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  • Day15

    Der Urlaub geht langsam zu Ende. Ab heute müssen wir den Rückweg ins kahle Deutschland antreten. Aber der Weg ist das Ziel, und daher stehen wir wieder früh um 6.00 Uhr auf mit der Hoffnung, um die Mittagszeit in Frankreich zu sein. Um das Etappenziel gab es gestern noch Diskussionen. Die Fahrt soll vor oder kurz nach Lyon enden. Michael hatte den Parkplatz des Vogelparks in Villars les Dombres herausgesucht. Der gefällt mir eher weniger, zumal es weder ein interessantes Umfeld zu geben scheint( außer dem Vogelpark), noch das Herausstellen von Stühlen erwünscht ist. Wir einigen uns schließlich auf Belleville, in der Hoffnung dort etwas zu bekommen. So starten wir in der Dunkelheit gegen 7.00 Uhr Richtung Perpignan. Die Dunkelheit weicht dichtem Nebel. Michael ist darüber nicht sehr erfreut und flucht so vor sich hin, weil er nichts sieht. Dann hängt er sich hinter einen LKW. Eine Viertelstunde später können wir oberhalb des Nebels die Schneegipfel im rötlichen Sonnenlicht sehen, während sich um uns herum der Nebel langsam auflöst. Wir überqueren die Grenze nach Frankreich und können bei Narbonne noch einen Blick aufs sonnenbeschienene Mittelmeer werfen, während sich in unserer Richtung eine dunkle Wolkenwand erhebt. Die dichte Bewölkung begleitet uns bis kurz vor Orange. Dann zeigt sich wolkenloser blauer Himmel und Sonnenschein. Die Autobahn A46, A 42, die wir gewählt haben, um nicht an einem Freitagmittag mitten durch Lyon zu müssen, ist relativ voll. Viele LKWs sind unterwegs. Die Bäume, die bei unserer Hinfahrt erst einen Hauch von Grün gezeigt haben, sind inzwischen voll belaubt. Überall grünt und blüht es herrlich. So schade, dass die Zeit schon vorbei ist. Aber zwei Tage bleiben uns noch. In Deutschland soll zwischenzeitlich auch der Frühling eingekehrt sein. Ich bin gespannt auf Belleville. Es scheint eine größere Stadt zu sein. Da gibt es sicher viel zu entdecken. Aber als wir auf dem Stellplatz angelangt sind, sind wir enttäuscht. Asphaltflächen mit eng eingezeichneten Parknischen, auf denen auch PKW's stehen. Die kleine Rasenfläche mit dem blühenden Löwenzahn, die das Ganze umgibt, schafft es auch nicht, die Tristesse eines Hinterhofes zu verscheuchen. Es ist super Wetter. Hier einen Stuhl vor die Tür? Never! Es sind noch 20 km bis la Chapelle, dem Übernachtungsplatz von der Hinfahrt. Das wird wohl auch der Platz zum Übernachten bei der Heimfahrt werden. Der Platz ist fast leer, als wir ankommen. Wir können uns eine schöne Ecke aussuchen, und schnell stehen auch dann die Stühle vor der Tür, und wir erholen uns von der Fahrt in der Sonne. Nach dem Kaffeetrinken unternehme ich eine kleine Walkingtour. Ich kenne mich ja schon aus und bringe auch gleich den Einkauf mit. Heute Abend gibt es "Poulet grille" aus dem Supermarkt. In der Abendsonne genießen wir die letzten spanischen Oliven, den Wein und das letzte San Miguel. Morgen sind wir an der Mosel. Da gibt es andere Leckereien.Read more