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  • Day3

    St.Pere Escador

    March 25 in Spain

    Es ist noch dunkel, als wir heute Morgen zur gewohnten Reisezeit um 7.00 Uhr starten. Ach ja. Die Zeitumstellung. Wir sind noch eine Stunde eher unterwegs. Und das am Sonntagmorgen. Mit dem frühen Aufstehen verhält es sich bei mir Nachteule ähnlich wie mit dem Sprung ins kalte Wasser: Ist man erstmal drin, ist es herrlich. Die Nacht war relativ ruhig, wenn man von dem Einsetzen des Feuerwerks um 2.00 Uhr mal absieht. Bei den ersten Böllern bin ich aus dem Schlaf geschreckt und habe gedacht, wir würden beschossen. Dann aber habe ich dem Spektakel am Himmel vom Womo- Fenster aus, zugesehen. Ob die Franzosen so die Sommerzeit begrüßen? Mit möglichst wenig Lärm versuchen wir den Stellplatz zu verlassen und fahren im gelben Licht der Straßenbeleuchtung durch die kleinen Orte zur A6 - der Autoroute du soleil. Doch der erhoffte Sonnenaufgang bleibt uns verwehrt. Als es hell wird, fahren wir bereits durch Lyon. Eine imposante Stadt und mal ziemlich leer auf der Straße. Danach begleitet uns die Rhone eine Zeitlang auf unserer Fahrt. Nur die Sonne will sich noch nicht einstellen. Rechter Hand rückt das Zentralmassiv mit dem schneebedeckten Mount Pilat näher. Wir haben Burgund verlassen und sind nun im Rousselion. Die Landschaft und Bebauung verändert sich. Nicht umsonst nennt man Lyon das Tor zum Süden. Unser "Bib und Go" bewährt sich. Die Spannung des ersten Mals ist verflogen, denn die Schranken an den Mautstationen öffnen sich jedes Mal automatisch, wenn wir davor fahren. Die Autobahn ist an diesem frühen Sonntagmorgen angenehm leer, so dass auch der Fahrer die blühenden Obstbäume rechts und links der Strecke bewundern kann. In Valance haben wir rechts direkt die Rhone, ich während links im Dunst die schneebedeckten Gipfel des Appenin zu erkennen sind. Erste Regentropfen treffen die Windschutzscheibe. Der Tag heute bleibt laut Wetteraussage im ganzen Süden bewölkt und regnerisch. Warten wir es ab. Wir fahren durch das Rhonetal bis sich in Orange die Autobahn teilt. Auf der A 9 gehts weiter zur spanischen Grenze Richtung Barcelona. Die Landschaft verändert sich wieder. Wird karger und felsiger, als wir die Pyrenäen erreichen. Diese Gebirgskette trennt Frankreich von Spanien und zieht sich mit über 400km vom Atlantik bis zum Mittelmeer. Kurz hinter der Grenze in Roses fahren wir ab. Gerade hat es einen Schauer vom Feinsten gegeben. Ne! Bitte kein Schmuddelwetter. Das haben wir genug gehabt. Es hört zwar auf, aber die dunklen Wolken machen die Gegend nicht gerade einladend. "Morgen ist das Tief durch," tröstet mich Michael. Sein Wort in Gottes Ohr. Ob das Automaten - Tanken mit Karte wieder so gut funktioniert wie am Morgen? Das überlegen wir beim Anblick einer Tankstelle. Tut es nicht. Wir haben die falsche Karte. Benötigt wird die der Mineralölgesellschaft. Aber Diesel bekommen wir trotzdem. Das Kassenhäuschen ist besetzt.. Wir zwängen uns durch die engen Gassen von St. Pere Pescadore, wo emsig für das Ostergeschäft gewerkelt wird. Am Campingplatz angekommen, reihen wir uns in die Schlange der Anreisenden ein. Dann müssen wir uns einen Platz suchen .Obwohl ich das Gefühl habe, halb NRW ist hier mit dem Wohnmobil anzutreffen, stehen noch reichlich Plätze zur Auswahl. Wir beziehen unseren Platz. Und dann gibt sie sich auch die Ehre, die
    Sonne. Damit hätte ich heute nicht mehr gerechnet. Ein Spaziergang zum Strand, der gleich um die Ecke ist und ein Schläfchen in der Sonne vervollständigen diesen Urlaubstag. Morgen stehe ich definitiv nicht um 6 Uhr in der Frühe auf. Morgen erkunden wir die Gegend mal per Rad. Morgen.
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