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  • Day5

    Unterwegs in der Altstadt von Stralsund

    October 24, 2017 in Germany ⋅ ☀️ 11 °C

    Mein persönlicher Wetterberater hat etwas versagt. Keine Sonne für den Stralsunder Altstadttrip wie versprochen. Aber immerhin regnet es nicht. Das ist für Ende Oktober doch auch was. Laufen, Radfahren oder den Bus nehmen. Das ist die zentrale Frage.Wir entscheiden uns fürs Rad und das zeigt sich als gute Wahl. Zu Fuß wären es dann doch fast 6 km bist zum Alten Markt gewesen. Aber mit dem Rad läuft die erste Hälfte auf dem Radweg am Bodden ganz gut und autofrei. Die zweite Hälfte führt auf dem Radweg an der Straße weiter. Über das Wulflamufer entlang des Franken-Teiches erreichen wir die Altstadt. An der Marienkirche am Neuen Markt stellen wir die Räder ab. Es ist gerade Markt. Allerlei Krimskrams wartet darauf, gekauft zu werden. Aber auch Leckereien aus dem nahe gelegenen Polen finden hier ihre Käufer. Mein Begleiter hat doch gleich den Stand mit der Thüringer Bratwurst entdeckt. Noch viel zu früh. Erst die Arbeit, sprich den Stadtbummel, dann die Wurst. Vorsorglich fragt Mann noch, wie lange der Stand geöffnet hat, bevor er mit mir in die Fußgängerzone der Mönchsstraße einbiegt. Wir lassen uns durch die Fußgängerzone treiben und wechseln die Sicht zwischen dem Warenangebot der Läden und den schönen Fronten der alten Bauten. Nebenbei kann ich Michael überreden, seine Herbst-und Wintergarderobe upzudaten.So schnell bekomme ich ihn nämlich nicht wieder zum Shoppen. Zwischen Kunst und Konsum gelangen wir zum Alten Markt und zum Rathaus. Sehr beeindruckend , das zweistöckige Rathaus mit Läden und Gastronomie. Auch der alte Markt mit seinen bunten Häusern gefällt uns. Alles schön renoviert. Aber nun muss erst einmal ein Kaffee her. Der Coffeinspiegel ist drastisch gesunken und muss wieder aufgefüllt werden, damit die Anforderungen der nächsten Stunden erfüllt werden können. Bei so viel Auswahl ist es schon schwierig, das geeignete Lokal zu finden.Jedenfalls für uns. Danach aber geht es frisch gestärkt weiter zum Johnanniskloster und dann zum Hafen. Vorbei am Skurrilum, einem Museum für “Komische Kunst". Im Hafen liegt die Gorch Fock auf dem Altenteil und muss tagtäglich neugierige Touristen auf sich herumtrampeln lassen. Wir schauen sie uns deshalb nur vom Hansakai aus an. Auffällig ist das Ozeaneum, das mit seiner modernen Bauweise zwischen den alten Gebäuden wie ein gestrandetes Ufo im Mittelalter aussieht. Das ist übrigens durchgängig zu beobachten: In die Baulücken zwischen den denkmalgeschützten Häusern hat man in allen Stilrichtungen munter drauflos gebaut. Am Hafenkai locken überall Fisch-Imbisse und kleine Fischlokale. Es fällt schwer, zu widerstehen. Aber die Thüringer wartet. Vom Hafen laufen wir die Papenstraße entlang bis zur Jacobikirche und dann zurück zur Marienkirche. Am Bratwurststand wird die letzte Braune gerade vor unseren Augen verkauft. Na, so was. Jetzt müssen wir warten, bis die Weißen ihr Aussehen geändert haben. Der Bräter wendet nicht nur gekonnt die Wurst, sondern unterhält uns auch launig in der Zwischenzeit. So gestärkt und menschlich informiert können wir langsam den Rückweg bzw. die Rückfahrt antreten. Aber vorher muss ich mir die Marienkirche noch einmal von innen anschauen. Und wieder einmal bin ich fasziniert davon, was Menschen in einer Zeit ohne Kran, Computer und sonstige Hilfsmittel geleistet haben. Auf der Heimfahrt beschäftigt mich noch lange die Frage, wie der goldene Hahn zum Schluss oben auf die Kirchturmspitze gelangt ist. Mit einer Leiter sicher nicht. Wenn ich zurück bin, muss ich einmal Google fragen.Read more