch den Eintritt in ein Museum. Da uns dann 50€ pro Person wohlgemerkt einfach zu viel war wollte wir einzelne Tickets kaufen. Die Schlang vor den Ticketschaltern machte dies aber unmöglich. Dann versuchten wir online einzelne Tickets zu kaufen. Dies wäre auch möglich gewesen, allerdings müsse man sich am Ticketschalter das zuvor erstandene Ticket abholen. Das muss man mal verstehen…
    Aber mal schauen was wir verpasst haben. Laut Internet ist die Hagia Sophia eines der beeindruckendsten Bauwerke der Welt – ursprünglich eine byzantinische Kathedrale aus dem Jahr 537, später Moschee, dann Museum und heute wieder Moschee. Ihr Inneres beeindruckt durch eine riesige zentrale Kuppel, kunstvolle Mosaike mit christlichen Motiven und islamische Kalligraphien, die Seite an Seite bestehen. Besonders eindrucksvoll ist das Lichtspiel im Innenraum, das durch die vielen Fenster unter der Kuppel entsteht. Man spürt dort die Verbindung von byzantinischer und osmanischer Geschichte, was die Hagia Sophia zu einem Symbol für Istanbuls einzigartige kulturelle Mischung macht.
    Laut vielen Reiseberichten ist die Hagia Sophia zwar architektonisch unglaublich beeindruckend, aber der Besuch kann durch die Menschenmassen, Sicherheitskontrollen und das begrenzte Sichtfeld im Inneren schnell anstrengend werden. Viele Bereiche sind außerdem abgesperrt, und die berühmten Mosaike sind seit der Umwandlung zur Moschee nicht immer gut sichtbar.

    Nunja. Dann dachten wir uns: ,,Hey die Blaue Moschee ist direkt neben an! Lass es uns dort versuchen!‘‘ Warum auch immer dachten wir da wäre es besser😅. Absolut falsch gedacht! Hier war es auch nicht viel besser. Vorallem mussten sich die Menschen durch ein schmales Tor quetschen. Und wir Menschen in Massen halt sind lassen diejenigen die rein wollen natürlich nicht die Menschen raus, die raus wollen! Was wäre das nur für eine Idee?!
    Naja laut Reiseberichten ist die Blaue Moschee (Sultan-Ahmed-Moschee) von außen ohnehin ihr größter Hingucker – die sechs Minarette, die riesige Kuppel und die harmonische Architektur wirken besonders im Zusammenspiel mit dem Platz und der Hagia Sophia gegenüber beeindruckend.
    Innen ist sie zwar schön, aber eher schlicht, da viele Bereiche wegen Renovierungen oder Gebetszeiten nicht zugänglich sind. Das berühmte „Blaue“ kommt von den Iznik-Fliesen, die an den Wänden angebracht sind – hübsch, aber auf Fotos meist besser zu sehen als live zwischen den Menschenmengen.
    Das beeindruckende von außen konnten wir allerdings auch aufgrund der Menschenmassen nicht wirklich genießen aber naja.
    Ein bisschen frustriert haben wir dann beschlossen wieder zum Schiff zu laufen.
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