• Santa Cruz de Tenerife - Leinen los

    April 3 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Vorwort:
    Eigentlich ist es so, dass stets ICH diejenige bin, die alle Reisen und Ausflüge plant. Bis ins kleinste Detail bin ich organisiert, vorbereitet, habe Vorstellungen, Wünsche und gebe die Richtung im Urlaub an.
    Nun kam es, dass ich genau das alles aus der Hand gab. Der Rest der Familie hat mich überstimmt. So gebe ich mich der demokratischen Abstimmung hin und werde die Art des Reisens antreten, die für mich nie im Frage kam - Eine Kreuzfart. Meine Bedenken und mein Missmut drehen sich rund um Umwelt, Geld und dieses enorme, große Unbekannte, bei dem man mit unzähligen Menschen auf einem Haufen ist. Ich bekomme schon Hass auf die Menschheit wenn ich an ein überfülltes Buffet und die Verschmutzung der Meere denke. Ich will das nicht. Aber tue es trotzdem. Mit meinen Liebsten an meiner Seite.
    Mein momentaner mentaler Zustand sehnt sich eigentlich nur nach nichts tun (was ich eh nie schaffe würde) und in der Sonne liegen. Mein Kopf stresst sich schon jetzt damit, jeden Tag wo anders zu sein (ohne es selbst in der Hand zu haben). Das ist doch nur ein rum scheuchen, immer auf die Uhr gucken müssen, Angst haben was zu verpassen und dann überall diese Meeeenschen, von denen ich doch eigentlich eine Pause brauche.


    Los geht’s, Frankfurt Flughafen starten unsere Ferien….
    In Teneriffa angekommen wurde mir schnell klar, dass wir von dieser Insel eigentlich nicht viel mitbekommen werden. Denn vom Flughafen aus ging es direkt zum Hafen. Auf der Fahrt dorthin konnte man selbstverständlich die Landschaft betrachten und bestaunen doch einen wirkliche Einblick in die Kultur und ein begaffen der Sehenswürdigkeiten, die eine jede und ein jeder gesehen haben muss, gab es nicht. Der Sohn zählte unterwegs die Lidl, Aldis und BurgerKings und man wurde erinnert, trotz Ferne ist es hier europäisch. Am Hafen angekommen wurde man, wie auch schon am Flughafen, vom „Mein Schiff“-Personal freundlichst umhergelotzt. Alles war top organisiert und wir haben einfach nur auf Anweisungen reagiert. Einweisung hier, Foto da, Bordpässe dort, gemeinsam mit sämtlichen Deutschen und Dialekten von Norden bis Süden. Dabei fühle ich mich ja auch so gerne mal fremd und nicht von der Heimat umgeben …
    Auf einmal stand es da, dieses riiiiiiiesen große Schiff. Der Koloss ließ Adrenalin und Aufregung hüpfend und tanzend in Erscheinung treten.
    Und jetzt? Was kommt nun? Was passiert in den kommenden Tagen? So planlos war ich wirklich noch nie unterwegs. Mein Mann hat sich um alles gekümmert. Völlig untypisch. Ich hatte die vergangen Wochen einfach überhaupt keine Lust mich auch nur eine Sekunde damit zu beschäftigen, wie diese Reise ablaufen wird.
    Wusste nicht mal auf welche Inseln es geht oder was es in diesem Schiff so gibt und was nicht.

    Also dann, schau ma mal
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