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  • Day13

    Blanes III

    April 4 in Spain

    So sollte eigentlich jeder Morgen beginnen: blauer Himmel, Wellenrauschen und eine Tasse Kaffee am menschenleeren Strand. Aber ich glaube, dann würde man es nicht mehr so genießen. Für heute steht ein Bummel durch die Altstadt von Blanes auf dem Programm. Und so satteln wir am späten Vormittag die Räder und radeln auf dem aufgemalten Radweg am Strand entlang bis zum Plaza Catalunya, den es auch hier in Blanes gibt. In der Häuserfront der Promenade entdecke ich zwei farbige, alte Häuser, die ganz verloren zwischen den hässlichen Neubauten der siebziger Jahre wirken. Es herrscht Betrieb, aber es sind mehr die Einheimischen, die ihren Tätigkeiten nachgehen. Dazwischen vereinzelte Touristen. Wir begeben uns in das Gewirr der schmalen Straßen der Altstadt. Da, wo keine Sonne hin kommt, ist es noch empfindlich kalt. Heute haben wir Glück. Es ist Wochenmarkt. Vor allem Obst und Gemüse werden von den Bauern und Händlern aus der Umgebung angeboten. Apfelsinen, Oliven, und Erdbeeren wechseln den Besitzer. Weiter geht es durch die kleinen Gassen und in den einen oder anderen Laden. Als ich meine Frühjahrsgarderobe um ein paar T-Shirts erweitern will, stelle ich fest, dass ich gar kein Portemonnaie dabei habe. Wie gut, dass mein Mann und seine Kreditkarte in der Nähe sind. Ein Rundgang durch einen kleinen Supermarkt vervollständigt unsere Einkäufe. Nun müssen wir nur noch sehen, dass wir alles auf dem Fahrrad verstaut und mit zum Wohnmobil bekommen. Den Kaffee trinken wir heute an unserem eigenen Strand. Beim Rumhüpfen an der Wasserkante werden wir von einer großen Welle überrascht und dabei ziemlich nass. Das erste, etwas unfreiwillige Bad im Mittelmeer. Am Nachmittag nehme ich dann mal das Castellano St. JOAN, das hoch über Blanes thront, unter meine Walkingstöcke. Eine tolle Tour mit wahnsinnigen Ausblicken auf Stadt, Meer und Gebirge. 8 km, 1 1/2 Std und 205 Höhenmeter später bin ich ganz, ganz oben, lasse mir den Höhenwind um die Nase wehen und genieße allein den Ausblick. Noch 7 km bis Lorret de Mar, steht dort oben auf einem Hinweisschild. Gerne. Aber nicht mehr heute. Heute muss ich zurück. Hab versprochen zum Abendessen zurück zu sein. Das ist allerdings ein relatives Versprechen. Das spanische Abendessen beginnt nicht vor 20.00 Uhr. Beim Abstieg entdecke ich einige sehr steile Treppen, die den Rückweg zwar ungemein verkürzen, allerdings von meinen Knien nicht gerade freudig begrüßt werden. Aber da müssen sie heute mal durch. Zwei Stunden und dreißig Minuten später bin ich zurück und habe 13 km mit Höhenmetern als Nachmittagsspaziergang erlebt. Es war eine tolle Tour, die man zwar auch ohne Anstrengung mit dem Auto machen kann, aber das kann jeder. Auf alle Fälle schmecken das kalte San Miguel und die Oliven vom Markt danach wunderbar.Read more